Die große Silvesterparty muss dieses Mal ausfallen

Das war einmal. Tiere, so wissen es ihre Halter, werden Feuerwerk und Knallerei kaum vermissen. Silvester wird dieses Jahr deutlich ruhiger zugehen. Archivfoto: Uli Preuss
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Das war einmal. Tiere, so wissen es ihre Halter, werden Feuerwerk und Knallerei kaum vermissen. Silvester wird dieses Jahr deutlich ruhiger zugehen. Archivfoto: Uli Preuss

Der Jahreswechsel im Zeichen der Pandemie

Von Stephan Eppinger

Auch in diesem Jahr müssen die Menschen Silvester unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie begehen. Vor allem die neue Omikron-Variante bereitet den Experten große Sorgen, da sie eine Phase trifft, in der die Kliniken und ihr Personal auch weiter an der absoluten Belastungsgrenze arbeiten. Daher muss auch in diesem Jahr die große Party zum Jahreswechsel ausfallen.

Für Silvester gelten in Burscheid und der Region die folgenden Regeln: In der neuen Landesverordnung ist speziell geregelt, dass zum Jahreswechsel öffentlich veranstaltete Feuerwerke sowie jede Verwendung von Pyrotechnik auf publikumsträchtigen Plätzen und Straßen untersagt sind. Mit seiner aktuellen Verordnung hat der Bundestag zudem ein Feuerwerkverkaufsverbot beschlossen, das am 18. Dezember in Kraft getreten ist. Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk wird generell dringend abgeraten.

Feuerwerkskörper sorgten immer wieder für schwere Verletzungen

Hintergrund der Regelung ist, dass es im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern zum Jahreswechsel in der Vergangenheit immer wieder zu vielen, teils schweren Verletzungen kam. Es ist daher laut Verordnung geboten, angesichts der hohen Infektionszahlen auch in diesem Jahr eine weitere Belastung des Gesundheitssystems durch Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerk zu verhindern.

Von der gesetzlichen Möglichkeit, die Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen zu untersagen, falls ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind, macht das Burscheider Ordnungsamt auch in diesem Jahr keinen Gebrauch. „Aus meiner Sicht ist dies derzeit nicht notwendig. Der Marktplatz und auch der Raiffeisenplatz in Hilgen liegen jeweils in der Nähe einer Kirche und von Fachwerkhäusern. An solchen Stellen ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ohnehin untersagt“, erklärt Ordnungsamtsleiter Marco Fuss. Anders ist das in den benachbarten Großstädten wie Köln oder Düsseldorf, wo es in weiten Teilen der Alt- beziehungsweise Innenstadt zwischen Silvester, ab 20 Uhr, und Neujahr, bis 3 Uhr, verboten ist, Feuerwerk abzubrennen.

Das gilt für typisches Silvesterfeuerwerk für Erwachsene, wie zum Beispiel Raketen, Böller und Feuerwerksbatterien. Erlaubt bleibt dagegen sogenanntes Jugendfeuerwerk, wie etwa Wunderkerzen und Bodenfeuerwirbel, Feuerwerkskörper, die ganzjährig und an Personen ab zwölf Jahren abgegeben werden dürfen.

Größere Menschenansammlungen sind an Plätzen wie der Düsseldorfer Altstadt untersagt. In Köln gilt die Regelung zum Beispiel ebenfalls in der Altstadt, am linksrheinischen sowie am Deutzer Rheinufer, am Hohenzollernring und auf den Rheinbrücken sowie an weiteren von der Stadt festgelegten Orten.

Wer nicht auf den Silvesterbrauch verzichten will und noch Knaller und Raketen vorrätig hat, sollte in jedem Fall beachten, dass diese nur in deutlichem Abstand zu Zuschauern oder Fahrzeugen gezündet werden. Auch ist darauf zu achten, dass Raketen nicht auf Balkonen, Terrassen oder Schuppen landen, auf denen möglicherweise brennbare Gegenstände gelagert sind. Absolut verboten ist eine gezielte Ausrichtung von Feuerwerk auf Menschen, Tiere und Gebäude. Auch in der Nähe von brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen wie Kirchen, Kinder- und Altenheimen, Tankstellen sowie Reet- und Fachwerkhäusern muss unbedingt auf Feuerwerk verzichtet werden. Dort gelten entsprechende Verbote. Von nicht in Deutschland zugelassenen oder selbst gebauten Feuerwerkskörpern ist laut Stadt außerdem dringend abzuraten.

Die aktualisierte Corona-Schutzverordnung sieht generell seit 28. Dezember Kontaktbeschränkungen auch für immunisierte Personen vor. So sind beispielsweise für private Zusammenkünfte im Innen- und im Außenraum höchstens zehn Personen ohne Beschränkung der Zahl der Hausstände erlaubt, wobei Kinder bis einschließlich 13 Jahren hiervon ausgenommen sind. Darüber hinaus sollten aber auch in kleinem Kreis die bekannten „AHA-Regeln“ wie Maske und Abstand beachtet werden, um ein erhöhtes Ansteckungsrisiko auszuschließen.

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