„Mädchenmerker“

Kalender erstmals für Burscheids Schülerinnen

Die Gleichstellungsbeauftragten bildeten die Redaktion des Mädchenmerkers (v. l.): Elke Günzel (Rösrath), Anja Möldgen (Kreis Rhein-Berg) und Sandra Häck (Kürten). Foto: RBK
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Die Gleichstellungsbeauftragten bildeten die Redaktion des Mädchenmerkers (v. l.): Elke Günzel (Rösrath), Anja Möldgen (Kreis Rhein-Berg) und Sandra Häck (Kürten).

Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, hat den Mädchenmerker redaktionell betreut.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Zum Start des Schuljahres 2021 gibt es eine gute Nachricht: Der „Mädchenmerker“ erscheint zum ersten Mal im gesamten Kreisgebiet – und damit auch in Burscheid. Herausgeben wird der Kalender vom Arbeitskreis regionale Gleichstellung Rhein-Berg. Den Taschenkalender mit dem Namen Mädchenmerker gibt es NRW-weit. Als Schuljahreskalender, der überregionale sowie jeweils auch lokale Themen beinhaltet, wird er von vielen Städten und Kreisen pünktlich zum Schulstart herausgeben – und kostenlos an die Schülerinnen ab der siebten Klasse verteilt. Im Rheinisch-Bergischen Kreis gab es den Mädchenmerker bisher allerdings nur in Bergisch Gladbach.

Das kleine Buch im Din-A-6-Format ist voll mit vielen informativen Tipps, mit Interviews und Beratungsangeboten speziell für Mädchen – und es ist auch ein Wegweiser für den Übergang von Schule zum Beruf. Und natürlich bleibt noch viel Platz für das Merken von Termine und Hausaufgaben. Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises und Mitglied des Arbeitskreises, freut sich, dass es den Mädchenmerker jetzt kreisweit gibt. „Der Mädchenmerker hat sich über die Jahre etabliert und bekommt durchweg positive Rückmeldungen“, sagt sie.

Möldgen bildete zusammen mit Elke Günzel (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rösrath) und Sandra Häck (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Kürten) das Redaktionsteam für den lokalen Teil des Kalenders. Die Interviews bilden Themen ab, die Schülerinnen im Alltag interessieren und die auch Anregungen geben, erklären die Herausgeberinnen.

Mädchenmerker: Studentin berichtet über den Teilstudiengang Technologie, Kosmetika und Waschmittel

So berichten Schülerinnen über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Homeschooling während der Corona-Pandemie. Frauen porträtieren ihre Berufe und ihre Ausbildungen.

Im aktuellen Exemplar des Mädchenmerkers berichtet unter anderem eine Studentin über ihren Studiengang der Technologie der Kosmetika und Waschmittel. Eine Musikerin kommt zu Wort, eine Fachinformatikerin und eine Stadtökologin sind mit dabei. Laura Gehlhaar, eine Autorin mit Behinderung, erzählt von sich. Die Gründerinnen des Unternehmens Ooia, ein Label für Periodenunterwäsche, stellen sich vor. Außerdem berichtet die Rösrather Bürgermeisterin Bondina Schulze über ihren Arbeitsalltag, gibt einen Blick hinter die Kulissen eines Stadtoberhauptes.

Beim Durchblättern des Kalenders fällt der Berufswahlfahrplan ins Auge, sowie wertvolle Tipps zum Vorstellungsgespräch. Es wird auch über Möglichkeiten informiert, die Zeit zwischen Schule, Studium oder Ausbildung zu überbrücken – zum Beispiel mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Im Mädchenmerker rückt auch das Ehrenamt in den Fokus

Was den Herausgeberinnen auf lokaler Ebene ebenso wichtig ist: Einen Überblick über die zahlreichen Beratungs- und Hilfsangebote im Kreisgebiet zu geben - daher gibt es eine Liste der Anlaufstellen. Orientierungshilfe gibt die Seite zum Thema „Meine Rechte“.

Im Mädchenmerker wird auch das ehrenamtliche Engagement in den Fokus gerückt - es gibt einen Wettbewerb der „Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements“. Daran können sich Mädchen beteiligen, die seit mindestens zwölf Monaten ehrenamtlich tätig sind – in der Gemeinde, in Vereinen oder in Jugendgruppen.

Anja Möldgen ist als Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises unter anderem dafür zuständig, die Gleichstellungsstellen der Kommunen und die Initiativen zu vernetzen.

Dabei steht sie auch in Kontakt mit Ulrike Detering, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Burscheid. Vor Ort gibt es außerdem einen engen Austausch zwischen Anja Möldgen und der Beratungsstelle „Frauen-Zimmer“. Das ist eine Fachberatungsstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis mit Sitz in Burscheid, an die sich Frauen und Mädchen wenden können, die sexualisierte Gewalt erfahren haben.

Hintergrund

Der Mädchenmerker hat eine landesweite Auflage von mehr als 50 000 Exemplaren. Im Rheinisch-Bergischen-Kreis liegt sie bei 4000 Stück. Auf Instagram gibt es die Inhalte unter „maedchenmerker“.

Kontakt: Anja Möldgen ist erreichbar unter

www.rbk-direkt.de/gleichstellungsstelle.aspx;

Ulrike Detering (Burscheid) unter Tel. (0 21 74) 6 70-2 03.

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