Das Wunderbarste ist das Verteilen der Geschenke

Burscheider Weihnachtswunschbaum-Aktion im Rathaus (v. l.): Edeltraud Reininghaus, Annika Wiertz (Firma Adient) und Dirk Runge, stellvertretender Bürgermeister. Foto: Doro Siewert
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Burscheider Weihnachtswunschbaum-Aktion im Rathaus (v. l.): Edeltraud Reininghaus, Annika Wiertz (Firma Adient) und Dirk Runge, stellvertretender Bürgermeister.

Aktion Weihnachtswunschbaum läuft inzwischen seit 14 Jahren

Von Sabine Naber

Am realen Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses – und auch am digitalen in der Europazentrale von Adient an der Industriestraße – baumeln jede Menge farbige Wunschzettel. Denn weil Weihnachten nun einmal ein Fest der Geschenke ist, haben die Stadt und der Automobilzulieferer auch in diesem Jahr wieder zu ihrer Weihnachtswunschbaum-Aktion aufgerufen.

„Seit dem Start der Aktion vor 14 Jahren erfüllen wir in jedem Jahr rund 450 Wünsche. Waren es anfangs nur Kinderwünsche, kamen schnell auch Seniorinnen und Senioren dazu“, sagt Dirk Runge, der stellvertretende Bürgermeister. Mitarbeitende und natürlich auch die Bürger, können sich eine Karte abholen und Wünsche in der Größenordnung von etwa 20 Euro erfüllen.

Zusammengetragen und anonymisiert haben sie die beteiligten Organisationen, zu denen die Burscheider Kirchen, die Burscheider Tafel, die Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes, das Altenzentrum Luchtenberg-Richartz-Haus, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Diakonie-Sozialstation, die Frauen-Zimmer sowie der Seniorenbeirat zählen. „Wir sind uns alle einig, dass das Wunderbarste an der gemeinsamen Aktion das anschließende Verteilen der Geschenke ist. Für alle Beteiligten ist diese vorweihnachtliche Aktion für die sozial benachteiligten Menschen zu einer echten Herzensangelegenheit geworden“, fasst es die Koordinatorin im Rathaus, Edelgard Reininghaus zusammen. „Auch bei uns ist es inzwischen längst zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Schon nach wenigen Tagen sind die Wünsche in jedem Jahr vergeben“, erzählt Adient-Sprecherin Annika Wiertz.

Selbst Nachzügler werden berücksichtigt

Mit Blick auf die Corona-Pandemie und darauf, dass zahlreiche Mitarbeitende im Homeoffice seien, habe man schon im vergangenen Jahr die Wunschbaumaktion komplett digitalisiert. „So kann sich jeder von zu Hause aus einen Geschenkewunsch aussuchen, einkaufen gehen, das Geschenk verpacken und es in die Firma bringen“, schildert sie das Prozedere. Und es sei rührend, wie bescheiden die Wünsche seien. „Es macht schon betroffen, wenn sich ein Kind nur einen Füller wünscht“, sagt Annika Wiertz.

Und auch Edelgard Reininghaus weiß von Seniorinnen, die sich ein Glas Rollmöpse oder etwas zum Naschen wünschen. Und erzählt von Wunschkarten, auf denen Senioren Wünsche wie beispielsweise eine Flasche Rotwein, Unterhemden oder auch Rasierschaum notiert haben. „Oft werde ich beim Einkaufen schon Ende Oktober gefragt, wann es mit der Wunschbaumaktion losgeht. Das ist ein schönes Miteinander in der Stadt.“ Und selbst Nachzügler, die ihre Wünsche später äußern, oder Wunschkarten, die niemand mitgenommen hat, werden berücksichtigt.

„Am Ende werden alle Wünsche erfüllt“, heißt hier das Versprechen. Damit die Geschenke rechtzeitig zum Fest bei den Beschenkten ankommen, bitten die Organisatoren alle Teilnehmenden, die Päckchen bis spätestens Montag, 13. Dezember, im Rathaus oder an der Rezeption des Hauptgebäudes von Adient abzugeben. „Inzwischen fragen auch andere Städte aus der Umgebung bei uns nach, wie diese Wunschbaumaktion funktioniert. Darauf sind wir ein bisschen stolz“, macht Dirk Runge deutlich. Er wünscht sich auch in diesem Jahr wieder eine so große und herzliche Beteiligung von den Bürgern wie in den Vorjahren. „Es ist ein großer, logistischer Aufwand. Aber wir machen es alle gerne“, versichert er.

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