Politik

Dirk Runge stellt sich bei Senioren-Union vor

Hatte aufmerksame Zuhörer: Bürgermeisterkandidat Dirk Runge war zu Gast bei der Senioren-Union in Burscheid-Heide. Foto: Doro Siewert
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Hatte aufmerksame Zuhörer: Bürgermeisterkandidat Dirk Runge war zu Gast bei der Senioren-Union in Burscheid-Heide.

Bürgermeisterkandidat gab Einblicke in Privates und skizzierte seine Schwerpunkte.

Von Sabine Naber

Burscheid. Am 7. Januar stellte die Burscheider CDU Dirk Runge als Bürgermeisterkandidaten und Nachfolger von Stefan Caplan auf. Am Mittwochabend hat die Senioren-Union Runge zu ihrem monatlichen Treff, dem sogenannten Stadtgespräch, eingeladen, um ihn besser kennenzulernen. Runge erzählte, dass er in Solingen aufgewachsen ist, einen Sohn (Zahnmediziner) und eine Tochter (Informatikerin) hat und seine Frau Physiotherapeutin ist. „Ich bin 52 Jahre alt, gehöre angeblich zur Generation ,Best Ager‘ und damit also auch zu Ihnen“, sagte er und ging mit einem Augenzwinkern immer mal wieder auf sein Sternzeichen Widder ein. „Man sagt uns nach, dass wir selbstbewusst, unabhängig sind und Verantwortung übernehmen können“, versicherte er. Verschwieg ehrlicherweise aber auch seine Schwäche, die Ungeduld, nicht.

Zunächst habe er in Solingen eine Ausbildung im mittleren Dienst absolviert, dann während seines Zivildienstes das Abitur nachgeholt. Im ersten Einsatz sei er Vollziehungsbeamter gewesen, habe dabei „viele verrückte Dinge erlebt“. Es folgte ein duales Studium, im Mai 2007 habe er in Burscheid die Leitung des Hauptamtes übernommen, drei Jahre später sei er Sozialdezernent, 2017 Vertreter von Stefan Caplan geworden.

„Einig waren Caplan und ich uns darin, dass wir mit dem Geld auskommen müssen, die Mitarbeitenden fordern und fördern wollen, uns als Dienstleister verstehen.“ Eine solide Finanzpolitik bedeute für ihn, mit den Mitteln sparsam umzugehen. Das sei auch eine Frage der Generationengerechtigkeit. Und als Teamplayer sei er für alle Parteien offen.

Wichtig sei ihm unter anderem der Umbau des Hauses der Kunst, die Aufwertung des Luchtenberg-Richartz-Parks und dass Burscheid weiter digitalisiert wird. „Glasfaseranschlüsse fehlen noch, das ganze Prozedere dauert schon drei Jahre. Und auch im Gewerbegebiet gehen die Anschlüsse noch nicht bis ins Haus“, bedauerte Runge. Im Rathaus würden bereits die Zeiterfassung und das Rechnungswesen komplett digital erledigt. So solle es weitergehen. „Wir müssen den Klimaaspekten Rechnung tragen und nach Räumlichkeiten für die Offene Ganztagsschule suchen“, nannte er weitere Arbeitsfelder.

Ich werde mich voller Leidenschaft für Burscheid einsetzen.

Dirk Runge

„Ich werde mich mit voller Leidenschaft für Burscheid einsetzen“, versprach Runge. Zwar wohne er seit 25 Jahren in Köln und wolle auch nicht umziehen: „Aber in nur 25 Minuten Fahrtzeit bin ich hier im Rathaus. Schneller geht es oft auch innerhalb einer Stadt nicht“, versicherte er. „Jetzt wissen wir, um wen es sich handelt“, sagte Vorsitzender Heinz Wilgenbusch nach der Vorstellung und erinnerte daran, dass Runge am 20. März „die einzige zu wählende Person“ sein wird. Zunächst aber lud er seine Mitglieder dazu ein, Fragen zu stellen. Schnell entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der es beispielsweise um die Frage ging, ob es an der Montanusstraße für die Bürgerbus-Fahrer zukünftig eine Haltestelle geben wird, an der die Fahrer auch Pause machen können. „Ich habe die Pläne nicht im Kopf, werde aber nachhaken“, versprach Runge.

Bedauert wurde in der Senioren-Union, dass an der Hauptstraße mit Optik Breidbach und der Parfümerie Becker zwei Geschäfte jetzt Schluss machen. „Bedauerlich, dass gleich zwei prominente Leerstände entstehen. Aber es ist nun mal ein Kommen und Gehen. Und wir als Stadt können versuchen, Leute zu finden, die da reingehen, aber bestimmen können wir darüber nicht“, machte Runge deutlich. Dass die untere Hauptstraße seit Jahren vor sich hinsieche, die Entwicklung in die andere Richtung gehe und damit das „alte Herz von Burscheid aufhöre zu schlagen“, das machte ein weiteres Mitglied der Senioren-Union zum Thema. Und hoffte, dass ein neuer Bürgermeister dort neue Akzente setzen wird.

Einig war man sich, dass die Senioren- und Pflegeberatung unbedingt vor Ort bleiben sollte. „Das sehe ich genauso“, bekräftigte Runge. „Aktueller Stand ist, dass die Gutachter nach Lösungen suchen, dass die Beratungen im Nordkreis bleiben können.“ Anwohner der Straße An den Hülsen machten darauf aufmerksam, dass es an der Rampe zum Regenrückhaltebecken steil nach unten gehe. Eine Situation, die besonders für Kinder gefährlich werden kann. Auch darum will sich Runge kümmern. Zum Haus der Begegnung machte er auf Nachfrage deutlich, dass das Dach dringend saniert werden müsse. Er möchte dafür Fördergelder generieren, erste Gespräche seien schon geführt worden.

Senioren-Union

Im März 2001 riefen in Burscheid 16 Gründungsmitglieder die Senioren-Union, eine neue Vereinigung des CDU-Stadtverbandes, ins Leben. Diese Organisation mit ihren zurzeit 80 Mitgliedern sieht sich als ein Aktivposten innerhalb und außerhalb der CDU. Ziel ist es, sich verstärkt um die Interessen der älteren Generation zu kümmern. Der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe ist in den vergangenen Jahren ständig gewachsen und werde auch in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Mitglied in der Senioren-Union kann werden, wer das 60. Lebensjahr vollendet hat oder im Vorruhestand ist. Man muss nicht Mitglied in der CDU sein, wenn man dabei sein möchte.

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