Burscheids Abwasser fließt in den Murbachsammler

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Wupperverband hat Schmutzwasserkanal auf drei Kilometern Länge saniert

Von Nadja Lehmann

Dorthin fließt Burscheids Abwasser: Nun ist der Schmutzwasserkanal „Murbachsammler“ wieder fit, der Wupperverband hat die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Der sanierte Abschnitt ist drei Kilometer lang. Er beginnt rund 500 Meter unterhalb der Diepentalsperre und endet in Balken. Begonnen hatte die Maßnahme im März 2020.

„Dieser Kanalabschnitt war sehr anspruchsvoll und bot viele Herausforderungen. Die Baufirma musste zum Teil Material mit Motorschubkarren über Waldwege transportieren. Bei Regen musste der Kanal frühzeitig innerhalb einer Stunde geräumt werden, bevor die Wassermenge ansteigt. Personen und Werkzeuge mussten die Baustelle verlassen, Absperrblasen mussten gezogen werden“, sagt Projektleiter Jens Janßen vom Wupperverband.

„Dieser Kanalabschnitt war anspruchsvoll und bot viele Herausforderungen.“

Jens Janßen, Wupperverband

Die Revisionsschächte und einzelne Kanalabschnitte wurden sukzessive instandgesetzt. Eingesetzt wurde das sogenannte Schacht-in-Schacht-Verfahren. Dabei werden die neuen Schachtteile in den alten Schacht gebracht, verklebt und anschließend der Hohlraum zwischen altem und neuen Schacht verfüllt. Die Projektkosten schlugen mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche. Während der Arbeiten wurde das Wasser aus dem Sammler überirdisch mit einer Wasserhaltung direkt in den Wuppersammler weitergepumpt. Um den Anwohnerinnen und Anwohnern die Nutzung ihrer Grundstücke weiterhin zu ermöglichen, kamen zahlreiche Rohrbrücken über Straßen und Grundstückseinfahrten zum Einsatz.

Der Murbachsammler des Wupperverbandes ist ein Abwassersammler mit einem Durchmesser von 60 bis 80 Zentimetern. Er beginnt in Burscheid-Luisental und verläuft parallel zum Murbach bis Leichlingen-Balken. Er ist rund sieben Kilometer lang und wurde 1970 gebaut. Der Murbachsammler leitet Abwässer aus Burscheid und Leichlingen in den Wuppersammler, der wiederum zur Kläranlage Leverkusen führt.

2015 wurde bereits das Teilstück von Grünscheid (etwas oberhalb der Diepentalsperre) bis zum jetzigen Teilstück auf Vordermann gebracht. Für das erste Teilstück von Burscheid-Luisental bis Grünscheid kurz oberhalb der Diepentalsperre ermittelt der Wupperverbandzurzeit den Sanierungsbedarf.

Der Sammler wird im Rahmen der Selbstüberwachungsverordnung saniert. „Laut dieser Verordnung muss der Betreiber den Zustand von Abwasserleitungen in einem festgelegten Zyklus anschauen, bewerten und den Sanierungsbedarf festlegen“, heißt es vonseiten des Wupperverbands.

Projektleiter Jens Janßen freut sich. „Nun ist dieser Teilabschnitt wieder für die nächsten Jahrzehnte dicht“, sagt er.

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