Chorgemeinschaft und Kantorei planen Adventskonzert

Erster Auftritt nach der Pandemie: Chorgemeinschaft und Kantorei in der Evangelischen Kirche. Ein Teil des Chores steht auf der einen, der andere Teil auf der anderen Seite. Foto: Doro Siewert
+
Erster Auftritt nach der Pandemie: Chorgemeinschaft und Kantorei in der Evangelischen Kirche. Ein Teil des Chores steht auf der einen, der andere Teil auf der anderen Seite.

Erster Auftritt nach zwei Jahren im Kantatengottesdienst war ein Erfolg

Von Alexandra Dulinski

Nach zwei Jahren ohne Konzerte war die Freude groß: Am Freitag konnten die Chorgemeinschaft Burscheid 1842 und die Evangelische Kantorei erstmals wieder im Kantatengottesdienst gemeinsam vor Publikum singen. „Verlernt haben wir nichts. Es war aber wirklich mal wieder an der Zeit“, fasst Kirchenmusikdirektorin und Leiterin beider Chöre, Silke Hamburger, zusammen.

Die Proben für Dietrich Buxtehudes Stück „Alles was Ihr tut“ gestalteten sich dabei allerdings gar nicht so einfach. Denn nach dem Lockdown konnten die Chöre nur in kleinen Gruppen proben. „Ein Sportler weiß, wie man rennt. Aber wenn er es ein Jahr lang nicht macht, sind die Muskeln weg. So ist das bei Sängern auch“, erklärt Hamburger. Konditionsschwächen und Heiserkeit der Sänger waren die Folge. Mit ihren Chören musste sie sich langsam an die schwierigeren Stücke herantasten.

Durch die Abstandsregeln stehen die Sänger bei den Proben und beim Konzert weit auseinander, Sopran/Tenor und Alt/Bass trennen rund sechs Meter. „Dann hören Sie den anderen einfach nicht mehr“, erklärt Silke Hamburger. Mit vielen Übungen, besser aufeinander zu hören, hat sie dagegen gesteuert. „Ich merke, dass das gefruchtet hat“, zieht die Kirchenmusikdirektorin Bilanz. Der Gottesdienst am Freitagabend war sehr gut besucht – etwas, womit Silke Hamburger nicht unbedingt gerechnet hatte. „Die Leute sind hungrig danach“, sagt sie.

„Verlernt haben wir nichts.“

Silke Hamburger, Chorleiterin und Kirchenmusikdirektorin

Lange werden Musikbegeisterte auf weitere Konzerte nicht warten müssen. Am dritten Advent, Sonntag, den 12. Dezember, 18 Uhr, treten Chorgemeinschaft und Kantorei zusammen mit dem Deutschen Radio Kammerorchester und einigen Solisten in der Evangelischen Kirche am Markt auf. Gesungen wird Camille Saint-Saëns‘ „Oratorio de Noël“.

„Wir hoffen, nächstes Jahr ,Die Schöpfung‘ von Joesph Haydn singen zu können“, sagt Silke Hamburger. Die Proben liefen schon, das Konzert war nicht mehr fern – dann kam der Lockdown. „Das war bitter, so kurz vor knapp.“ Um „Die Schöpfung“ aufführen zu können, müsse aber erstmal alles wieder gehen – der Chor muss beieinanderstehen dürfen. Silke Hamburger braucht zudem noch einige Musiker.

Über eines freut sich die Kirchenmusikdirektorin besonders: „Der Zusammenhalt ist immens.“ Entgegen anderer Chöre hat sie keine Teilnehmer verloren. Im Gegenteil, der Chor sei gewachsen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare