Derzeit ist es zu nass und zu kalt, um im Garten zu sein

Davon träumen die Hobby-Gärtner derzeit noch: Denn das geliebte Grün muss noch auf sie warten. Die Witterung steht noch allen Aktivitäten im Weg. Archivfoto: Valeria Schulte-Niermann
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Davon träumen die Hobby-Gärtner derzeit noch: Denn das geliebte Grün muss noch auf sie warten. Die Witterung steht noch allen Aktivitäten im Weg. Archivfoto: Valeria Schulte-Niermann

Der Vorsitzende Erich Seemann wartet im Kleingartenverein Griesberg auf besseres Wetter

Von Susanne Koch

Erich Seemann muss auf die Frage, wie sich die Kleingärtner jetzt auf den Frühling vorbereiten, lachen. „Gar nicht, dazu ist es viel zu feucht und das Wetter zu schlecht, und es ist zu kalt“, sagt der Vorsitzende des Kleingartenvereins Griesberg. „Obwohl gestern sogar die Sonne geschienen hat, aber heute ist es schon wieder viel zu nass.“

Er wartet ungeduldig darauf, wieder im Garten arbeiten zu können. „Zu früh anfangen, macht aber auch keinen Sinn“, erzählt er. „Vor Jahren habe ich einmal viel zu früh Möhren eingesät, die sind hinterher ganz matschig geworden.“ Erich Seemann ist seit 35 Jahren Vorsitzender des Kleingartenvereins. Er hat den Kleingarten mit anderen Kollegen auf einem freien Feld mitgegründet. Vier der Gründungsmitglieder sind noch heute dabei. „Den Vorsitz werde ich aber nur noch bis zur nächsten Wahl behalten“, sagt er. „Ich bin jetzt 77 Jahre alt, und das Amt können dann Jüngere übernehmen.“

Schneeglöckchen und Krokusse blühen in anderen Gärten

Wer durch die Gartensiedlung am Griesberg geht, entdeckt in einigen Gärten derzeit schon Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse. „Die haben wir bei uns im Garten aber nicht wachsen“, sagt Erich Seemann. „Wir haben Stauden wie beispielsweise Lavendel gepflanzt, bei uns gedeihen Rosen, wir bauen Gemüse wie Möhren, Kohlrabi, Stangenbohnen und Kartoffeln an sowie im Gewächshaus Schlangengurken und Tomaten.“ Und auch Johannisbeeren und Himbeeren kann die Familie Seemann im Sommer ernten. „Wir warten jetzt darauf, dass wir in den Garten gehen können und mit den Arbeiten beginnen“, sagt Erich Seemann.

Zu tun gibt es genug. „Aber wir warten darauf, dass es trocken wird.“ Die Corona-Pandemie habe das Leben im Kleingarten sehr verändert“, sagt der Vorsitzende. „Ich hoffe, dass sich die Inzidenzen bald so herunterbewegt haben, dass wir uns wieder im Vorstand treffen können.“ Es sei bald mal wieder Zeit. Und außerdem müssten die allgemeinen Arbeiten in der Anlage gemacht werden, die Wege und der Parkplatz müssten gesäubert werden, ebenso bräuchten die Hecken regelmäßig einen Schnitt. Einen Garten frei hat der Kleingartenverein gerade nicht. „Gerade durch Corona hatten wir eine große Nachfrage, alle unsere Parzellen sind vermietet“, sagt Erich Seemann, „auf Jahre.“ Und niemand gebe derzeit einen Garten auf. Die einzelnen Parzellen sind 300 Quadratmeter groß und bieten somit jede Menge Platz, auch für Selbstversorger. Gegründet wurde die Gartenanlage 1978. „Das Interesse war so groß, dass wir auslosen mussten, wer eines von den 30 Grundstücken bekommt“, erinnert sich der Vorsitzende.

Im Sommer wird auf den Parzellen wieder gegrillt

Um das Gemüse einzupflanzen, müssten die Gärtner noch mindestens bis Ostern warten. „Dann kann man problemlos Kartoffeln oder Zwiebeln setzen“, sagt der erfahrene Gärtner. „Ich freue mich jetzt schon auf die wärmere Jahreszeit. Dann sind wieder alle in ihren Gärten, es wird auf den Parzellen gegrillt, und man sieht sich wieder, wenn auch immer noch mit Abstand.“

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