Jahresrückblick

Die Stadt hat wieder einen Bürgermeister

Bürgermeisterwahl: Mit Dirk Runge (hinten, M.) freuten sich Familie und Politiker.
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Bürgermeisterwahl: Mit Dirk Runge (hinten, M.) freuten sich Familie und Politiker.
  • VonNadja Lehmann
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Das bewegte die Burscheider 2022 – Ein Blick aufs Frühjahr.

Burscheid. Im Januar 2022 blickte Burscheid bereits auf das Jahr, das nun unmittelbar vor uns steht, nämlich 2023. Dafür hatte nämlich die Leader-Agentur, die ihren Sitz in Burscheid hat, einen neuen Förderzeitraum angekündigt, der bis 2029 andauern soll. Zu den vom EU-Programm geförderten Projekten gehört beispielsweise auch das am Markt gelegene Kramer-Haus. In seinem Inneren sind Bauarbeiten bereits angelaufen, und die Pläne für die Nutzung stehen seit längerem fest: Zum einen will sich die Stadtbücherei in den 1. Stock des Nachbargebäudes hinein erweitern und mit einem „Maker Space“ für die Zukunft rüsten, zum anderen will der Begegnungsort Tri-Café von der Bürgermeister-Schmidt-Straße an den Markt umziehen und so mehr in Richtung Innenstadt rücken.

Damals wie heute: Der Innenstadtpark West bleibt ein Unvollendeter. Irgendwie gibt es dort immer noch etwas zu tun. Jüngst mopperte die Beleuchtung, im Januar 2022 war es der Untergrund. Der erwies sich als zu matschig, um die Umbauarbeiten fortzuführen. Zuvor hatten Krankheitsausfälle und zu geringe Personalkapazität der beauftragten Firma für Verzögerungen gesorgt. Aus dem verkehrsumtosten Flecken soll nach den Plänen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IEHK) ein vielseitig nutzbarer Park mit Aufenthaltsqualität werden. Erste Eindrücke konnten Interessierte im Herbst gewinnen, endgültig in Betrieb wird der Park wohl in den ersten warmen Tagen des neuen Jahres gehen.

Im Januar wurde es dann deutlich, dass die Brücke in Dürscheid eine Angelegenheit ist, die Geduld verlangt. Seit dem Starkregenereignis des Jahres 2021 war die Brücke unpassierbar und fühlten sich die Dürscheider von der Welt abgeschnitten. Die Stadt hatte ein Ingenieurbüro beauftragt, die Lage zu prüfen. Im Januar zeichnete sich ab, dass eine Behelfsbrücke nur unwesentlich früher fertig sein würde: Auf eine solche hatten die Dürscheider ihre Hoffnungen gesetzt.

Bei den Kinderkunsttagen entstand die Himmelsleiter.

Mit dem Januar wurde es im vergangenen Jahr amtlich: Die Technischen Werke Burscheid (TWB) gehören seitdem zur Stadtverwaltung und firmieren als „eigenbetriebsähnliche Einrichtung“. Die frühere „Anstalt des öffentlichen Rechts“ wurde aufgelöst. Damit verbunden war auch die Auflösung des Verwaltungsrats; inzwischen diskutiert der Betriebsausschuss unter Vorsitz von Volker Höttgen (Bündnis für Burscheid) über Wohl und Wehe der TWB.

Die Pandemie machte Anfang 2022 noch immer vieles nicht möglich. So marschierten die Sternsinger vom katholischen St. Laurentius aus nur in kleinem Aufgebot in Richtung Rathaus, in dem sie der damals Noch-Nicht-Bürgermeister Dirk Runge begrüßte. Auch in der Innenstadt sahen die Sternsinger vorbei und verteilten den „Segen to go“.

Im Januar endete die Weihnachtspause für die Umbauarbeiten der mittleren Hauptstraße. Gehwege und Straßenpflaster wurden erneuert sowie Sitzbänke aufgestellt. Diese Arbeiten sind Teil des IEHK; den Anfang hatte die obere Hauptstraße gemacht. Inzwischen mehren sich bereits Klagen darüber, dass das neue Pflaster durch Müll und Zigarettenkippen verschmutzt wird.

CDU und SPD wählten Dirk Runge im Januar zum Bürgermeisterkandidaten: Die im Rat vertretenen Fraktionen hatten Runge nach dem Tod von Bürgermeister Stefan Caplan als gemeinsamen Kandidaten aufgestellt.

In der Innenstadt tat sich etwas, indem „Stoffzaubermaus“ und Kosmetik Gierens das Quartier wechselten: Erstere zog an die Montanusstraße/Hauptstraße, letztere in den einstigen Standort des Bergischen Volksboten.

Die Vorstandsmitglieder von „Hilgen lebt“ waren im Januar stolz auf einen unscheinbaren grauen Kasten: Seitdem hat der Raiffeisenplatz Strom. Eine gute Voraussetzung für Feste und kleine Veranstaltungen.

„Magischer Moment“ titelte BV-Mitarbeiter Peter Klohs: Gemeint war der erste Auftritt der Musicalischen Academie mit ihrem neuen Dirigenten Nicolai Dembowski, zur Aufführung kamen im Januar Beethoven und Fauré.

Ging endlich wieder in Betrieb: der Wallace-Brunnen.

Glücklich waren Yulia Farbischewski, Leiterin der Stadtbücherei, und Eva Scholand (Förderverein) im Februar: In der Stadtbücherei wurde die Bibliothek der Dinge eröffnet. Dazu gehören ein Beamer, eine Carrerabahn, ein Soundsystem und vieles mehr. Förderverein und Leader sorgten für die Finanzierung.

Im Februar nahm die Belkaw auf dem Markt eine neue Ladestation in Betrieb: Zwei Fahrzeuge können dort gleichzeitig geladen werden.

Die Freikirchlich-evangelische Gemeinde verabschiedete sich im März von ihrem Pastor: Knapp zehn Jahre hatte Lukas Schülbe dort gewirkt. 2022 wurde er Lehrer an der Johannes-Löh-Gesamtschule.

Angesichts des Leids in der Ukraine rollte eine Welle der Hilfsbereitschaft an: Burscheider boten Wohnraum an, und die Stadt bereitete im März kurzfristig 40 Plätze für Geflüchtete vor.

Im Januar leitete Nicolai Dembowski erstmals im Konzert die Musicalische Academie.

Der Bund der Steuerzahler erwähnte im März Burscheid und seine Rampe mitsamt Aussichtsplattform an Trasse und Hauptstraße in seinem Schwarzbuch und kritisierte das mit rund 803 000 Euro angegebene Vorhaben als „teure Touristenfalle“.

Am 20. März war alles klar: 93,4 Prozent stimmten in der Bürgermeisterwahl für Dirk Runge, der der einzige Kandidat war. Der parteilose gebürtige Solinger amtiert bis 2025.

Im April feierte das Haus Regenbogen an der Luisenstraße Jubiläum: Seit zehn Jahren gibt es dort eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Träger ist die Rheinische Gesellschaft für Diakonie.

Es war eine Ausstellung, über die sich Kulturvereinsmitglied Heinz-Peter Knoop besonders freute: Der Bildhauer stellte im vertrauten Kulturbadehaus endlich selbst aus. Corona hatte dies lange vereitelt.

Die Freikirchlich-evangelische Gemeinde begrüßte im April ihren neuen Pastor: Der heißt Philipp Hermannsdörfer.

Es duftet an der Höhestraße: Dort eröffneten Martin Richter und Maurizio Russo ihre RiRu-Kaffeerösterei.

Die Bäckerei Kretzer zog an ihrem Gründungsstandort Hilgen ein paar Meter weiter: Das alte Gebäude wird saniert, Firmenkontor und Backstube bleiben an gewohnter Stelle.

Endlich durfte er wieder sprudeln: Der Obst- und Gartenbauverein nahm nach Umbaumaßnahme und Pandemie wieder den Wallace-Brunnen in Betrieb.

Die Kinderkunsttage mündeten im April in eine Vernissage im Evangelischen Gemeindehaus Dünweg: Seit Jahrzehnten kümmert sich Jugendleiterin Anke Theron-Schirmer um die Veranstaltung.

Große Ehre: Der Kreis zeichnete Ende April Giovanna Lombardo Marrocu für ihr Engagement in der Jugendbetreuung des Rehabilitations- und Behindertensports aus. Die Burscheiderin hat Cheerleadergruppen gegründet und aufgebaut.

Teil 2: Lesen Sie morgen die Fortsetzung unseres Jahresrückblicks.

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