Adventszeit

Kerzenlicht und Adventskranz: Weihnachtszeit ist Brandzeit

Wenn der Adventskranz in Flammen aufgeht, ist Eile geboten. Ein Eimer Wasser sollte in der Nähe stehen.
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Wenn der Adventskranz in Flammen aufgeht, ist Eile geboten. Ein Eimer Wasser sollte in der Nähe stehen.
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Burscheider Wehr hat Tipps parat.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Die Zahl der Wohnungsbrände steigt in der Adventszeit bundesweit deutlich an. Schließlich ist es die Zeit des Lichts und der Kerzen: Flackernde Lichter verbreiten in der dunklen Jahreszeit besinnliche Stimmung in der Wohnung. Wenn jedoch aus dem romantischen Kerzenschein ein richtiges Feuer wird, ist es ganz schnell aus mit der Besinnlichkeit. Das wissen natürlich auch Experten wie die Burscheider Floriansjünger.

Deshalb mahnt die Burscheider Feuerwehr Umsicht an und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Feuergefahren zu minimieren: „Jedes Jahr ereignen sich in der Adventszeit zahlreiche folgenschwere Brände, die durch den sorgsameren Umgang mit Kerzen vermieden werden könnten“, erklärt Pressesprecher Jens Knipper. „Unachtsamkeit etwa beim Umgang mit dem Adventskranz ist in dieser Zeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände“, warnt Knipper.

Rauchmelder in sämtlichen Wohnräumen installieren

„Da die meisten Brände in der Küche und im Wohnraum entstehen, sollten alle Elektrogeräte und ältere Elektrokabel auf Defekte kontrolliert werden. Auch sollten Rauchmelder installiert und vorhandene auf ihre Funktion überprüft werden. Seit 2017 sind diese bei uns gesetzlich sogar vorgeschrieben“ erklärt Jens Knipper und ergänzt: „Im Brandfall bleiben schließlich nur rund zwei Minuten zur Flucht.“

Damit es in der besinnlichen Zeit zum Ende des Jahres nicht so weit kommt, gibt die Feuerwehr ein paar Tipps:

  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.
  • Kerzen gehören nicht in die Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft.
  • Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt brennen.
  • Kerzen an Adventskränzen und Gestecken sollten rechtzeitig gelöscht werden, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.
  • Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann umso leichter entflammbar – solche Brandfallen sollten rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.
  • In Haushalten mit (Klein-)Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.
  • Gut ist es, einen Eimer Wasser, Löschspray oder eine Löschdecke in Reichweite zu haben.

„Aber auch andere Dekoration birgt Gefahren“, sagt Knipper. Er nennt Leuchtfiguren oder Lichterketten, ebenso wie Steckerleisten. Knipper: „Alle elektrischen Geräte müssen in Deutschland geprüft sein. Das heißt, sie sind nach deutschen Standards und Gesetzen hergestellt, so dass es im Normalfall nicht zu einem Brand durch Überhitzung kommen kann.“

Warnung vor Billigware und falscher Handhabung

Knipper warnt zum einen vor Billigware aus Asien, aber auch vor falscher Handhabung wie dem dem Hintereinanderschalten mehrerer Steckerleisten: „Auch dadurch kann ein zu großer Strom fließen und infolgedessen ein Feuer ausbrechen.“

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