Annahme am 15. Dezember

Tafel will für weihnachtliche Freuden sorgen

Bereits 2020 brachte das Tafel-Team rund um die Vorsitzende Dagmar Zimmer (3.v.l.) erfolgreich die Weihnachtspäckchen-Aktion unter Dach und Fach. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Bereits 2020 brachte das Tafel-Team rund um die Vorsitzende Dagmar Zimmer (3.v.l.) erfolgreich die Weihnachtspäckchen-Aktion unter Dach und Fach.
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Burscheider können wieder Päckchen für jene füllen, die nicht viel haben.

Burscheid. Bereits 2020 bot die Burscheider Tafel unverdrossen der Pandemie die Stirn, und im zweiten Corona-Jahr lässt sich das Team rund um die Vorsitzende Dagmar Zimmer erst recht nicht ins Bockshorn jagen. Die klare Ankündigung lautet: „Die Burscheider Tafel wird, wie auch im vergangenen Jahr, Lebensmittelpakete zu Weihnachten einsammeln und ausgeben.“

Die Ehrenamtler greifen dabei auf ihr Hygiene- und Einbahnstraßen-Konzept zurück, das sich bewährt hat. „Damit hat die Ausgabe gut funktioniert“, blickt Dagmar Zimmer zurück. Die große Weihnachtspäckchen-Aktion ist bereits angelaufen. Das Motto: „Fröhliche Weihnachten für alle“. „Uns ist es wichtig, dass wir gerade in den momentan besonders schwierigen Zeiten denjenigen helfen können, denen es besonders schlecht geht“, erklärt Dagmar Zimmer.

Und so funktioniert´s: Wer mag, packt ein Päckchen, ganz nach seinen Vorstellungen. Gefragt sind Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Konserven, Süßigkeiten. Empfänger sind ausschließlich die Kunden der Burscheider Tafel.

Päckchen können am 15. Dezember von 10 bis 18 Uhr abgegeben werden

Wer sein Päckchen gefüllt hat, gibt es am Mittwoch, 15. Dezember, von 10 bis 18 Uhr im Gemeindezentrum der Freikirchlichen-evangelischen Gemeinde, Weiherstraße 5, ab. Schon einen Tag später ist Ausgabe. „Die Kunden bekommen Termine, die wir im Zehn-Minuten-Rhythmus vergeben“, sagt Zimmer. Immer nur drei Kunden sind gleichzeitig in den Räumen und bewegen sich im Einbahnstraßensystem.

Die Aktion gehört für Dagmar Zimmer zu den Tafel-Highlights. „Jeder Spender packt ein, was ihm wichtig ist“, erzählt sie. Die Inhaltsangabe wird ans Paket geheftet, und die Ehrenamtler ordnen dann ihren Kunden das passende Paket zu. Schließlich kennt man sich. „Wir sind eine kleine Tafel“, sagt Zimmer mit Blick auf die rund 140 Haushalte, die man im noch laufenden Jahr beliefert. Und sie weiß sich dabei getragen: „Wir sind froh mit den Burscheidern, fühlen uns wohl und unterstützt.“

Die Burscheider wissen aber auch, was sie an den Helfern von der Montanusstraße haben: Diese wurden nämlich 2020 als „Burscheider des Jahres“ gekürt. „Das war ein herausragendes Ergebnis für uns“, bekennt die Vorsitzende und rückt gleich ihr Corona-Team in den Vordergrund, als da wären: Petra Dinges, Dirk Wichelhaus, Jens Windmann, Klaus Deimel, Gudrun Niggemeier, Brigitte Krohn-Bott, Magda Piela, Heike Traving und das aus Burscheider Bürgern bestehende Fahrerteam.

„In der hinter uns liegenden Zeit des totalen Lockdowns und der schweren Corona-Krise hatte unsere Tafel nicht einen Tag lang geschlossen“, zeigt sich Dagmar Zimmer stolz. „Nur durch herausragendes Teamdenken und die wirklich unvorstellbar gute Zusammenarbeit war dies möglich“, lobt sie das Team.

Dabei stand im März 2020 mit Beginn der Pandemie alles auf der Kippe. „Es gab den ersten großen Lockdown und große Einschränkungen im gesamten Lebensumfeld. Deshalb beschlossen wir, den Betrieb zum Schutz der Kunden und Ehrenamtler einzustellen“, erinnert sich Zimmer. Dann habe die Tafel eine große Spende der Bethe-Stiftung bekommen, andere großzügige Spenden seien dazugekommen. „Klaus Deimel hat unermüdlich Förderanträge gestellt und mit wirklich akribischer Hartnäckigkeit nachgehakt. All diese Spenden und Fördergelder waren zweckgebunden für den Zukauf von Lebensmitteln, und so konnten wir einkaufen“, sagt Zimmer. Die zugekauften Lebensmittel wurden mit einem Minimum an Personal, das nicht zur Risikogruppe gehörte, in Taschen gepackt und zu den Kunden gebracht. Dazu hatte die Tafel ihre Arbeitsweise komplett den erforderlichen Hygienemaßnahmen angepasst.

Tafel sucht ehrenamtliche Fahrer und Helfer

Und die gelten auch weiterhin, wenn Freitagnachmittags die Kunden kommen. Vormittags sortieren vier Ehrenamtlerinnen die Lebensmittel, das ist neu – davon abgesehen, konnte die Tafel Anfang Juni wieder mit einer relativ normalen Ausgabe beginnen. Klimaanlage, Luftfilter und CO2-Melder tun ihr Übriges. So berichtete es die Vorsitzende auf der aktuellen kürzlichen Jahresversammlung. Rund 140 Haushalte konnten so versorgt werden, 18 werden derzeit noch von zwei Fahrern im mobilen Dienst beliefert.

Ein wenig weitere Unterstützung aber könnte dem Tafel-Team durchaus guttun. „Unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden sind zwar alle geimpft. Wir wollen sie aber aufgrund ihres Alters nicht in Gefahr bringen“, betont Dagmar Zimmer. Es werden Fahrer benötigt, die mittwochs bis freitags Lebensmittel bei Supermärkten, Discountern und den Bauern einsammeln. Dabei entscheidet jeder Fahrer selbst, wann und wie oft er eingesetzt werden möchte.

„Außerdem benötigen wir Helfer und Helferinnen für die Sortierung der eingesammelten Lebensmittel – immer freitags zwischen 8 und 13 Uhr, sowie zur Ausgabe am Nachmittag  zwischen  13.30  und 17 Uhr“, sagt Dagmar Zimmer.

Ausdrücklich macht sie aber klar, dass nichts ohne das bewährte Team gegangen wäre: „Die Mitarbeitenden haben uns in schwieriger Zeit die Treue gehalten.“ Überhaupt laute das bisherige Fazit der Corona-Zeit: „Wir haben Unterstützung in vielfältiger Weise erhalten, sei es durch mutmachende Worte oder tatkräftiges Mitarbeiten. Alles hat uns sehr gut getan.“

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