Hochwasser

„Die Schäden sind bekannt und werden angegangen“

Noch können Ölfilme nicht so bekämpft werden, wie hier zu sehen, weil Rettungseinsätze Priorität haben. Archivfoto: Manuel Böhnke
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Noch können Ölfilme nicht so bekämpft werden, wie hier zu sehen, weil Rettungseinsätze Priorität haben.

Ölfilme in Gewässern: Kreis bittet, von weiteren Anrufen abzusehen.

Von Nadja Lehmann

Auf der benachbarten Wupper-Talsperre ist ein Ölfilm sichtbar geworden, alle Freizeitaktivitäten wurden untersagt ( | S. 18 ). Nun wendet sich auch der Rheinisch-Bergische Kreis an die Öffentlichkeit. „Die durch den Starkregen der vergangenen Tage verursachten Überschwemmungen und Schäden, beispielsweise an Öl- und Dieseltanks, haben unter anderem dazu geführt, dass Öl und Diesel in die Gewässer im Kreisgebiet gelangt sind“, heißt es aus Bergisch Gladbach. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten sich deshalb über den Notruf Tel. 112 oder bei den Feuerwehren gemeldet. Der Rheinisch-Bergische Kreis bedanke sich für die aufmerksame Beobachtung, bitte aber, von Anrufen abzusehen: „Die Schäden sind bekannt und werden angegangen.“

Rettungseinsätze haben immer noch Vorrang

Momentan haben jedoch die Rettungseinsätze für die Feuerwehren Vorrang. In einigen Bereichen konnte die Feuerwehr die Verunreinigung durch Öl bekämpfen. „Leider kann momentan in vielen Fällen derzeit noch nichts unternommen werden, denn oftmals haben sich Öl und Diesel zu großflächig verteilt“, teilt die Kreisverwaltung mit. Zudem verhindere die Strömung der Gewässer, dass die Schäden behoben werden könnten. „Erst bei Rückgang der Wasserstände können daher Maßnahmen zur Beseitigung der Schäden getroffen werden.“

Verlegte Durchlässe an Gewässern werden nach und nach von den Wasserverbänden gereinigt. Aufgrund des sehr hohen Aufkommens arbeiten diese momentan Prioritätenlisten ab, und es kann daher je nach Einschätzung der Gefahrenlage etwas dauern, bis die Durchlässe gesäubert sind.

Auch sind sehr viele Keller mit Wasser geflutet worden, was häufig dazu geführt hat, dass Heizöltanks aufgeschwommen sind und beschädigt wurden. Daher ist Heizöl ausgetreten. „Diese Schäden können nur von Fachfirmen beseitigt werden“, betont der Kreis in seiner Mitteilung. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer müssten daher eine Fachfirma beauftragen, die den defekten Heizöltank entleert: „Die Feuerwehren pumpen das Öl nicht ab.“ Aufgrund der Krisenlage seien die wenigen Fachfirmen zurzeit so stark ausgelastet, dass sie oft nicht umgehend helfen könnten. Eine Liste der Fachfirmen gibt es auf der Internetseite des Kreises.

https://www.rbk-direkt.de/informationen-kontakte.aspx

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