Burscheids Grundschulen erhalten CO2-Ampeln

Die neue Ampel hat in Dierath schon ihren Platz bezogen. Alle drei Burscheider Grundschulen wurden ausgestattet. Foto: Stadt Burscheid
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Die neue Ampel hat in Dierath schon ihren Platz bezogen. Alle drei Burscheider Grundschulen wurden ausgestattet. Foto: Stadt Burscheid

Klassen sollen ihr Lüftungsverhalten überprüfen – Stadt hatte Geräte Mitte Oktober geordert

Von Nadja Lehmann

Bereits Mitte Oktober hatte die Stadt die Bestellung aufgegeben: CO2-Ampeln für die Burscheider Grundschulen sollten es sein. Jede Grundschule – Dierath, Ernst-Moritz-Arndt-Schule und Montanusschule sollten jeweils zwei Modelle bekommen. Das Ziel: Zwei Klassen können so parallel ihr Lüftungsverhalten kontrollieren und quasi einstudieren. Allerdings hatte schon im Oktober Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss darauf hingewiesen, dass die Ampeln so stark nachgefragt seien und die Lieferzeit so lang, dass unklar sei, wann die Geräte Burscheid erreichen. Nun aber ist es soweit.

„Alle Burscheider Grundschulen wurden jetzt mit sogenannten CO2-Ampeln ausgestattet, um zum richtigen Lüftungsverhalten in den Klassenräumen anzuhalten“, teilt Bergfelder-Weiss mit. CO2-Ampeln seien recht einfache Messgeräte, um die Konzentration von Innenraumluft mit Kohlendioxid zu bestimmen - ein guter Indikator für „verbrauchte“ Luft. „Auch wenn eine erhöhte CO2-Konzentration keine Aussage über virushaltige Aerosole zulässt, so deuten sie aber darauf hin, dass zu lange nicht gelüftet wurde und daher auch das Infektionsrisiko erhöht sein kann“, so Bergfelder-Weiss. Je nach gemessener Konzentration von CO2 zeigen die Ampeln (mit Smiley-Gesicht) mit den Indikatorfarben Grün-Gelb-Rot die Luftqualität an.

Die Anschaffung der CO2-Ampeln kostet die Stadt rund 1250 Euro

Das Schulverwaltungsamt hat die kleinen runden Geräte -zwei für jede der drei Grundschulen – angeschafft. Der Empfehlung des Umweltbundesamtes folgend wird nicht in jedem Klassenraum eine Ampel aufgestellt. Die Ampeln werden in einem rollierenden Verfahren zwischen den Klassen weitergegeben.

Angeschafft wurde ein Modell des Herstellers Driesen & Kern aus Bad Bramstedt. „Ausschlaggebende Gründe hierfür waren die schnelle Verfügbarkeit sowie die Herstellung in Deutschland verbunden mit der Sicherheit, dass die sicherheitsrelevanten Aspekte wie TÜV und CE-Kennzeichnung sowie die Ansprüche an die Qualität der Messungen (optionales Kalibrierzertifikat) erfüllt sind“, so Bergfelder-Weiss.

„Mit einem finanziellen Aufwand von rund 1250 Euro können wir dazu beitragen, dass das Gesundheitsrisiko für Schüler und Lehrkräfte minimiert werden kann. Richtiges Lüften zur richtigen Zeit kann mit Hilfe der kleinen Ampeln einstudiert werden“, erklärt der Leiter des Schulverwaltungsamtes, Franz Kratochvil.

„Die Schulleitungen der Montanusschule, der Grundschule Dierath und der Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Hilgen können sicherlich schon bald über erste Einsatzerfahrungen berichten“, ist Kratochvil überzeugt.

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