Beratung

Die Herausforderungen sind größer geworden

Beate Feldes ist Diplom-Psychologin und leitet die Erziehungsberatungsstelle.
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Beate Feldes ist Diplom-Psychologin und leitet die Erziehungsberatungsstelle.
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Die Erziehungsberatungsstelle der Diakonie ist seit sechs Jahren in Burscheid.

Von Susanne Koch

Burscheid. Die Erziehungsberatungsstelle in Burscheid der Diakonie hat im Haus der Kirche vor sechs Jahren mit seiner Arbeit angefangen. „Wir sind hier sehr gut angekommen“, sagt Diplom-Psychologin Beate Feldes, die die Einrichtung leitet. „Und vor allem werden wir hier sehr gut angenommen.“

Noch können Beate Feldes und ihr Kollege Markus Körner die Anfragen von Eltern, Paaren, aber auch zunehmend von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bewältigen. „Aber die Anfragen nach Unterstützung werden mehr“, sagt Beate Feldes. „Im Schnitt sind es fünf bis zehn Beratungsstunden, die wir mit unseren Klienten verabreden. Es gibt aber auch Fälle, da kümmern wir uns anderthalb Jahre um eine Familie.“ Zunehmend kämen Menschen durch Mund-zu-Mund-Propaganda in die Erziehungsberatungsstelle. „Wir sind aber auch gut in Burscheid vernetzt, haben Kontakt zu anderen Beratungsstellen und Trägern.“

Eltern möchten Hilfe im Umgang mit ihren Kindern bekommen.

Beate Feldes, Leiterin der Erziehungsberatungsstelle in Burscheid

Die Corona-Pandemie, hier vor allem die Lockdowns, hätten vieles sichtbar gemacht, was schon in den Familien an Konfliktsituationen schlummerte. „Es sind Probleme im Freundeskreis der Kinder, Ängste, die sich verstärkt haben“, sagt die Diplom-Psychologin. „Eines der Themen, wofür wir zunehmend aufgesucht werden, ist, wenn Eltern sich trennen oder scheiden lassen wollen. Sie möchten Hilfe im Umgang mit ihren Kindern bekommen, wann und wie sie es ihnen sagen sollen, wie man sich so verhält, dass die Kinder möglichst keinen Schaden davon nehmen.“

Beate Feldes beobachtet, dass die Herausforderungen an Eltern, aber auch an die Kinder und Jugendlichen größer geworden sind. „Studien besagen, dass Kinder und Jugendlicher sich zunehmend auffälliger verhalten, weil die Belastungen in den Familien größer geworden sind“, sagt die Diplom-Psychologin. „Wir finden es ganz wichtig, dass wir so früh wie möglich aufgesucht werden. Nicht erst, wenn sich beispielsweise Verhaltensweisen bei Kindern schon fest eingeschlichen haben.“ Das sei für alle Situationen richtig, und es helfe ungemein weiter.

Beate Feldes und ihr Kollege sind immer noch fest im Team der Erziehungsberatungsstelle der Stadt Leverkusen vom Diakonischen Werk verankert. „Dort bekommen wir auch Fallsupervision“, sagt sie. „Wir beide bekommen aber auch externe Supervision. Das ist sehr hilfreich, und das brauchen wir auch, um unsere Fälle gut verarbeiten zu können.“

Die Erziehungsberatungsstelle ist da für alle Familien, für die Sorgeberechtigten, die Kinder, aber auch für Jugendliche und junge Erwachsene. „Ganz wichtig ist, dass wir zur Verschwiegenheit verpflichtet sind“, sagt Beate Felders. „Jede und jeder, der zu uns kommt, kann sicher sein, dass alles hier in unseren Räumen bleibt. Nur wenn wir es mit den Eltern vorher absprechen, können wir uns beispielsweise mit den Erzieherinnen einer Kindertagesstätte oder den Lehrern einer Schule in Verbindung setzen.“

Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich, unabhängig, konfessionsübergreifend, zeitnah, gut zu erreichen und flexibel in der Terminvergabe. „Wenn Eltern tagsüber nicht können, dann verabreden wir auch einen Abendtermin“, sagt Beate Felders. Wichtig sei auch, dass Eltern sich an die Erziehungsberatungsstelle wenden können, wenn sie Konflikte untereinander haben. Denn das wirke sich ja auf jeden Fall in der Familie aus. „Deshalb steht auch Paarberatung bei uns auf der Agenda.“

Heute besteht die Tendenz, sich eher Hilfe zu holen

Zunehmend kämen auch Jugendliche und junge Erwachsene in die Erziehungsberatungsstelle, um sich helfen zu lassen. Die kämmen wegen vielfältiger Probleme, sei es in Der Schule, mit den Eltern oder im Freundeskreis. „Zum Glück gibt es heute die Tendenz sich auch Hilfe zu holen, wenn sie gebraucht wird“, sagt die Diplom-Psychologin. „Das war vor Jahren noch anders.“

Kontakt

Erziehungsberatungsstelle Burscheid, Auf dem Schulenberg 8, 51399 Burscheid, Tel: (0 21 74) 89 66 170. Zur Terminvereinbarung erreichen Sie die Erziehungsberatungsstelle in der Regel telefonisch montags bis freitags von 12 bis 13 Uhr. Sollte niemand ans Telefon gehen, sprechen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf den AB. Sie werden so schnell wie möglich zurückgerufen. Einen ersten Beratungstermin erhalten Sie innerhalb von 14 Tagen.

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