Kramer-Haus

Die Stadtbücherei will noch größer werden

Die Stadtbücherei will sich erweitern – inhaltlich und räumlich. Das freut auch Leiterin Yulia Farbischewski (kleines Bild). Archivfotos: Nadja Lehmann
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Die Stadtbücherei will sich erweitern – inhaltlich und räumlich. Das freut auch Leiterin Yulia Farbischewski (Archivfoto).

Raum der 100 Experimente – Antrag bei EU-Programm Leader gestellt.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Mit dem Erwerb des alten „Kramer-Hauses“ an der Hauptstraße im Sommer 2020 durch die Stadt nehmen auch innovative Ideen der nebenliegenden Stadtbücherei Form an. Mit einem Durchbruch auf der zweiten Ebene zum „Kramer-Haus“ hin – so plant es die Stadtverwaltung – soll es für die Bibliothek zusätzlichen Platz geben, der so Raum für Neues schafft.

Mit der Erweiterung ins Kramer-Haus soll ein multifunktionaler Raum entstehen. Ein Ort für Workshops, Lesungen, Experimente und Lernflächen. „Um die Attraktivität der Bücherei zu steigern, haben wir schon seit längeren vor, das Angebot zu erweitern“, sagt Eva Scholand, Vorsitzende des Fördervereins. Das war bereits Thema auf dem Jahrestreff 2020. Besucher und Büchereiteam wünschen sich mehr Arbeitsbereiche, Raum für Gespräche und Lesungen.

Die Stadtbücherei will sich erweitern (Archivfoto).

Im vergangenen Jahr trafen sich Eva Scholand, Bibliotheksleiterin Yulia Farbischewski und Renate Bergfelder-Weiss von der Stadt zu einem Austausch. Und noch eine weitere Idee fürs Portfolio der Bücherei kam hinzu: der „Raum der 100 Experimente“ - angelehnt an die „Makerspace-Angebote“ von Bibliotheken wie in Köln und Wittlich.

Wir wollen einen Raum für Groß und Klein schaffen, um etwas ausprobieren zu können.

Yulia Farbischewski, Leiterin der Bibliothek

„Wir wollen Werkzeug und Material zur Verfügung stellen. Einen Raum für Groß und Klein schaffen, um etwas ausprobieren zu können“, berichtet Yulia Farbischewski. MINT-Kästen wie Robotik-Bausätze sollen zum Einsatz kommen - wie auch ein 3D-Drucker. „Wir können uns auch vorstellen, eine Overlook-Nähmaschine aufzustellen“, sagt die Büchereileiterin.

Eva Scholand hat sich intensiv mit der Realisierung des erweiterten Angebots auseinandergesetzt, hat andere Bibliotheken besucht, geschaut, welche Möglichkeiten es gibt. Um die MINT-Experimente sollen sich Ehrenamtler kümmern. Eva Scholand zieht auch eine Kooperation mit dem Bildungsbüro aus Opladen in Betracht. Da es ein „Experimentier“-Angebot in der näheren Umkreis nicht gibt, erhofft sich Yulia Farbischewski damit auch mehr Besucher.

Um die Ideen erfolgreich umsetzen zu können, brauche es natürlich auch die finanziellen Mittel, sagt Eva Scholand. Rund 100 000 Euro werde man für den Umbau, die Sanierung und die Neuanschaffungen brauchen. Im Januar hat der Förderverein daher einen Antrag für Gelder aus dem EU-Förderprogramm Leader-Region Bergisches Wasserland gestellt. Für Ende März erwartet Eva Scholand die Antwort.

Allerdings: „Es ist zunächst ein Antrag, ob unser Projekt förderungsberechtigt ist. Wenn er das ist, müssen wir einen zweiten Antrag mit der genauen Auflistung aller Kosten einreichen.“ Dann heißt es nochmals: „Abwarten.“

Wenn alles klappt, rechnen Eva Scholand und Yulia Farbischewski mit dem Start des Umbaus frühestens am Ende des Jahres.

Bis mindestens 7. März ist die Stadtbücherei geschlossen

Derzeit ist die Stadtbücherei aufgrund des Lockdowns noch bis voraussichtlich 7. März geschlossen. Wie schon im Frühjahr 2020 gibt es einen Abholservice. Auf der städtischen Homepage in der Rubrik Bildung und Soziales/Bücherei ist der Benutzerkatalog der Stadtbücherei zu finden und das weitere Prozedere beschrieben. Per E-Mail oder telefonisch können Medien vorbestellt werden, für die Abholung wird ein Termin vereinbart. „Wir stellen auf Wunsch auch gerne eine Auswahl an Büchern zusammen“, sagt Yulia Farbischewski.

Auch die Medien-Onleihe übers Internet laufe weiter. Für die Onleihe oder die Nutzung des Abholservice wird lediglich ein Leserausweis benötigt. Die Leiterin der Bücherei freut sich aber schon, wenn wieder geöffnet werden darf. „Wir vermissen die Leser, und die Leser vermissen uns“, sagt sie.

Hintergrund

Für 2020 war eine Kundenumfrage geplant gewesen; diese wird auf 2021 verschoben. E-Learning und „Bergische Onleihe“ haben an Bedeutung gewonnen. Seit 2013 gehören die Burscheider der „Bergischen Onleihe“ an und können seitdem E-Books, E-Zeitschriften, Filme und Hörbücher jederzeit herunterladen. 300 E-Learning-Kurse können genutzt werden. www.burscheid.de

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