Die Kinderkunsttage werden zum 22. Mal veranstaltet

Im Hof ist eine Gruppe Kinder gerade dabei, ihre Leinwände Blau zu bemalen. Darauf sollen später Unterwassertiere zu sehen sein. Foto: Susanne Koch
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Im Hof ist eine Gruppe Kinder gerade dabei, ihre Leinwände Blau zu bemalen. Darauf sollen später Unterwassertiere zu sehen sein.

Zum Abschluss präsentieren die jungen Künstler ihre Werke im Gemeindehaus Dhünnweg

Von Susanne Koch

Es geht um Kunst. Um Kinderkunst, um es genau zu sagen. Aber eine, die manch einen der ehemaligen Teilnehmer bis heute nicht mehr loslässt. „Ich war früher selber als Teilnehmerin bei den Kinderkunsttagen dabei“, sagt Kathrin Jakob. „Und ich fand die Zeit aufregend, spannend und inspirierend.“ Heute ist sie Teamerin. „Zum Glück konnte ich mir Zeit freischaufeln“, sagt sie. Sie arbeitet inzwischen als Kunstlehrerin in Aachen und lebt mit ihrer Familie in Belgien.

30 Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 13 Jahren sind seit Dienstag eifrig dabei, sich mit Kunst auseinander zu setzen und selber Kunst zu schaffen. „Morgens, wenn die Kinder da sind, setzen wir uns erst einmal alle in einen Stuhlkreis“, sagt die Leiterin Anke Theron-Schirmer. „Und dann stellen wir ihnen einen Künstler oder eine Künstlerin vor.“ In dieser Woche waren das Rosina Wachtmeister mit ihren farbenfrohen Katzen, der Popart-Künstler Keith Haring mit seinen modernen Gemälden sowie Yayori Kusama, eine japanische Künstlerin, die durch ihre Punkt-Bilder berühmt wurde. Ähnlich wie die japanische Künstlerin gestaltet die Gruppe heute Bäume im Vorgarten mit bepunkteten Tüchern. „Das wird sicher sehr schön für uns und fällt dann auch den vorbeifahrenden Autofahrerinnen und Autofahrern auf.“

Bereits zum 22. Mal werden die Kinderkunsttage in den Osterferien durchgeführt. „Mich unterstützen dieses Mal acht Teamer“, sagt Anke Theron-Schirmer. Die Pädagogin ist ganz in ihrem Element. Und dass ihr Kunst auch persönlich sehr viel bedeutet, sieht man an der Vielzahl der Kunstbilder auf ihrem Handy.

Überall im Evangelischen Gemeindehaus Hilgen haben sich nach der Mittagspause Gruppen von Kindern breit gemacht. In der Kirche sind Mädchen dabei, große Papierblumen nach vorher gepflückten Originalen zu fertigen. Auf dem Altar stehen schon fertige Arbeiten, Eierbecher, die zu neuen Welten geformt, bemalt und bestückt wurden, Erdtrabanten, die von den Kindern mit neuem Leben gefüllt wurden, mit Schmetterlingen, mit Friedensymbolen, aber auch mit ganz viel Grün. „In einer anderen Ecke stehen Bilder, die Max-Ernst-Werken nachempfunden wurden“, sagt Anke Theron-Schirmer. „Oder die Lampen, die von den kleinen Künstlern, neu umgestaltet wurden.“ Sie freue sich schon riesig auf die Vernissage, die am Samstag, ab 18 Uhr, im Gemeindehaus Dünweg eröffnet wird. „Die Eltern werden kommen, Nachbarn und Freunde, es ist aber offen für jeden, der interessiert ist“, sagt Theron-Schirmer.

Die Kinderkunsttage brauchen immer ein größeres Budget

Sie würde die Kinderkunsttage am liebsten noch öfter als einmal im Jahr durchführen. „Den Bedarf gibt es“, sagt sie. „Aber die Finanzen sprechen dagegen.“ Neben dem Geld, das sie von den Eltern für jedes Kind bekommt, nämlich 70 Euro, bekomme sie regelmäßig 3000 Euro vom Förderverein der Kinder- und Jugendarbeit. „Ich muss mir aber auch noch von anderer Stelle, wie etwa der Kreissparkasse, Spenden besorgen“, sagt die Pädagogin. „Insofern bin ich viel dafür auch in Unternehmen unterwegs, um die Kinderkunsttage ans Laufen zu bekommen.“

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