Burscheid

Sternenweg: Katholiken wandern aufeinander zu

Burscheider und Wermelskirchener begaben sich auf den Sternenweg und liefen bis zur Gemeinde Hilgen-Neuenhaus aufeinander zu. Foto: Doro Siewert
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Burscheider und Wermelskirchener begaben sich auf den Sternenweg und liefen bis zur Gemeinde Hilgen-Neuenhaus aufeinander zu.

Katholische Seelsorge-Gemeinden Burscheid, Hilgen und Wermelskirchen veranstalten gemeinsamen Sternenweg.

Von Ursula Hellmann

Burscheid. Unter einem Regenschirm ergeben sich oft sehr angenehme Gespräche: Am Samstagvormittag vergrößerte sich die Zahl der Schirmträger sowohl in Burscheid (Am alten Bahnhof) ebenso wie in Wermelskirchen (Kölner Straße). Was hatte sie zusammengeführt? Martina Vogt, Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands St. Michael, hatte vor zwei Monaten eine brillante Idee. Und Pastoralreferent Benjamin Floer war sofort mit von der Partie: „Bereits im September hofften wir, ein großes Treffen unserer drei katholischen Seelsorge-Gemeinden Burscheid, Hilgen und Wermelskirchen veranstalten zu können. Das mussten wir auf dieses Oktober-Wochenende verschieben. Trotzdem ist es nun im Zusammenhang mit der Aktion Miserior und den Fair-Wochen dieser Fastenzeit noch angebrachter.“

So war es beschlossene Sache, aus Burscheid und Wermelskirchen eine Wanderstrecke festzulegen, auf der sich beide Teilnehmergruppen sozusagen in der Weg-Mitte treffen konnten.

„Es ist ein gutes Gefühl, hier willkommen zu sein!“

Benjamin Floer, Pastoralreferent

Am Alten Bahnhof Burscheid fanden sich Eltern und Kinder der katholischen Kirche St. Laurentius um 10.30 Uhr ein. Hinzu stießen die Mit-Wanderer aus der Gemeinde-„Filiale“ Liebfrauen (Hilgen). Ab dem Kirchengelände der katholischen Kirche St. Michael in Wermelskirchen-Mitte machten sich die wettergemäß ausgestatteten Familien kurz nach 10 Uhr auf den Weg.

Diese Stern-Wanderung war für alle Beteiligten die erste ihrer Art. Sehr günstig liegt der allgemeine Treffpunkt: das evangelische Stephanus-Gemeindezentrum in Hilgen-Neuenhaus. Presbyteriumsvorsitzende Dorothea Hoffrogge freute sich mit den Organisatoren: „Die kirchlichen Innenräume konnten in dieser stillen Zeit nur spärlich genutzt werden. Diese Stern-Wanderung haben wir sehr gerne als Gäste zu uns geladen.“ Die positive Beziehung der Gemeinden verschiedener Konfessionen wird von allen geschätzt. Floer: „Es ist ein gutes Gefühl, hier willkommen zu sein!“

Als die beiden Fußgruppen noch in entgegenkommender Richtung auf der Bahntrasse unterwegs waren, bewegte sich in der Gemeindehaus-Küche bereits einiges. Unter dem Vordach stand der Aufbau fürs Würstchenbraten, gut bestückt und zur freundlichen Bewirtung bereit. Die hilfreichen Kolpingbrüder von St. Laurentius rechneten mit etwa 40 Abnehmern ihrer duftenden Würstchen und knusprigen Brötchen. Alle weiteren Erfrischungen konnten die Gäste im Gemeinschaftsraum genießen.

Auch wenn der Regen nur kurze Pausen machte, vergnügten sich die Kinder auf dem Gelände hinter dem Stephanus-Zentrum im fröhlichen Spiel.

Was wird vom Sternewandern übrigbleiben? Martina Vogt: „Ab den ersten Minuten miteinander war es deutlich. Unsere Arbeitsbereiche arbeiten zwar unter demselben Vorzeichen; aber die Aktiven Burscheids und Wermelskirchens haben selten Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen und sich privat sowie fachsachlich auszutauschen. Dieser Tag bringt uns ein gutes Stück näher.“

Auch die Kinder hatten den Ausflug begrüßt. Da wurden ihnen die zurückgelegten fünf bis sechs Kilometer zu Fuß kaum bewusst. Klara Floer hat da zusammen mit ihrem Papa sogar schon respektablere 18 Kilometer geschafft. Der jüngste Wanderer hielt ebenfalls sehr tapfer durch.

Der dreieinhalbjährige Max Klossok kam ohne Probleme in Neuenhaus auf eigenen Füßen an – und ohne den Wunsch, den Rest auf Vaters Schultern zu reiten. Ausgeruht und gestärkt nahmen um 14 Uhr dann alle im Kirchsaal Platz.

Reiner Vallo (40) ist seit einem Jahr Organist in St. Michael und er begleitete den Gottesdienst musikalisch. Zum Thema „Verantwortung für die Schöpfung“ berichteten Laien-Predigerin Heike Vetsch und Benjamin Floer über die aktuelle Situation von Miserior, dem katholischen Hilfswerk für Menschen in Not. Auch die gedankliche Anlehnung einer gradlinigen Wegführung fand ihren Aufhänger an der Sternwanderung entlang der Bahntrasse. Für den Heimweg vom Treffzentrum durften die Füße wieder ihr motorisiertes Gefährt nutzen.

Premiere: Es war die erste Sternwanderung überhaupt, erklärte Martina Vogt.

Planung: Die Organisation und das Programm von Sternenweg Wermelskirchen - Burscheid „Wir gehen aufeinander zu“ lag komplett in den Händen der Gemeindeglieder der katholischen Gemeinden Burscheid und Wermelskirchen.

Persönlich: Und: Die Absicht zum persönlichen Kennenlernen der Mitarbeiter in den parallelen Arbeitsgruppen, hat guten Erfolg gezeigt, wie hinterher alle befanden.

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