Die ersten Pollen sind bereits unterwegs

Hatschi! Und die Nase läuft. Wer unter Heuschnupfen leidet, hat es im Frühling nicht leicht. Foto: Adobe Stock
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Hatschi! Und die Nase läuft. Wer unter Heuschnupfen leidet, hat es im Frühling nicht leicht.

Apotheker im Rheinisch-Bergischen Kreis geben Tipps gegen Heuschnupfen

Von Nadja Lehmann

Auf Allergiker kommen nun wieder schwere Zeiten zu. Bei den aktuell steigenden Temperaturen sind bereits Hasel- und Erlenpollen in der Luft. Die Birkenpollen werden in Kürze folgen. Für viele Heuschnupfenpatienten beginnt ein monatelanges Leiden mit Niesreiz, Fließschnupfen und Augenjucken. Die Apotheker im Rheinisch-Bergischen Kreis beraten auch in diesem Jahr wieder alle Betroffenen, wie sie sich optimal auf die aktuelle Allergiesaison vorbereiten können.

Bei Patienten, die erstmals mit ungeklärten Schnupfensymptomen in die Apotheke kommen, unterstützt das pharmazeutische Personal bei der Abklärung, ob vielleicht eine Corona-Infektion hinter den Symptomen steckt. Dann ist Rücksprache mit einem Arzt erforderlich. Wer schon länger von Heuschnupfen betroffen ist, weiß, wie er sich äußert: Fließschnupfen, verstopfte Nase, Niesen und Augenjucken. Manchmal kommen Husten, Müdigkeit und Kurzatmigkeit hinzu. Vor allem, wenn man zum ersten Mal auf Pollen reagiert und nicht mit den Beschwerden rechnet, stellt sich die Frage, ob es sich um eine Allergie oder eine Corona-Infektion handelt.

„Ganz klare Unterscheidungsmerkmale sind vor allem auftretendes Fieber und Gliederschmerzen, die nicht für eine saisonale Allergie sprechen“, erklärt Rudolf Pick, Pressesprecher der Apotheker im Rheinisch-Bergischen Kreis, ebenso wie ein plötzlich auftretender Geruchs- oder Geschmacksverlust. Bei Covid-19 kann es zu Schmerzen von Muskeln, Gelenken, Hals und Kopf kommen. Manchmal auch zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. All diese Symptome treten nicht bei einer saisonalen Allergie auf. Wer unsicher ist, sollte sich telefonisch an den Hausarzt wenden oder bei Verdacht auf Covid-19 die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wählen: 116 117.

Die Apotheker im Rheinisch-Bergischen Kreis raten Allergikern dazu, sich rechtzeitig auf die aktuelle Saison vorzubereiten und den professionellen Rat in der Apotheke einzuholen. Allergiker sollten dafür sorgen, dass Mittel greifbar sind, die im Akutfall helfen. „Dazu gehören insbesondere sogenannte Antihistaminika, die es in Apotheken in Form von Tabletten, als Nasensprays und Augentropfen gibt. Sie bremsen den körpereigenen Botenstoff Histamin, der die allergischen Symptome entscheidend mit auslöst“, erklärt Apotheker Rudolf Pick.

Wichtig: Einige Mittel brauchen zehn bis 14 Tage, bis sich ihre Wirkung voll entfaltet. Mit dem Einsatz dieser Präparate sollte deshalb rechtzeitig begonnen werden. Mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Einschränkung des Reaktionsvermögens, insbesondere beim Autofahren, sind zu berücksichtigen.

„Wir beraten unsere Patienten dazu am liebsten individuell. Denn jeder ist unterschiedlich betroffen. Nur im persönlichen Beratungsgespräch können wir gezielt klären, welche Maßnahme im Einzelfall am besten geeignet ist und welche Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten können“, betont Pick. Bei einer Verschlimmerung oder Veränderung der Symptome sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Auch die beste Therapie gegen Heuschnupfen kann allerdings nicht vor einem sogenannten „Etagenwechsel“ schützen. Die Allergie wandert dann von den Augen über die oberen Atemwege in die Lunge und Bronchien und löst dort Asthma aus. Wer dieses Risiko so weit wie möglich ausschließen möchte, sollte sich bei seinem Arzt nach einer spezifischen Immuntherapie (SIT) erkundigen. Bei der SIT bekommt der Patient etwa drei Jahre lang Allergieauslöser als Tabletten oder in Form von Spritzen unter die Haut. Ziel ist es, dass sich das Immunsystem langsam an die Pollen gewöhnt und am Ende nicht mehr allergisch reagiert.

Auch vorbeugend kann man einiges gegen die Pollen tun. Allergiker sollten Kleidung nicht im Schlafzimmer wechseln. So vermeidet man, dass an der Wäsche haftende Pollen aufgewirbelt werden und zu nächtlichen Allergieschüben führen. Wer möglichst unbelastet von Pollen ins Bett gehen möchte, sollte abends die Haare waschen, damit an den Haaren haftende Pollen die Allergie nicht im Bett verstärken.

„Eine qualifizierte Gesundheitsberatung und weitere Tipps und Tricks gegen Pollen gibt es in der Apotheke vor Ort.“

Rudolf Pick, Sprecher der Apotheker im Kreis Rhein-Berg

Es ist außerdem ratsam, die Wohnung nur in den Zeiten zu lüften, wenn möglichst wenige Pollen fliegen: In Städten sollten die Fenster daher am besten in den frühen Morgenstunden geöffnet werden, auf dem Land hingegen am späten Abend. Nach einem Regenschauer ist die Luft besonders rein, da feuchte Pollen schlechter fliegen können.

„Eine qualifizierte Gesundheitsberatung sowie weitere Tipps und Tricks zum Thema Pollen gibt es in der Apotheke vor Ort“, sagt Rudolf Pick.

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