„Die Digitalisierung muss forciert werden“

Auch die SPD traf sich zur Bürgermeisterkandidaten-Aufstellung im Hotel-Restaurant Zur Heide in Hilgen. Dirk Runge stellte sich vor. Foto: Doro Siewert
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Auch die SPD traf sich zur Bürgermeisterkandidaten-Aufstellung im Hotel-Restaurant Zur Heide in Hilgen. Dirk Runge stellte sich vor.

Auch die Burscheider SPD wählt Dirk Runge zum Bürgermeisterkandidaten

Von Peter Klohs

Einen Tag nach den Burscheider Christdemokraten fand sich an gleicher Stelle in den Räumen des Hotel-Restaurants Zur Heide der Ortsverein der SPD zusammen, um den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Dirk Runge zu bestätigen. Im Vorfeld der Wahl machte der Fraktionsvorsitzende der SPD im Burscheider Stadtrat, Klaus Becker, deutlich, dass er es als überaus befremdlich ansehe, dass es nur drei Versammlungen dieser Art in Burscheid gegeben habe. „Wir sind sechs Parteien und Organisationen in der Stadt“, sagte Becker vehement. „Dazu gehören auch die FDP und die Grünen. Dass die keine Versammlung auf die Beine stellen konnten, ist schon ein Armutszeugnis.“

„Es hat überhaupt keinen Sinn, über seine Verhältnisse zu leben.“

Dirk Runge, Kandidat

Er selbst, so Becker, habe unmittelbar nach dem tragischen Tod von Stefan Caplan das Gespräch mit den Vorsitzenden der anderen in Burscheid tätigen Parteien gesucht und den gemeinsamen Kandidaten Dirk Runge ins Gespräch gebracht. Dieser stellte sich den 21 wahlberechtigten Mitgliedern vor.

Zunächst habe er, so Runge, die mittlere Beamtenlaufbahn einschlagen wollen, „aber wir Widder suchen immer neue Aufgaben und sind sehr zielstrebig.“ Also holte er sein Abitur in der Abendschule nach und ging in den gehobenen Dienst. Runge kokettierte mit den Stärken seines Sternbildes, verschwieg jedoch nicht dessen Schwächen: „Die Widder können schon mal ungeduldig werden“, sagte er, „und hier und da auch richtig aus der Haut fahren. Dann ist aber im Vorfeld schon Vieles schief gelaufen oder es geht ungerecht zu.“ Auch bei den Sozialdemokraten ging Runge auf die diversen Themen ein, die seine Arbeit in den kommenden Jahren prägen sollen: Eine solide und verantwortungsvolle Finanzpolitik steht für den Sozialdezernenten an erster Stelle. „Es hat überhaupt keinen Sinn, über seine Verhältnisse zu leben“, befand Runge. Die Digitalisierung müsse forciert werden, so der Kandidat. „Was fehlt, sind Glasfaserkabel.“ Auch stehe die Modernisierung der Schulsportanlage Im Hagen auf seiner Agenda.

Klaus Becker warb vor der Wahl noch einmal für den Kandidaten. „Dirk Runge ist ein absolut zuverlässiger Mensch“, sagte er und nannte die Gegebenheit eines gemeinsamen Kandidaten „neu und einmalig“. Da die Formalitäten, die eine solche Wahl mit sich bringt (Wahl eines Schriftführers, eines Mandatprüfers, der Stimmenauszähler) bereits im Vorfeld erledigt worden waren, konnte die Wahl zügig durchgeführt werden. Es ergaben sich 20 Stimmen für Dirk Runge bei einer Enthaltung.  „Ich werde sehr kurzfristig den Leiter des Bürgerbüros, Holger Wilke, aufsuchen und mitteilen, dass die Wahlen beendet sind“, sagte Klaus Becker erfreut. „Wir haben also einen gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Burscheid. Ein gutes Zeichen.“

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