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Die Zukunft erreicht Burscheid und Wermelskirchen

Burscheid und Wermelskirchen erhalten nun einen großflächigen Glasfaserausbau. Foto: Susanne Koch
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Burscheid und Wermelskirchen erhalten nun einen großflächigen Glasfaserausbau.
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Glasfasernetz wird jetzt in den beiden Kommunen verlegt

Von Susanne Koch

Burscheid. Die Vorvermarktung hat bereits 400 Interessenten gefunden. „Die wollen möglichst schnell an das Glasfasernetz angeschlossen werden“, sagt Dennis Kornhel, Pressesprecher der Firma Novanetz. „Und damit beginnen wir jetzt im Nordteil von Burscheid-Hilgen sowie Wermelskirchen Unterstraße, Bechhausen und Löh.“ Damit ist der nächste Schritt in Richtung Glasfaser-Versorgungsnetz in beiden Städten gestartet.

Gestern Mittag versammelte sich in Bechhausen eine Abordnung, um dem Baustart einen offiziellen Anstrich zu geben. Burscheids kommissarischer Bürgermeister Dirk Runge sowie die Wermelskirchener Bürgermeisterin Marion Lück waren ebenso dabei, wie Vertreter der Unternehmen sowie Ralf Rauchel und Ralf Lindemann, die sich im letzten Jahr für die Interessentenwerbung eingesetzt haben. „Meine beiden Söhne arbeiten in der IT-Branche“, sagt Ralf Rauchel, „da möchte ich etwas dazu beitragen, dass die Datenübertragung künftig schnell, sicher und vor allem zukunftsfähig wird.“

Ralf Lindemann ergänzt: „Die Corona-Pandemie ist uns dabei sogar zur Hilfe gekommen“, sagt er. „Viele mussten zu Hause arbeiten, die Kinder hatten Homeschooling und so mussten die Familien sich einen Terminkalender machen, wer wann ins Internet darf, sonst hätte es in den meisten Fällen nicht funktioniert.“

„Glasfaserkabel sind viel weniger störanfällig und werden weniger vom Wetter beeinflusst.“

Dennis Kornhel, Pressesprecher der Firma Novanetz

Eine Röhre mit 24 kleinen Mikroröhren wird jetzt über das Gebiet verteilt in die Erde gelegt. „Dazu muss die Straße aufgerissen werden“, sagt Dennis Kornhel. „Später werden die Glasfasern in die Leerröhren eingeschossen.“ Glasfaser habe einen erheblichen Vorteil gegenüber den Kupferkabeln, die bisher für den Internetanschluss sorgen. „Sie sind viel weniger störanfällig“, sagt Dennis Kornhel. „Und werden auch weniger vom Wetter beeinflusst.“

„Wir waren uns von vorneherein sicher, dass das klappen wird“, sagt die Wermelskirchener Bürgermeisterin Marion Lück. „Der ländliche Bereich lässt sich immer schneller erschließen als städtische Gebiete mit mehrstöckigen Wohngebäuden.“

Die Vorvermarktung für Tente wird in Kürze starten. „Hier können an der Glasfaser Interessierte bereits die Unterlagen einreichen“, sagt Dennis Kornhel. „Weitere Cluster werden in den nächsten Wochen in die Vermarktung starten. Unverändert sprechen wir alle Bürgerinnen und Bürger an, die an einem Anschluss an die Glasfaser interessiert sind und ihr Gebäude fit für die Zukunft machen wollen.“

„Die Teilhabe am öffentlichen Leben wird bis ins höhere Alter ermöglicht.“

Dennis Kornhel

Ziel sei es die Interessenhäufungen in bestimmten Stadtgebieten zu identifizieren und diese dann wie in den bereits realisierten Ortsteilen ohne Baukostenzuschuss für den Hauseigentümer in Kooperation mit Primevest als Investor in die passende Infrastruktur und GFS als Generalunternehmer für den Bau zu realisieren. „Entscheidend dabei ist, dass diejenigen Ortsteile, welche sich geschlossen für die Glasfaser einsetzen und über dieses Projekt kommunizieren, so dass alle davon Kenntnis erlangen, gute Chancen haben, dass ihr Gebiet als einer der nächsten Bauabschnitte realisiert wird“, betont Dennis Kornhel.

Ralf Lindemann, der mitgeholfen hatte, Interessenten zu akquirieren, sagt: „Ich bin in der Immobilienbranche tätig. Und von daher weiß ich, dass heute zuerst danach gefragt wird, wie der Internet-Zugang ist, noch bevor nach dem Kaufpreis gefragt wird.“

Und Ralf Rauchel ergänzt: „Wir sind von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr unterstützt worden. Sie haben selber ein großes Interesse daran, ans Glasfasernetz angeschlossen zu werden.“ Während Ralf Rauchel und Ralf Lindemann ihre Arbeit ehrenamtlich gemacht haben, haben die jungen Feuerwehrmänner einen Obolus bekommen.

„Die Teilhabe am öffentlichen Leben wird für sämtliche Generationen auch bis ins höhere Alter ermöglicht“, sagt Dennis Kornhel am Dienstag, „mit TV on demand, Videokonferenzen, Telemedizin und, und, und.“

Kooperationspartner

Primevest Capital Partners: Das Unternehmen ist eine pan-europäische Investmentboutique, die innovative Investmentstrategien in den Assetklassen Parken, Telekommunikation sowie zeitgemäßes und bezahlbares Wohnen umsetzen kann.

GFS: GFS ist ein fachlich kompetentes Team mit 20 Jahren Erfahrung im Bereich des Glasfasernetz-Ausbaus. Von Beginn der Privatisierung im Telekommunikationsbereich an, hat GFS alle relevanten Ausbauprojekte in Deutschland begleitet.

Novanetz: Novanetz ist ein Internetanbieter, der sich auf Glasfaserprodukte spezialisiert hat, die dort verfügbar sind, wo das Glasfasernetz bis ins Haus geht. Es werden Highspeed-Internetprodukte angeboten.

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