Neue Wohnungen

Der Boden für die Bauarbeiten ist bereitet

Die Baufläche an der östlichen Montanusstraße ist vorbereitet. Dort werden zwei private Wohngebäude errichtet. Foto: Doro Siewert
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Die Baufläche an der östlichen Montanusstraße ist vorbereitet. Dort werden zwei private Wohngebäude errichtet.

Wohnbebauung, Vollsortimenter und Drogeriemarkt sollen für Belebung der Montanusstraße sorgen.

Von Nadja Lehmann

Das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) hatte die Marschroute vorgegeben: An der Montanusstraße sollen Wohnungen gebaut werden – im Bereich der östlichen Montanusstraße, angrenzend an die Radtrasse und das Kinder- und Jugendzentrum Megafon. Zwischen dem Rathausparkplatz und Megafon soll auf einer Fläche von 5,5 Hektar eine neue Wohnbebauung mit bis zu 25 Einheiten entstehen. Darin ist auch die Ersatzbebauung für das neben dem Alten Busbahnhof gelegene Haus, das im Zuge der Planungen für einen Drogeriemarkt abgerissen werden soll, enthalten.

Denn die Stadt plant einen großen Wurf. Das Ziel: die Montanusstraße zu beleben und zu einem innenstadtnahen Zentrum zu machen. „Bestandteil des vom Rat der Stadt Burscheid beschlossenen „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts Burscheid 2025“ ist die Attraktivierung des Zentrums durch Ansiedlung von neuen Einzelhandelsangeboten in integrierter Lage an der Montanusstraße. Hierdurch soll Kaufkraft in das Zentrum zurückgeholt und langfristig gebunden werden“: So listet es der Bebauungsplan Östliche Montanusstraße auf.

Für Belebung soll unter anderem ein von den Burscheidern schmerzlich vermisster Drogeriemarkt sorgen. Nach der Schlecker-Pleite hatte sich insbesondere dort eine Lücke aufgetan. Es sind Pläne, die nicht ganz neu sind. Bereits 2013 diskutierte der Stadtentwicklungsausschuss über die Ansiedlung von Einzelhandel – in Form von Vollsortimenter und Drogeriemarkt. Ein Knackpunkt hatte das lange vereitelt: ein auf dem ausgeguckten Grundstück gelegenes Wohnhaus mit Mietparteien, für die eine Lösung in Form eines Neubaus gefunden werden musste. Formal den Weg frei gemacht hatte Ende Juni der Hauptausschuss: Er hatte in Corona-Zeiten quasi die Rolle des Stadtrats übernommen und in nicht-öffentlicher Sitzung die Ausschreibung für den neuen Einzelhandelsstandort an der Montanusstraße einstimmig beschlossen. Tätig werden soll dort, so wollen es Verwaltung und Politiker, ein Investor.

„Bei der Baumaß-nahme werden Synergien genutzt.“

Renate Bergfelder-Weiss, Stadtsprecherin

Nun sind die Vorbereitungen angelaufen, sind die Erdbewegungen im hinteren Bereich der Montanusstraße deutliches Anzeichen für die anstehenden Veränderungen. Bereits Ende vergangenen Jahres war dort das Baufeld gerodet worden; wo sich vorher ein wild bewachsener Grünstreifen befunden hatte, ist nun der Boden für die Bauarbeiten planiert und bereitet.

Das Gesamtkonzept des IEHK sieht für diesen Bereich die Errichtung von innenstadtnaher Wohnbebauung vor. Insgesamt werden auf der Freifläche zwei private Wohngebäude errichtet.

Zum einen entsteht dort ein Mehrfamilienhaus. Ein weiteres Wohngebäude wird von einem Bauträger, der „Hoch³-Gruppe“ des Architekten Rolf Körschgen aus der Nachbarstadt Wermelskirchen, gebaut.

Auf seiner Homepage zeigt er den Entwurf eines zweistöckigen Gebäudes und nennt als Daten rund 700 Quadratmeter Wohnfläche und knapp 5400 Kubikmeter umbauten Raum. „In diesem Neubau entstehen eine ambulant betreute Wohngemeinschaft mit zwölf Wohneinheiten sowie sechs Mietwohnungen“, erklärt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss auf Anfrage. Für den Einzelhandelsstandort mit Wohnen und Dienstleistungen im westlichen Teil der Montanusstraße laufe derzeit eine europaweite Investoren-Ausschreibung, die voraussichtlich im Mai abgeschlossen sei, so Bergfelder-Weiss. Sie bestätigt, dass nach dem IEHK ein Vollsortimenter, ein Drogeriemarkt und weitere Nutzungen geplant seien.

Momentan wird in der Montanusstraße der marode Kanal erneuert. „Bei der Baumaßnahme werden Synergien genutzt und als vorbereitende Maßnahme für den zukünftigen Einzelhandelsstandort eine neue Trassenführung und eine Tieferlegung des neuen Kanals umgesetzt, so dass später zum Beispiel eine Tiefgarage angelegt werden kann“, erklärt Bergfelder-Weiss.

In einem weiteren Schritt müsse das Baufeld freigeräumt werden. Bergfelder-Weiss: „Dazu müssen insbesondere eine Erdgasleitung und ein Abschnitt des Radweges leicht verlegt werden.“

Hintergrund

Planung: Das Konzept nutzt ehemalige Bahnflächen an der Montanusstraße und ordnet diese neu. An einem neuen, öffentlichen Stadtplatz mit Übergang über die Montanusstraße zum Luchtenberg-Richartz-Park ist eine Bebauung mit Einzelhandel, Dienstleistungen und Wohnen vorgesehen.

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