Im Jugendhilfeausschuss stellten Architekten und Träger ihre Pläne vor

Neue Kita soll zum „Dörfchen in Sträßchen“ werden

So sah es rund ums alte Megaphon aus.
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So sah es rund ums alte Megaphon aus.

Fünf Gruppen sollen ein Zuhause finden.

Von Anja Wollschlaeger

Burscheid. „Ein Dörfchen in Sträßchen“ nennt Architektin Beate Niefanger den Entwurf für die neue DRK-Kita. Auf dem Gelände des früheren Jugendzentrums Megaphon soll die neue Kita mit 92 Plätzen und formell fünf Gruppen entstehen. Am Montag stellte DRK-Fachbereichsleiterin Sabine Schöngen die Planung des Trägers im Jugendhilfeausschuss, der erneut im Bergischen Löwen in Bergisch Gladbach tagte, vor.

Bereits vor zwei Jahren hatte das Gremium die Erweiterung des Kita-Platzangebotes in Burscheid durch eine neue Kita beschlossen. Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Trägerschaft, wie auch bei der DRK-Kita Höhestraße. Zunächst war von einer viergruppigen Einrichtung die Rede, nun wird mit fünf Gruppen geplant.

Sabine Schöngen, die den DRK-Kreisverband an diesem Abend vertrat, stellte in groben Zügen die Planung vor. Die Mehrheit der Kinder, die die Einrichtung in Sträßchen besuchen werden, soll die Möglichkeit haben, dort über Mittag zu bleiben. Schöngen sagte: „Zwei Drittel der Kinder werden bis zu 45 Stunden in der Woche in der Kita sein. Das ist mehr Zeit, als ein Vollzeitbeschäftigter normalerweise im Betrieb verbringt.“ Entsprechend soll die Kita auch Orte für Entspannung bieten.

Die Lage der geplanten Kita entspricht dem Gelände des früheren Megaphons

Das pädagogische Konzept soll offen sein, so dass die Kinder sich zwischen den Räumen, wie Mensa, Bau- oder Rollenspielraum, bewegen können. Die jüngeren Kinder, die noch nicht drei Jahre alt sind, werden im Nestbereich in festen Gruppen betreut, so Schöngen. Eine Gruppe dieser Kita besteht schon jetzt als Vorläufergruppe in Odenthal-Altenberg. Wenn der Neubau zum Beginn des Kitajahres 2023/2024 fertiggestellt ist, soll sie nach Burscheid umziehen. Die Vorlage der Verwaltung machte nun auch deutlich, dass zwei der fünf Gruppen für Kinder aus Odenthal zur Verfügung stehen.

Ausschussvorsitzende Erika Gewehr freut sich, dass dort eine Kita entsteht.

Die Entwurfsplanung der Gebäude fand im Ausschuss Anklang. Für das Burscheider Architekturbüro Koppetsch stellte Beate Niefanger die Planung vor. Das Büro hat in Burscheid bereits den Umbau der DRK-Kita Höhestraße begleitet und den Neubau der Kita Rasselbande geplant.

Die Lage der geplanten Kita entspricht dem Gelände des früheren Megaphons. Die Baugrube des alten Kellers wird für den neuen Keller genutzt. Auch sonst soll das Gelände weitgehend in seiner Topographie erhalten bleiben. Dazu gehört auch der Hügel, der zur Grillhütte führt.

Kita: Ökologisches Bauen soll berücksichtigt werden

Das Motto der Planung ist „Ein Dörfchen für Sträßchen“, so Niefanger, die in dem Straßendorf zwischen B 51 und K 7 einen Ortskern vermisst. Der Bau wird geprägt von mehreren verschiedenfarbigen Häuschen, die durch einen Flachdachbereich miteinander verbunden sind. In Blau ist etwa der Mehrzweckraum geplant, der an den roten Essbereich angrenzt. Unter dem Flachdach verbergen sich Verwaltungs- und Versorgungsräume. Diesmal ist ein langer Rettungsbalkon geplant, der auch als Zugang zum Außengelände dient. In der Planung der Rasselbande hatte das Büro mit einer Notrutsche für Überraschung gesorgt.

Als Burscheiderin freue ich mich über das Dörfchen im Sträßchen.

Erika Gewehr, Ausschussvorsitzende

Die Planung berücksichtigt auch Aspekte des ökologischen Bauens. Regenwasser soll etwa auch durch ein Gründach gespeichert werden, ihren Strom soll die Kita durch eine Photovoltaikanlage selbst produzieren. Viele Flächen werden mit Holz gestaltet, so die Ideen des Planungsbüros. Ideen der Burscheider Landschaftsarchitektin Gitta Oettken stellte Niefanger für den Außenbereich der Kita vor. Dazu gehört auch ein Weg, den die Kinder mit Bobbycars befahren können.

Ausschussvorsitzende Erika Gewehr nutzte die Gelegenheit für ein persönliches Statement und sagte: „Als Burscheiderin freue ich mich auf das Dörfchen im Sträßchen.“

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