Balkantrasse

Die Waffelpause hat sich längst fest etabliert

Die Waffeln schmeckten und der Posaunenchor spielte dazu.
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Die Waffeln schmeckten und der Posaunenchor spielte dazu.

Bereits im zehnten Jahr statt zieht der süße Duft über die Balkantrasse

Von Ursula Hellmann

Burscheid. Auf der Balkantrasse in Richtung Burscheid wehte den Radfahrern und Spaziergängern am Sonntag ab 10 Uhr kurz hinter Tente Posaunenmusik entgegen. Der große, bunte Schriftzug quer über ihren Köpfen war nicht zu übersehen: Waffelpause!

Was sich rechts vom Weg auf dem Wiesengelände tat, verlockte manchen Vorüberrollenden, der netten Ankündigung näher zu treten. Nach dem Anlass des lockeren Festes gefragt, gaben die bereits informierten Gäste jedem gerne Auskunft. „Dieser Treff findet einige Male im Jahr, so auch heute, an dieser Stelle statt, und diesmal sogar als Jubiläumsfeier zum zehnten Jahr seit dem Bestehen der Waffelpause.“ Selbst in der schwierigen Corona-Zeit wurde das beliebte Angebot durchgehalten. Natürlich wurden die amtlichen Vorgaben befolgt, darum entstand unter anderem eine Schutzwand aus Acrylgas zu den Nachbargrundstücken.

Alles über die Anfänge und Gründe der Veranstaltung weiß Dorothea Hoffrogge von der Evangelischen Gemeinde Hilgen-Neuenhaus.

„Dieses Gelände unmittelbar neben der einstigen Diakonie-Station unserer Gemeinde wäre für einen Neubau dieser Einrichtung geeignet gewesen. Gute Argumente sprachen aber dagegen, so blieb die Frage offen: Wie soll das Brachland im Sinn unseres biblischen Auftrags genutzt werden?“ Die Eröffnung der Balkantrasse als sportlich geprägtem Publikumsverkehr gab dann den guten Weg vor.

Bereits beim Gottesdienst waren die Sitzreihen gut besetzt

Seitdem zieht mehrmals im Jahr der Duft von vor Ort gebackenen Waffeln durch das Waldstück und mischt sich mit herzhaftem Bratwurstgeruch. Wie am Verkaufsstand zu lesen war, blieben die Preise der leckeren Sachen im Vorjahres-Modus. Hoffrogge: „Einmal durchatmen und trotz Inflation zugunsten der sparsam bestückten Gäste handeln.“

Bereits zum Eröffnungs-Gottesdienst waren die rustikalen Sitzreihen sehr gut besetzt. Für die ordinierte Prädikantin Professorin Dr. Heike Endepols (Burscheid) war es das erste Mal, ihr Amt unter freiem Himmel auszuführen.

Die Neurowissenschaftlerin forscht im Bereich der Nuklearmedizin und leitet die Arbeitsgruppe Präklinische Bildgebung.

Unter den Genießern der Waffeln aus nachhaltigen Zutaten war auch Paul vom Stein und einige Mitsänger vom MGV Niederwermelskirchen. Zuversichtlich konnte er das nächste musikalische Highlight des Chores ankündigen. „Am 20. August sind wir in der Kattwinkelschen Fabrik Wermelskirchen.“ Aufmerksam und heiter wie immer hörte Alt-Pfarrer Günther Finkenrath (87) den Posaunenklängen zu. Zusammen mit Gattin Ilse ließ er sich diese Waffelpause nicht entgehen.

Im angeregten Gespräch war Norbert Galonska anzutreffen. Als versierter Ansprechpartner für das breite Sport- und Fitnessprogramm des TuS Wermelskirchen wird er den Aufbau des Fitness-Parcours unterstützen, der für den Herbst auf dem Grundstück neben der Festwiese fest geplant ist.

Rückzugsmöglichkeiten gibt es auch. So gehört zum Festtrubel ein Seelsorge-Team stets dazu. Und die Gewinne einer Lotterie stellten fünf Burscheider Unternehmen zur Verfügung: Kretzer, Krings, Thomashof, Daum & Eickhorn und Appelmann.

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