Zukunft

Dirk Runge gibt Einblicke in die Pläne der Stadt

Bürgermeister Dirk Runge (l.) und die interessierten Teilnehmer des Stadtrundgangs vor dem Haus der Kunst.
+
Bürgermeister Dirk Runge (l.) und die interessierten Teilnehmer des Stadtrundgangs vor dem Haus der Kunst.

Senioren-Union lud zum Rundgang mit dem Bürgermeister. Arbeiten am Haus der Kunst beginnen frühestens im Dezember.

Von Peter Klohs

Burscheid. Es ist schon Tradition, dass die Senioren-Union innerhalb der CDU in Burscheid alle zwei Jahre den Bürgermeister einlädt, mit interessierten Senioren die inneren Bereiche Burscheids abzugehen und über wichtige Projekte in der Stadt zu informieren. Am Mittwochnachmittag trat Bürgermeister Dirk Runge in dieser Beziehung in die Fußstapfen seines Vorgängers Stefan Caplan und gab zur Freude des 1. Vorsitzenden der Senioren-Union, Heinz Wilgenbusch, rund 20 Gästen des kleinen Stadtrundgangs wichtige Einblicke in Vorhaben und Pläne der Stadt.

Unmittelbar neben dem Burscheider Rathaus steht das Haus der Kunst. Dort begann der Rundgang. Das Haus ist, so Dirk Runge, zurzeit leergeräumt. Der Umbauplan wird immer wieder durch diverse Probleme nach hinten geschoben. „Im Moment gehe ich davon aus, dass die Bauarbeiten frühestens im Dezember oder im Januar 2023 beginnen“, sagt der Bürgermeister. Durch die Explosion der Preise erwartet Runge erhebliche Mehrkosten. „Die Förderzusage beläuft sich auf 14 Millionen Euro“, gibt Runge bekannt, „und man muss sehen, wo wir am Ende stehen. Davon sind auch weitere Projekte in der Stadt betroffen.“ Nach dem Haus der Kunst soll auch der angrenzende Park modernisiert werden. Zum im Luchtenberg-Richartz-Park stehenden Haus der Begegnung gäbe es, so der Bürgermeister, nicht Neues.

Die Feuerwehrleute müssen schnell und ohne Probleme zu ihren Einsätzen kommen können.

Bürgermeister Dirk Runge

Wenige Schritte weiter, auf der Montanusstraße, soll ein großes Einzelhandelshaus gebaut werden. Dazu muss der dort befindliche Busbahnhof weichen. „Wir werden versuchen, die Probleme der Autofahrer so gering wie möglich zu halten“, verspricht Runge und spielt auf mögliche Sperrungen in diesem Gebiet an. „Der Bürgerbus bleibt allerdings hier“, ist er sicher, was zu Überlegungen der Teilnehmer führt, wie der Übergang zum ÖPNV erfolgen könnte. „Auf jeden Fall bin ich ziemlich sicher, dass das Bauwerk, das hier geplant ist, keine Bauruine wird“, ist Dirk Runge überzeugt.

Weiter geht es an der Sparkassenfiliale an der Hauptstraße. Hier soll ein Busverknüpfungspunkt entstehen, ein kleiner Busbahnhof. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist die Burscheider Feuerwehr ansässig. „Und die haben bei den Bauarbeiten hier ein gewichtiges Wort mitzureden“, sagt der Bürgermeister. „Schließlich müssen die Feuerwehrleute schnell und ohne Probleme zu ihren Einsätzen kommen können.“ Für die Bauarbeiten muss eine Verkehrsinsel nebst angrenzendem Baumbewuchs zumindest kurzfristig entfernt werden. „Nach den Baumaßnahmen kommt alles wieder dahin“, verspricht Runge.

Am Gartenweg ist ein neu gestalteter Park entstanden. Neu angelegte Rasenflächen mit diversen Sitzgelegenheiten, teils unter Bäumen, bestimmen den optischen Eindruck. Geplant ist außerdem die Installation eines Brunnens mit einer Springhöhe von 1,50 Meter. Erste Befürchtungen wegen möglicher Lärmbelästigungen in den späten Abendstunden sind wahrscheinlich, so Runge, unbegründet.

Letzter offizieller Punkt des kleinen Stadtrundgangs ist der Rampenzugang zur Trasse, die quer durch Burscheid führt. Der Zugang ist für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen zu benutzen und war, so weiß der Bürgermeister zu erzählen, lange Zeit umstritten. „Viele fanden den Zugang überflüssig“, berichtet er. „Und es freut mich zu sehen, dass er zweifelsohne genutzt wird.“ Der Augenschein bestätigt ihn: Zwei Fußgänger und ein Radfahrer sind zu sehen.

Angedacht war des Weiteren eine Aussichtsplattform, die einen Blick auf die Trasse ermöglicht hätte. „Wir haben Angebote eingeholt. Die waren aber alle weit jenseits unserer Vorstellungen und einfach viel zu teuer. Das Projekt ist offiziell erst einmal auf Eis gelegt. Wenn ich die Reaktionen der Stadtbewohner richtig deute, scheinen aber viele absolut dagegen zu sein. Dann ist das so. Dann müssen wir zu der Erkenntnis gelangen, dass wir so etwas in Burscheid nicht brauchen.“

Hintergrund

Trotz unsicherer Wetterlage kamen am Mittwochnachmittag 20 Interessierte zum kleinen Stadtrundgang mit Bürgermeister Dirk Runge. Nach etwas mehr als 90 Minuten war der offizielle Teil der Veranstaltung beendet und manche der Teilnehmer fanden sich im Biergarten der Bergischen Stuben zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Rettungsschirm wird Burscheid nicht betreffen
Rettungsschirm wird Burscheid nicht betreffen
Rettungsschirm wird Burscheid nicht betreffen
„Kunst im Schaufenster“ geht weiter
„Kunst im Schaufenster“ geht weiter
„Kunst im Schaufenster“ geht weiter
Frauenchor „DaChord“ will endlich auftreten
Frauenchor „DaChord“ will endlich auftreten
Frauenchor „DaChord“ will endlich auftreten

Kommentare