Haus der Kunst

Park und Vorplatz setzen wichtige Akzente

Entree, Foyer und Saal versprühen den Charme der Siebziger.
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Entree, Foyer und Saal versprühen den Charme der Siebziger.
  • VonNadja Lehmann
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Aus dem Haus der Kunst wird das Haus der Kultur(en) – Wettbewerb ist geplant

Burscheid. Das „Haus der Kunst“ hat in seiner Verwandlung zum „Haus der Kultur(en)“ hat einen weiteren Schritt getan: Die Kommunalpolitiker haben entschieden, dass die Konzepte zur Gestaltung des Vorplatzes und der Außenanlagen am Haus der Kunst sowie zur Umgestaltung des Luchtenberg-Richartz-Parks entwickelt werden sollen – im Rahmen eines Landschaftsarchitekten-Wettbewerbs. Diesen soll die Stadtverwaltung durchführen und für Auslobung, Umsetzung und Betreuung ein Fachbüro beauftragen: So lautete der einstimmige Beschluss im Stadtentwicklungsausschuss.

Derzeit ist das Haus der Kunst pandemiebedingt verwaist. Es gibt keine Theaterauftritte und keine Konzerte. Lediglich die Politiker geben sich bei Rats- und Ausschusssitzungen die Klinke in die Hand. So soll, so wird es aber nicht bleiben. Für die Zeit nach Corona soll aus dem in die Jahre gekommenen hässlichen Entlein hoffentlich ein stolzer Schwan werden und das Haus der Kunst zur sozio-kulturellen Begegnungsstätte umfunktioniert werden – dank der skizzierenden Entwurfsplanung des Büros Archwerk aus Bochum.

Das Gesamtpaket gilt als starker Beitrag zur regionalen Entwicklung

Das Geld für diesen Umbau (knapp fünf Millionen Euro) wurde bereits bewilligt; NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) brachte den Scheck im vergangenen Juli höchstselbst nach Burscheid und überraschte dabei mit einer sogar hundertprozentigen Förderung. Eine Ausnahmeentscheidung des Landes im Corona-Ausnahmejahr.

Das Haus der Kunst besteht aber nicht aus dem Gebäude allein. Es ist eingebettet in den benachbarten Luchtenberg-Richartz-Park: Ein Ensemble aus Architektur und Natur, das Strahlkraft entwickeln soll, für die Burscheider, aber auch für Besucher. So ist der Plan. „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind zukunftsweisende Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt notwendig“, heißt es in der Beschlussvorlage. Das Haus der Kunst soll als Haus der Kultur(en) zur offenen und urbanen Begegnungsstätte werden.

Ein offenes Foyer soll Vorplatz, Saal und Park miteinander verbinden

Und dabei spielt der Park eine wichtige Rolle. Nach dem Umbau sollen große Glasflächen ihn quasi ins Haus hineinholen, sollen Blickachsen entstehen und Verknüpfungen geschaffen werden. Der Luchtenberg-Richartz-Park soll ebenso bespielt werden wie das Haus selbst: Ein offenes Foyer soll Vorplatz, Saal und Park miteinander verbinden.

Alle Elemente können so gemeinsam, aber auch einzeln genutzt werden. Auf diese Verknüpfung legt der Entwurf des Bochumer Büros besonders großen Wert; aber auch das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) 2025, das die großen Linien zur Burscheider Stadtplanung vorgibt, hat diese Verbindung hervorgehoben und die Bedeutung des Parks auch für Familien mit Kindern unterstrichen. So ist ein Spielbereich im Entwurfskonzept eingeplant.

Das Haus der Kultur(en) könnte zur Drehscheibe werden

Das künftige Gesamtpaket an der Höhestraße gilt als starker Beitrag zur regionalen Entwicklung. So stufte das jedenfalls die Regionale-Agentur ein, die einem dem entsprechenden Antrag den „A“-Status verlieh und mit einer Förderung versah. Das Haus der Kultur(en) könnte zu einer Drehscheibe werden: hinüber zum katholischen St. Laurentius, in die Gegenrichtung zur Montanusstraße mit seinem geplanten Vollsortimenter plus Drogeriemarkt und weiter bis an die Balkantrasse.

Das alles kostet natürlich. Aktuell sind für den Vorplatz rund 400 000 Euro, für den Luchtenberg-Richartz-Park rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt.  748 000 Euro sind für den Park bereits durch einen IEHK-Antrag von 2016 gesichert. Was darüber hinausgeht, soll in der Gesamtmaßnahme umgeschichtet werden.

Der Luchtenberg-Richartz-Park gilt als gewichtiges Element bei der Umgestaltung des Hauses der Kunst. Archivfotos:Nadja Lehmann

Bislang ist die Eröffnung des Haus der Kultur(en) für Ende 2023 geplant. Damit die Umsetzung wie aus einem Guss präsentiert werden kann, sollen Vorplatz und Park gemeinsam geplant sowie Vorplatz und Gebäude gleichzeitig fertiggestellt werden. Der Park dagegen gilt als Stufe Zwei und könnte auch mit deutlicher Zeitverschiebung konzipiert werden. Dann wäre mit seiner Fertigstellung Ende 2024/Anfang 2025 zu rechnen.

Noch im Mai soll die Auslobung erarbeitet werden und in einen Wettbewerb der Landschaftsarchitekten münden, die ihre Entwürfe zu Vorplatz und Park vorlegen. Das Wettbewerbsverfahren soll im Dezember mit einer Jurysitzung enden. Wenn der Rat der Stadt der Jury beitritt, wird das Ergebnis öffentlich vorgestellt. Geplant ist, den Wettbewerb nicht aufzublähen: Es sollen sich demnach nicht mehr als 16 Teilnehmer beteiligen.

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