Ausschuss

Der Dierather Löschzug braucht deutlich mehr Platz

Das Feuerwehrhaus in Dierath gilt als zu klein. Ein Neubau an neuem Standort soll Abhilfe schaffen.
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Das Feuerwehrhaus in Dierath gilt als zu klein. Ein Neubau an neuem Standort soll Abhilfe schaffen.
  • VonNadja Lehmann
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Stadtrat wird über Neubau, Standort und zu ändernden Flächennutzungsplan sprechen.

Burscheid. Im Umweltausschuss fiel kurz der Name „Dierath“, als der Beigeordnete Marc Baack berichtete, dass man am dort geplanten Neubau der Feuerwache eine Dachbegrünung vorsehe. Doch größeren Raum wird die neue Feuerwache zunächst am 17. November auf der Ratssitzung einnehmen und tat dies bereits beim Stadtentwicklungsausschuss, der die Weichen für die Änderung des Flächennutzungsplans stellte.

Es ist kein Geheimnis: Das Dierather Gebäude ist die Schwachstelle im Gefüge der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid. Die Fortschreibung des Brandschutzbedarfplans nannte als Defizite insbesondere die zu geringe Zahl an Stellplätzen für die anrückenden Kräfte sowie die Umkleideräumlichkeiten.

„Im Löschzug Dierath sind nahezu alle Einsatzkräfte unzufrieden mit dem Feuerwehrhaus. Bemängelt werden die unzureichenden Platzverhältnisse im und vor dem Feuerwehrhaus und der allgemeine sanierungsbedürftige Zustand“, heißt es im Brandschutzbedarfsplan. Es sind Mängel, die sich am aktuellen Standort nicht beheben lassen. Dort verfügt die Feuerwache nur über rund 500 Quadratmeter Grundstücksfläche.

Für den Löschzug Dierath soll es also ein neues Gerätehaus auf neuem Grundstück geben. Innerhalb des Planungsgebiets konnte die Stadt ein dementsprechendes Grundstück kaufen. Das Plangebiet befindet sich am westlichen Rand des Stadtgebiets, westlich der L 291/Nagelsbaum und umfasst eine Größe von rund 0,25 Hektar. 1700 Quadratmeter davon braucht die Feuerwehr, weitere 800 Quadratmeter die Anbindung an Verkehrsflächen.

Der Klimacheck spielt eine Rolle

Bereits Anfang 2021 beauftragte der Hauptausschuss die Verwaltung, die dafür notwendigen planungsrechtlichen Schritte einzuleiten. Ein Jahr später beschloss das Fachgremium die Vergabe der Planungsleistungen. Damit das neue Gerätehaus aber Formen annehmen kann, muss auf dem Papier einiges geändert werden. Denn der aktuell rechtskräftige Flächennutzungsplan stellt die Baufläche als „Flächen für die Landwirtschaft“ dar. Sprich: Dort kann nicht gebaut und kein Bebauungsplan entwickelt werden. Um diesen, „Bebauungsplan Nr. 112, Feuerwache Dierath/Nagelsbaum“ betitelt, aufstellen zu können, ist eine formale Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Bisher sieht der Entwurf dazu vor, den geplanten Bereich als Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung „Feuerwehr“ auszuweisen.

In der Beschlussvorlage spielt der im oberen Text beschriebene Klimacheck eine Rolle: Er macht darauf aufmerksam, dass das künftige Baugebiet bislang als landwirtschaftliche Freifläche genutzt wurde und das Vorhaben somit Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft hat.

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