Pflanzen

Damit der Garten im Frühjahr super gedeiht

Sigrid Höpken und Reiner Höpken setzen Gurkenpflanzen bereits in Töpfe.
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Sigrid Höpken und Reiner Höpken setzen Gurkenpflanzen bereits in Töpfe.
  • Susanne Koch
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Gärtner Reiner Höpken gibt Tipps.

Von Susanne Koch

Burscheid. Die Sonne war in dieser Woche schon häufig zu Gast. Es wird von Tag zu Tag wärmer. Es können aber auch wieder frostige Tage kommen – bis in den April hinein, denn: April, April, der macht, was er will.“ Was können Leserinnen und Leser also jetzt schon Sinnvolles im Garten machen? Der Bergische Volksbote hat mit Reiner Höpken gesprochen, der in Burscheid eine Gärtnerei betreibt.


Rasen: Der Rasen kann jetzt gedüngt werden, um wieder eine schöne Fläche zu bekommen. Dafür ist jetzt die beste Zeit.

Zier-Gräser: Im Herbst ist kein geeigneter Zeitpunkt, Ziergräser zurückzuschneiden. Der Hauptgrund, weshalb davon abzuraten ist, ist, dass durch die abgeschnittenen Halme Nässe eindringt, nach unten fließt und im Wurzelbereich zu Fäulnis führen kann. Der geeignete Zeitpunkt, um beispielsweise Pampasgras zu schneiden, ist jetzt bis spätestens Mitte April. Am besten, Sie nehmen den Grasbusch, binden ihn mit einem Faden zusammen und schneiden das Gras rappelkurz. Dann den Boden direkt düngen, beispielsweise mit Holzspänen.

Stauden: Die Stauden im Winter stehenlassen. Bei Stauden gilt: Sie müssen jetzt in dieser Zeit zurückgeschnitten werden, die meisten am besten fast bodennah zurückschneiden. Das Blattwerk und die Triebe müssen weg. Zum Schutz – und um sie zu düngen – kann Kompost ausgebracht werden und beispielsweise mit Holzspänen gedüngt werden.

Rosen: Rosen sollen erst geschnitten werden, wenn die Forsythien blühen. „Das ist ein altes Sprichwort“, sagt Reiner Höpken, „es bewahrheitet sich aber immer wieder.“ Bei den Kletterrosen bitte nur das tote Holz herausschneiden. Die Beetrosen können relativ kurz geschnitten werden, etwa drei bis vier Augen. Es gilt, etwa zehn Zentimeter stehenzulassen. Und bei der Strauchrose die ganz dünnen Triebe herausschneiden. Damit die Strauchrose eine schöne Form erhält, sie ein bisschen rund schneiden.

Blütensträucher: Sie sollten erst nach der Blüte geschnitten werden. Allerdings sollte bei Rispen-Hortensien die weiße längliche Blüte jetzt zurückgeschnitten werden. Bis zur Hälfte zurückschneiden und anschließend den Strauch gut düngen. Die Bauernhortensie, das sind die kugelförmigen lilafarbenen und blauen Blüten, jetzt nicht schneiden, sondern im Herbst nach der Blüte. Alle paar Jahre kann ein Teil der Triebe herausgeschnitten werden, damit die Hortensie weiterhin in ihrer Form schön bleibt. Wer die Bauernhortensie komplett zurückschneidet, muss wissen, dass sie erst in zwei Jahren wieder blüht.

Obstbäume: Apfel- und Birnbäume können jetzt geschnitten werden. Die richtige Zeit ist Ende Januar bis Ende Februar. Hier sollten sich Unerfahrene aber Rat holen oder einen Obstbaumschnitt-Kurs absolvieren - oder einen Fachmann dazu anfragen.

Frühlingsblüher: Hornveilchen oder Stiefmütterchen können gepflanzt werden, ihnen macht Frost nichts aus. Ebenso können alle Zwiebelblumen wie Tulpen, Hyazinthen und Osterglocken jetzt gesetzt werden. Auch Primelchen, aber am besten unter einem Dach, da sie Regen nicht gut vertragen und die Blütenblätter dann braun werden.

Gemüse: Gemüsepflanzen wie Salat und Kohlgemüse können jetzt in kleine Töpfe gesät werden. Wenn sie groß genug sind, können sie Anfang März bedenkenlos gepflanzt werden. Tomaten und Gurken können jetzt auf der Fensterbank oder im Frühbeet vorgezogen werden, aber erst Anfang Mai pflanzen. Sellerie und Porree jetzt auf keinen Fall setzen, erst wenn im Mai die Fröste vorbei sind. Sellerie und Porree sind sonst ungenießbar.

Lebensbäume: Sie können jetzt in Form geschnitten werden. Eine Tanne auf keinen Fall schneiden. Für Hecken zu schneiden, ist es noch zu früh.


„In den Gartenbaubetrieben werden derzeit auch Zwiebelpflanzen verkauft wie Tulpen, Krokusse und Narzissen“, sagt Reiner Höpken. „Wer einen Rat braucht, sollte zum Gärtner seines Vertrauens gehen. Es ist immer sinnvoller, als einen Fehler zu machen und hinterher mit den Folgen leben zu müssen.“

Hintergrund

Die Gärtnerei Reiner Höpken ist in Burscheid in der Straße Grünscheid 18 zu finden.

Geöffnet hat sie montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr; samstags von 9 bis 16 Uhr und sonn- und feiertags von 11 bis 14 Uhr.

Weitere Infos gibt es unter Tel. (0 21 74) 6 18 53;
wordpress.gaertnerei-
hoepken.de

Die Gärtnerei wurde 1934 durch Friedrich Höpken gegründet. In den Anfangsjahren baute er Gemüse an.

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