Jugendzentrum

Das Megafon plant für die Sommerferien

Megafon-Leiter Marc Munz bereitet die Sommersaison für das Haus an der Montanusstraße vor.Archivfoto: Nadja Lehmann
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Megafon-Leiter Marc Munz bereitet die Sommersaison für das Haus an der Montanusstraße vor.

Team will jungen Menschen die Natur näherbringen – auch Konzerte sollen gestreamt werden.

Von Claudia Radzwill

In der Pandemie zu planen, ist nicht leicht. Auch nicht für das Team des Kinder- und Jugendzentrums Megafon. Doch jetzt steht fest: Auch 2021 wird es in den Sommerferien ein Angebot der Stadtranderholung für Kinder geben. „Das Motto haben wir schon“, verrät Leiter Marc Munz. „Megafon goes Nature“ heißt es – und soll in der zweiten und dritten Ferienwoche Jungen und Mädchen die Natur näherbringen. Derzeit plant Munz mit Platz für fünf Kinder, die täglich von 9 bis 16 Uhr betreut werden – den derzeitigen Coronaregeln geschuldet. Vielleicht gehe im Sommer dann doch mehr, so dass man die Anzahl der Plätze erhöhen könne. Anmelden können sich Kids zwischen acht und zwölf Jahren, Anmeldestart ist Mitte Juni.

Wie das Programm im Detail aussehen wird, weiß das Megafon-Team bereits. „Wir wollen uns hauptsächlich im Freien treffen. Im Mittelpunkt wird dabei der Bau von Insektenhotels stehen“, sagt Marc Munz. Eine große Nisthilfe wird es geben, die einen festen Platz auf dem Gelände des Megafon bekommen wird. Und auch kleine Insektenhotels werden gebaut, die die Kinder dann mit nach Hause nehmen können. Außerdem werde die Gruppe sich mit der „Kräuterschnecke“ beschäftigen, die es bereits am Haus des Jugendtreffs gibt. „Langweilig wird es nicht werden“, ist sich Munz sicher. In der ersten und zweiten wie auch in der fünften und sechsten Ferienwoche setzt das Megafon-Team dann wieder auf Extra-Ferienöffnungszeiten - mit abwechselnden Freizeitangeboten. 2021 werden auch diese keine offenen Angebote sein, sondern aufgrund der Schutzmaßnahmen mit verbindlicher Anmeldung und reduzierter Besucherzahl laufen. Stand heute.

Das Megafon hatte mit Anfang der zweiten Coronawelle Mitte Dezember 2020 schließen müssen. Erst seit zwei Wochen ist an drei Tagen in der Woche wieder geöffnet. Donnerstags heißt es „Gaming digital“, freitags lockt die Kreativwerkstatt und samstags die Hörspielwerkstatt. Auch hier gilt: Nur mit Anmeldung. Die Angebote seien stets schnell ausgebucht, sagt Marc Munz.

„Das, was wir anbieten können, hat derzeit AG-Charakter“, weiß er. Die Corona-Regeln verlangen Verbindlichkeit. Eigentlich stehe die Kinder- und Jugendarbeit für niederschwellige, offene und freie Angebote. Auch einfach mal chillen im Jugendzentrum gehört in „normalen“ Zeiten dazu. All das ist jetzt nicht möglich. Nach eineinhalb Jahren Pandemie seien die Kontakte gerade zu älteren Jugendlichen auch etwas eingeschlafen.

Junge Generation soll ihre Emotionen aufzeichnen

Marc Munz ist daher derzeit viel unterwegs, versucht durch aufsuchende Arbeit die Jugend zu erreichen. Was er merkt: Je länger die Schutzmaßnahmen dauern, desto mehr Traurigkeit und Einsamkeit empfinden Kinder und Jugendliche. Das habe sich auch beim Projekt „Das größte Burscheider Bild“ gezeigt, zu dem das Kinder- und Jugendzentrum aufgerufen hatte. Die junge Generation sollte ihre Emotionen rund um die Corona-Pandemie aufzeichnen, die Leinwände stellte das Megafon – und viele machten mit. „Ich merke auch, dass bei vielen die Frustrationsgrenze gesunken ist“, sagt Munz. Auch das Spiel mit dem anderen, die Fähigkeit, aus Gesprächen, aus Gesichtern zu lesen, werde in den Monaten der Kontaktbeschränkungen ein „bisschen verlernt“. „Wirkliche Dialoge fehlen,“ erlärt er. Munz ist sicher, dass gerade die Jüngeren gewappnet seien, das später wieder zu lernen. „Aber einige werden dabei Unterstützung brauchen.“

Gut angenommen wird weiterhin das „Offene Fenster“. Montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr können am Jugendzentrum in der Montanusstraße coronagerecht Spiele ausgeliehen werden. Hier können auch ein paar Worte gewechselt werden.

Demnächst werden aus dem Megafon Konzerte gestreamt. Ein ganz neues Angebot. Die Idee wurde bereits im Sommer 2020 geboren. „Die Jugendband ,25 November’ hatte angefragt“, erzählt Munz. Spontan habe er ja gesagt. Nicht wissend, welche Vorlaufzeit und welche Voraussetzungen man für ein solches Projekt braucht. Jetzt liege man im Endspurt. „Wir arbeiten noch ein wenig am Klang und am Bild. Bald können wir starten.“

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