Ein Zeichen gegen Homophobie

Gaben den Startschuss zur Ausstellung in der Stadtbibliohtek (v. l.): Bibliotheksleiterin Heike Pflugner sowie Patrick Baron, Martin Sölle und Manfred Ackermann. sie wurde am Internationalen Tage gegen Queer-Feindlichkeit an den Start gebracht.
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Gaben den Startschuss zur Ausstellung in der Stadtbibliohtek (v. l.): Bibliotheksleiterin Heike Pflugner sowie Patrick Baron, Martin Sölle und Manfred Ackermann. sie wurde am Internationalen Tage gegen Queer-Feindlichkeit an den Start gebracht.

Die Ausstellung „Im Wandel der Zeit“ dokumentiert die Verfolgung gleichgeschlechtlicher Liebe.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Die Solinger Stadtbibliothek die Ausstellung: „Im Wandel der Zeit“, die die diskriminierende Gesetzgebung in Deutschland gegen Homosexuelle in der Vergangenheit thematisiert. Auf Schautafeln und mit historischen Polizei-Akten zum Durchblättern erschließt sich den Besuchern die Kriminalisierung und Stigmatisierung nicht heterosexueller Personen. Erst 1969 wurden die Paragrafen 175/175a StGB liberalisiert, vor 25 Jahren, als Folge der deutschen Wiedervereinigung schließlich endgültig aufgehoben.

Kuratiert hat die Ausstellung Marcus Velke-Schmidt vom Centrum Schwule Geschichte Köln. Sie bricht die Grundlinien der historischen Entwicklung vornehmlich auf das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens herunter, führte Martin Sölle vom Centrum aus, der als Vertretung des Kurators anwesend war.

Er freue sich sehr, mit dieser Ausstellung, die auch als Wegweiser zum ersten Solinger Klingenpride zu verstehen sei, das Bergische Land noch „regenbogenbunter“ zu machen, sagte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD).

Mit berührenden und sehr persönlichen Worten machte er bei der Vernissage klar, dass es für ihn „höchste Zeit“ sei, alle Buchstaben aus dem Kürzel LSBT*IQ (lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, transsexuell, intersexuell und queer) als Selbstverständlichkeit in die Mitte der Gesellschaft zu holen. „Liebe ist etwas Wunderbares, Schönes und ein Geschenk“. Die Idee, mit Klingenpride und geschichtlicher Ausstellung, sei für ihn deshalb „sensationell gut“.

Manfred Ackermann, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks und Haupt-Organisator sowohl der Ausstellung als auch des Klingenprides freute sich, die Dokumentation am Internationalen Tag gegen Queer-Feindlichkeit an den Start in Solingen bringen zu können. Gemeinsam mit einem Vorbereitungsteam gab er im Anschluss ein paar Einblicke, was die Gäste beim Klingenpride, dem „Solinger Christopher Street Day“ im Juli erwartet, dem Tag, an dem alle miteinander feiern sollen. Froh sei er, dass er auch das Team vom Solinger Haus der Jugend zum Mit-Organisieren gewinnen konnte. Es sei ein buntes Bühnenprogramm mit Musikern wie zum Beispiel den Pirates of Love oder Julius Fähndrich sowie Ausstellern geplant, erzählten Claudia Schmidt und Patrick Baron. Nach 22 Uhr steige dann eine Party im Gewölbe an der Konrad-Adenauer-Straße.

Führungen durch die Ausstellung werden während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Solingen, Mummstraße 10, dienstags bis freitags, 10 bis 18 Uhr, samstags, 10 bis 14 Uhr und nach Anmeldung angeboten:

info@klingenpride.de

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