Sportanlagen in Burscheid

Stadt hat die Sporthallen und Anlagen im Blick

Eine Auswahl an Burscheids Sportstätten, von oben links im Uhrzeigersinn: Max-Siebold-Halle, Sportplatz Hilgen, Sportanlage Griesberg und die Schulberghalle. Fotos: Doro Siewert
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Max-Siebold-Halle

Von der Max-Siebold-Halle bis zum Sportplatz Griesberg: Burscheid hat einiges in petto.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Griesberg, Max-Siebold-Halle, Auf dem Schulberg – in den Ohren eines jeden Burscheider Sportsfreundes klingt das wie Musik. Auf der einen Anlage kickt beispielsweise der Ballspielverein (BV) 1911, in der anderen Halle gehen die Bergischen Panther auf Torejagd. Namen, die sich sehen lassen können – wie die ganze rührige Burscheider Sportvereinsszene. Sport aber lässt sich nicht auf dem heimatlichen Kanapee veranstalten. Es braucht dem entsprechend ausgestattete Hallen und Anlagen im Freien. Und auch da braucht sich Burscheid nicht zu verstecken. Ein Überblick.

Sportanlagen: Das sind zunächst einmal Griesberg und der Sportplatz Hilgen. „Eine noch relativ frische Anlage“, sagt über Griesberg mit Bodo Jakob einer, der es wissen muss: Er ist der Vorsitzende des Stadtsportverbands. Die Tartanbahn sei gerade mal rund zwei Jahre alt. Zeit für eine kleine Überholung: „Wir haben dort zum ersten Mal professionell gereinigt“, berichtet Jakob.

So wurden zum Beispiel Mooseinwachsungen entfernt. Mit Erfolg, wie auch die Stadt wohlwollend zur Kenntnis nimmt. „Die Kunstrasen- und Tartanflächen werden jährlich durch die Fußballvereine grundgereinigt. Die Plätze sind in einem hervorragenden Zustand“, bestätigt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss. Sowohl Hilgen als auch Griesberg werden überwiegend für den Fußballsport genutzt; Leichtathletik steht aber auch hoch im Kurs. Wie bei der Abnahme der Sportabzeichen.

Schulberghalle.

Wer rastet, der rostet. Das gilt auch für Sportanlagen. Regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen müssen sein. „Dazu zählt auf den beiden Kunstrasenplätzen Griesberg und Hilgen unter anderem die Sandauffüllung“, sagt Bergfelder-Weiss.

Zusätzlich seien auf dem Sportplatz Hilgen Nachbesserungen am Zaun des Kleinspielfelds vorgenommen worden. „Der Zustand der Sportanlage Hilgen wurde dabei vom Hersteller besonders gelobt“, unterstreicht Bergfelder-Weiss. Für den Sportplatz Griesberg ist eine energiesparende Flutlichtanlage geplant: Die Leuchtkörper in den Flutlichtmasten werden dazu ausgetauscht. Der Ballspielverein Burscheid habe als Hauptnutzer einen entsprechenden Förderantrag beim Energieversorger gestellt, so Bergfelder-Weiss. „Weitere Finanzmittel werden über die jährliche Sportpauschale beantragt.“

Dann gibt es natürlich noch die Schulsportanlagen Im Hagen sowie an der Höhestraße. Erstere sollte mit Fördermitteln aufgehübscht werden. „Der Antrag auf Fördermittel kam leider nicht zum Zuge“, bedauert Bergfelder-Weiss. „Sie wurden ins nächste Jahr geschoben“, ergänzt Bodo Jakob.

Die Verwaltung habe die Umbauplanung bis zur Beantragung der Baugenehmigung bereits vorbereitet, sagt Renate Bergfelder-Weiss. „Das heißt, der damit beauftragte Ingenieur kann den Bauantrag stellen. Wenn die Baugenehmigung erteilt ist, heißt es Warten auf die Fördergelder.“

Die Anlage an der Höhestraße steht unter den Fittichen der Montanusschule. „Kleinigkeiten laufen dort“, sagt Bodo Jakob über sportliche Veranstaltungen.

Sportanlage Griesberg

Noch eine weitere Anlage gibt es Auf dem Schulberg: Das sind die vereinseigenen Plätze des Tennisclubs Grün-Weiß, der Hobbyturniere und Feriencamps veranstaltet.

Sporthallen: Aus den siebziger Jahren stammt die Max-Siebold-Halle. Und taufrisch ist sie tatsächlich nicht mehr. „Die Tribüne ist marode“, bestätigt Bodo Jakob. Dabei sind die Hausherren, die Bergischen Panther, sportliches Aushängeschild, spielen in der 3. Bundesliga. „Die Scharniere schlagen aus“, berichtet Jakob. „Unser Antrag auf Fördermittel kam leider nicht zum Zuge, ist aber für das nächste Jahr –wenn der Fördertopf 2022/2023 wieder geöffnet wird – aufrechterhalten worden“, sagt Renate Bergfelder-Weiss. Nach dem Eckwertebeschluss der Bundesregierung zum Bundeshaushalt 2021 solle der „Investitionspakt Sportstättenförderung“ bis 2024 fortgesetzt werden. Jakob bleibt optimistisch. „Die Tribünenanlage wird kommen. Förderfähig ist die in jedem Fall.“

Planungen für die Hilgener Max-Siebold-Halle gibt es ohnedies auch so genug; Geduld ist allerdings gefragt. „Die geplanten Dach- und Fassadenarbeiten müssen auf dieses und das kommende Jahr verschoben werden. Hierfür gibt es Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz NRW. Die 2021 durchgeführte Ausschreibung der Arbeiten hat zu keiner Vergabe geführt. Die Angebote lagen über dem dafür eingeplanten Budget. Für den Haushalt 2022 sind bereits Mittel nachgemeldet worden. Sobald der Haushalt 2022 genehmigt ist, wird eine erneute Ausschreibung gestartet. Wir bleiben guter Hoffnung“, sagt Bergfelder-Weiss. Wenn die Dachsanierung abgeschlossen sei, soll auch eine Photovoltaikanlage – je nach technischer Voraussetzung – auf der Dachfläche der Max-Siebold-Halle ihren Platz finden. „Geplant ist auch die Umgestaltung des Foyers und eines Aufenthaltsraumes für Mannschaften“, so Bergfelder-Weiss.

Sportplatz Hilgen

Mit zu den städtischen Sporthallen zählen neben der Max-Siebold-Halle auch die Schulberghalle, die Schulturnhalle Hilgen, die Karl-Zimmer-Halle sowie die Hans-Hoersch-Halle. Vereinseigene Hallen sind Großösinghausen und die Hugo-Pulvermacher-Halle.

„Mit dem Allgemeinzustand der Hallen in Burscheid können wir generell zufrieden sein“, hält Bergfelder-Weiss fest. Für die laufenden Unterhaltungen und Wartungen an den Gebäuden stünden jedes Jahr Haushaltsmittel bereit, um die notwendigen Arbeiten durchzuführen. Das zuständige Fachamt Schule/Sport führe in allen städtischen Sporthallen regelmäßig die notwendigen Inspektionen sowohl der fest installierten Hallensportgeräte (Kletterseile/-ringe, Ballfangkörbe, Kletterstangen etc.) als auch der mobilen Turngeräte durch. „Auch hier kann von einem guten Zustand der Ausstattung gesprochen werden“, unterstreicht die Sprecherin der Stadt.

„In der Schulberghalle gibt es Vandalismus. Das ist schade“, bedauert Bodo Jakob. Das bestätigt Renate Bergfelder-Weiss: „Leider sind immer wieder Schmierereien an den Wänden festzustellen. Es ist geplant, alle Umkleidekabinen neu anzustreichen. Damit nach dem Neuanstrich die Wände langhaltig sauber bleiben, werden in Abstimmung mit dem Stadtsportverband und der Johannes-Löh-Gesamtschule alle Übungsleiter und Lehrkräfte verpflichtet, die Umkleiden nach jeder Benutzung besonders zu kontrollieren. Jeder Verschmutzung oder Beschädigung soll nachgegangen und Schadensersatz eingefordert werden.“

„Wir setzen da auf schnelle Meldeketten“, erklärt Jakob. Ein Musterprojekt. Jeder regelmäßig Sporttreibende erhalte stets dieselbe Kabine und somit den Überblick. Die Hallenbücher, in die bislang jeder Schaden eingetragen wurde, werden zwar beibehalten. „Aber das ist zu langsam“, findet Jakob, der verstärkt auf Digitales setzt.

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