Burscheider Tafel nimmt 130 Food-Boxen in Empfang

Die Food-Boxen lösen Freude aus: Tafel-Vorsitzende Dagmar Zimmer mit Kenneth Nitsche und Ronnie Maak vom RRT. Foto: Tafel Burscheid
+
Die Food-Boxen lösen Freude aus: Tafel-Vorsitzende Dagmar Zimmer mit Kenneth Nitsche und Ronnie Maak vom RRT.

Spende des Rapid-Relief-Teams – An der Montanusstraße finden wieder Lebensmittelausgaben statt

Von Nadja Lehmann

Durch Fronleichnam waren ohnehin weniger Lebensmittel zusammengekommen als sonst. Da passte es perfekt, dass am Mittwoch zuvor das Rapid-Relief-Team (RRT) bei der Burscheider Tafel zu Gast gewesen war. Mit im Gepäck: 130 Food-Boxen, die Ronnie Maak und Kenneth Nitsche vom RRT der Tafel-Vorsitzenden Dagmar Zimmer überreichten. „Die Boxen sind toll gefüllt“, erzählt Zimmer. Nudeln, Milch, Kaffee, Mais, Obst, Müsliriegel, Tee: Essen für eine Person für zwei Tage. „Da ist für jeden etwas dabei“, sagt Zimmer.

„Die klare Terminstruktur hat uns sehr geholfen. Das werden wir beibehalten.“

Dagmar Zimmer, Tafel

Ein Zeitungsbericht hatte sie auf die ehrenamtliche Organisation aufmerksam gemacht. Eine Tafel in der Region war unterstützt worden. „Da haben wir gedacht, wir fragen mal ganz lieb an, ob wir auch etwas kriegen“, verrät Zimmer. Gefragt, geklappt.

Das RRT ist ein Global Player und in 14 Ländern aktiv – neben Europa auch in Australien, Nord- und Südamerika, der Karibik, Kanada und Neuseeland. „Sie versorgen beispielsweise bei Katastrophen die Helfer, sind bei Verkehrsunfällen zur Stelle, geben Lebensmittel und Getränke aus“, sagt Dagmar Zimmer. Ihr Symbol: der RRT-Burger, mit dem sie Helfer vor Ort kräftigen – ob bei Überflutung, Dürre oder Waldbrand. RRT wurde 2013 von der Plymouth Brethren Christian Church (PBCC) gegründet. 2019 entstand die Idee der Food-Boxen. 130 kamen nun nach Burscheid – und wurden schon gestern verteilt.

Am Tafel-Standort Montanusstraße ist die Rückkehr zum normalen Modus in vollem Gange: Dreimal vormittags in der Woche werden Lebensmittel eingesammelt, am Freitag vor Ort ausgegeben. Im Lockdown hatte das Team einen Lieferdienst aufgebaut. Rund 30 Familien nutzen ihn heute noch, sei es, weil sie betagt, krank oder nicht mobil sind.

„74 Familien waren jetzt bei der ersten Ausgabe dabei“, berichtet Zimmer. Das klappe gut, nämlich mit fest zugewiesener Zeit und per Einbahnstraße. „Die klare Terminstruktur hat uns sehr geholfen, das werden wir beibehalten“, sagt Zimmer. Selten sei eine Paket-Ausgabe zu Weihnachten so entspannt gewesen wie die letztjährige.

Auch die Hilfe durch die Burscheider, finanzieller und ideeller Art, habe die Tafel gestärkt: „Unser Gemeinschaftsgefühl ist gewachsen.“ Und vier der neuen Helfer aus Pandemiezeiten, als bewährte Kräfte als Risikogruppe zuhause bleiben mussten, werden bleiben und ihre Arbeit fortsetzen. Gesucht werden allerdings immer noch dringend neue Fahrer; die jetzigen seien „schon über die Rente hinaus“, wie Zimmer etwas besorgt feststellt.

„Natürlich fragt man sich immer wieder, ob man es richtig macht“, blickt Zimmer auf den Lockdown zurück. Burscheid stellte auf den Lieferdienst um, Leichlingen beispielsweise habe seine ganz normale Ausgabe fortgesetzt: „Da haben uns unsere Helfer, die nicht aktiv dabei sein durften, immer wieder gesagt: Ihr macht das richtig“, erzählt Dagmar Zimmer. Anfang des Jahres folgte dann sogar die Auszeichnung „Burscheider des Jahres“ - explizit ans Corona-Tafel-Team. „Das hat uns alle gestärkt.“

Rund 50 Köpfe zählt das Team, das Gros ist bereits das erste Mal geimpft. Mitte Juni folgt für die Mitarbeiter, die zur Prio-Gruppe 3 gehören, die zweite Impfung.

Masken gab es für die Kunden durch den Krisenstab des Kreises. „Wir konnten eine Förderung beantragen“, berichtet Zimmer. Die Ehrenamtler erhielten so Masken, Handschuhe, Desinfektionsmittel. Und beim Test ging es unprätentiös zu: „Schickt sie zu mir“, hatte da die Ansage der örtlichen Apotheke gelautet. Und so herausfordernd im Lockdown auch vieles war: Dank ihres Teams, dank der Hilfe der Burscheider, sagt Dagmar Zimmer: „Es war auch eine schöne Zeit.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Mediziner empfehlen eine Grippeimpfung
Mediziner empfehlen eine Grippeimpfung
Mediziner empfehlen eine Grippeimpfung
Streit unter Nachbarinnen eskaliert - Frau gibt Warnschuss ab
Streit unter Nachbarinnen eskaliert - Frau gibt Warnschuss ab
Streit unter Nachbarinnen eskaliert - Frau gibt Warnschuss ab
Neue Kulturmanagerin will ein großes Netzwerk knüpfen
Neue Kulturmanagerin will ein großes Netzwerk knüpfen
Neue Kulturmanagerin will ein großes Netzwerk knüpfen
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien

Kommentare