Der gespendete Segen hinterlässt ein warmes Gefühl

Etwa 30 kleine und große Teilnehmer machten sich mit Laternen in Dierath auf, um den Adventsweg gemeinsam zu gehen. Foto: Doro Siewert
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Etwa 30 kleine und große Teilnehmer machten sich mit Laternen in Dierath auf, um den Adventsweg gemeinsam zu gehen.

Adventsweg führte eine Gruppe mit Pfarrerin Katrin Friedel in die Natur

Von Jutta Schreiber-Lenz

Sanft leuchtete der Stern an Anouks Laternenstab, den sie beim Adventsweg in Dierath trug. Gemeinsam mit ihrer Familie führte sie damit die kleine, knapp 30-köpfige Gruppe an, die sich auf Einladung von Pfarrerin Katrin Friedel und ihrem Kinderkirchenteam an der dortigen Grundschule getroffen hatte.

Von dort ging es einen gemeinsamen „Adventsweg“ entlang, der in die Natur führte. Erwachsene, Kinder verschiedenen Alters bis zu Kinderwagen-Babys und Hunde, hatten sich eingefunden, um am Samstag vor dem vierten Advent ein wenig Sinnsuche zu betreiben und Gott buchstäblich in der Natur auf die Spur zu kommen. „Bewusst mit Rücksicht auf Jahreszeit und Wetter gehen wir diesmal allerdings mehr Asphaltwege als im Frühling, als wir im Mai den ersten Spaziergangs- Gottesdienst gemacht haben“, sagte Katrin Friedel.“ Nahezu jeder der Teilnehmer , ob Kind oder Erwachsener hatte eine eigene Laterne oder ein Windlicht dabei, um der sich schnell herabsenkenden Dunkelheit Helligkeit entgegenzusetzen.  Damit wurden sie alle zugleich zum Symbolträger des Mottos des Adventsweges: In der Dunkelheit Licht finden.

Neben einer Lesung aus dem 2. Korintherbrief, Psalm-Gebe, gab es Segensworte, Impulsgedanken, die Zusammenhalt, Optimismus, Hoffnung und Vertrauen in Gottes Liebe ausdrückten sowie mehrere Lieder: „Stern über Bethlehem“, „Tragt in die Welt nun ein Licht“ sowie „Es kommt ein Schiff geladen“ entfalteten in der nebligen Dämmerung und später Dunkelheit eine besondere berührende Wirkung. Ins-besondere weil zwischen-durch die mitgebrachten Kerzenlichter ganz erloschen und es eine Weile galt, die Finsternis auszuhalten.

„Corona hat uns neue Wege suchen und finden lassen.“

Katrin Friedel, Pfarrerin

Für die Kinder war das ein spannendes Erlebnis und die Freude über die sieben Kerzen, die danach der Reihe nach wieder entzündet wurde, durch und durch echt. Der zuvor gelesene Satz: „Gott steht für Hoffnung, die im Dunkeln Trotzdem sagt“, wurde damit plastisch und erfahrbar.

Gabi Coen mit ihrer Gitarre und Elisa Hess mit ihrer Mandoline sorgten für instrumentale Begleitung beim Singen durch die vorgeschriebene FFP2-Maske. So wie die gesamte Veranstaltung strikt nach geltender Corona-Verordnung durchbuchstabiert war: Obwohl ausschließlich im Freien, wurde der vollständige Impfschutz der Teilnehmer geprüft und akribisch auf Abstände zueinander geachtet.

„Corona hat uns neue Wege suchen und finden lassen, miteinander Gottesdienst zu feiern und Gemeinschaft erleben zu lassen“, erklärt Katrin Friedel diesen besonderen Spaziergang. Denn schließlich mussten selbst die beliebten Scheunen-Gottesdienste ausfallen: zu viele Menschen in einem Innenraum. Am Schluss sprachen sich die Teilnehmer gegenseitig den Segen in drei Gruppen zu. Er wärmte von innen – und entschädigte dafür, dass trotz Regenjacke und Gummistiefel die feuchte Nässe während der gut anderthalb stündigen Runde inzwischen spürbar und unangenehm geworden war.

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