Die Industrie soll Innovationstreiber bleiben

Dirk Runge ist kommissarischer Bürgermeister in Burscheid. Er hat sich dem Gremium vorgestellt. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Dirk Runge ist kommissarischer Bürgermeister in Burscheid. Er hat sich dem Gremium vorgestellt. Archivfoto: Nadja Lehmann

Mitglieder des Wirtschaftsgremiums Burscheid tauschten sich über Nachhaltigkeit aus

-kc- Die Mitglieder des Wirtschaftsgremiums Burscheid/Odenthal der IHK Köln haben sich in ihrer jüngsten virtuellen Sitzung über Nachhaltigkeitsstrategien ausgetauscht und den verstorbenen Burscheider Bürgermeister Stefan Caplan gewürdigt. „Wir haben Bürgermeister Caplan und seine zupackende Art überaus geschätzt und bedauern seinen überraschenden Tod sehr. Er hat sich in seiner Amtszeit um die heimische Wirtschaft verdient gemacht“, sagte der Gremiumsvorsitzende Maryo Fietz, Geschäftsführer der Fietz Kunststofftechnik GmbH in Burscheid. In der Sitzung stellte sich auch Dirk Runge den Mitgliedern des Gremiums vor. Der Fachbereichsleiter fungiert als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Im Anschluss gaben Maryo Fietz und Michael Hedderich, Vice President Rings & Liners und General Manager der Federal-Mogul Burscheid GmbH, Einblick in die jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Unternehmen. „Der sparsame Einsatz von Ressourcen schont nicht nur die Umwelt, sondern lohnt sich auch finanziell“, sagte Fietz. „Durch unsere neue Photovoltaik-Anlage auf der Produktions- und Lagerhalle, mit der wir tagsüber fast die Hälfte unseres Strombedarfs decken können, konnten wir seit Mai bereits 170 Tonnen CO2 einsparen.“ Von den 14 installierten Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sind zudem vier öffentlich zugänglich.

Daneben hat das Unternehmen in eine neue Heizungsanlage investiert, das Dach eines Verwaltungsgebäudes begrünt und 20 Bienenvölker angesiedelt.

Bei Federal-Mogul ist die Strategie der US-amerikanischen Muttergesellschaft deutlich zu erkennen. So wurde dort bereits früh die unternehmerische Verantwortung – Corporate Social Responsibility – explizit in der Strategie des Unternehmens verankert. Diese umfasst neben vielen umweltschonenden Maßnahmen auch das Wohlergehen der Beschäftigten und ethisch-moralische Grundsätze.

Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln appellierte daher an die Unternehmerinnen und Unternehmer, sich unabhängig von der Unternehmensgröße der Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen zu widmen. „Die Energiewende wird nur gelingen, wenn die Wirtschaft – und hier vor allem die Industrie – der Innovationstreiber bleibt. Dafür müssen die Klimaanpassungsziele in die jeweilige Unternehmenskultur einfließen.“

Trotz des corona-geprägten Jahres 2020 mit Kurzarbeit und verhaltenen Neueinstellungen schlägt der Fachkräftemangel bei vielen Unternehmen aktuell wieder vehement zu. „Wir benötigen dringend ein Einwanderungsgesetz, um den Mehrbedarf an Arbeitskräften auszugleichen“, fordert Fietz. „Nur so können wir unseren Standard erhalten.“

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