Resümee

Kulturverein blickt auf schwierige Zeiten zurück

Das Kulturbadehaus gehört zu Burscheids kulturellen Dreh- und Angelpunkten und ist das Zuhause des Kulturvereins. Archivfoto: Nadja Lehmann
+
Das Kulturbadehaus gehört zu Burscheids kulturellen Dreh- und Angelpunkten und ist das Zuhause des Kulturvereins.

Die Coronakrise hat die Aktiven rund ums Kulturbadehaus hart getroffen. Entmutigen ließ sich das Vereinsteam nicht.

Von Ursula Hellmann

Burscheid. „Kultur ist wie Alka-Selzer im Wasserglas – nicht zu sehen, aber wirkungsvoll.“ Mit diesem Zitat von Hans Magnus Enzensberger brachte die 1. Vorsitzende Jelle von Dryander alle Intentionen und Aktivitäten des Kulturvereins Burscheid auf den Punkt. Die lange Liste kultureller Ereignisse im Jahr 2019 bis zum März 2020 standen den 22 erschienenen Mitgliedern aber erst am Mittwochabend im Kulturbadehaus in kompakter Form lebendig vor Augen. Im Rahmen der Jahresversammlung für 2020 erinnerten die Vorstandsmitglieder anhand der Leinwand-Notizen an die durchgeführten Veranstaltungen auf vielen verschiedenen Ebenen.

Was an Konzerten, Theateraufführungen und Kooperationen mit anderen kommunalen Einrichtungen vorher ohne Schwierigkeiten möglich war, brach im April 2020 zusammen. Immerhin konnten im Herbst des vergangenen Jahres noch Klavierkonzerte und eine letzte Kostümparty stattfinden. Die allseits beliebte Karnevals-Party fiel allerdings dem Lockdown zum Opfer. Auftritte von bekannten Künstlern wie Barbara Ruscher und Falco Spitz mussten auf später verschoben werden. Auch die Kinder-Erzählkonzerte waren vom Programm erst einmal gestrichen.

Für live ist digital kein Ersatz.

Jelle von Dryander, Vorsitzende

Waren damit den Planern des Kulturvereins die Hände komplett gebunden? Wie die Statistik zeigt, kommen viele Ideen erst stärker ans Licht, wenn andere Türen geschlossen sind. Zum einen war die Umstellung einiger Besprechungen auf digitale Medien für Vorstand und Mitglieder problemlos zu vollziehen. Dazu gab die Vorsitzende zum anderen jedoch ein entschiedenes Votum ab: „So notwendig es ist, eine normale Arbeitsgrundlage zu erhalten – wir haben uns entschlossen, den Trend eines ,Art goes digital’ nicht als ein Modell der Zukunft anzusehen. Für live ist digital kein Ersatz!“

Das Kulturbadehaus ließ sich als Ausstellungsraum aber auch weiterhin nutzen. Unter Beachtung der Hygiene-Vorschriften konnten die wechselnden Exponate besichtigt werden.

Kassenwartin Petra Wengenroth-Büscher stellte den Anwesenden in knappen, aber deutlichen Fakten die Entwicklung der finanziellen Lage dar. „Am Ende des Geschäftsjahrs 2019 ergab sich ein gutes Plus von 19.391 Euro. Das Jahr 2020 dagegen endete mit einer roten Zahl.“

Einnahmen aus der Vermietung des Kulturbadehauses für private Festlichkeiten fielen ebenso weg wie verminderte Gelder aus Sponsoren- und anderen Quellen. Die Unterhaltskosten für das Haus blieben natürlich bestehen. Dazu kam die dringend notwendige Neu-Installierung einer modernen Heizanlage. Kosten: rund 4500 Euro.

Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Wahl des gesamten Vorstands. Wahlleiterin Silke Hamburger konnte nach erfolgter Anfrage per Handzeichen bestätigen: „Alle bisherigen Beauftragten wurden einstimmig wiedergewählt und bestätigten diese Wahl.“ Jelle von Dryander bedankte sich im Namen ihrer Mitstreiter und betonte: „Wir als Team freuen uns über unsere fruchtbare, angenehme Verbindung. Das erleichtert unsere gemeinsame Aufgabe in jeder Hinsicht.“

Zum Punkt Verschiedenes gab Dr. Karl Ulrich Voss vom Bergischen Geschichtsverein noch interessante Informationen für die nächste Zukunft: „Für Sonntag, 21. November, ist ein Abend im Gemeindehaus der Freikirchlich-evangelischen Gemeinde Weiherstraße 5 vorgesehen. Zusammen mit Michael Koppetsch und dem Verein Denk-Mal wird Sabine Wurmbach die Historie besonders des alten Fachwerkhauses vorstellen.“

Hintergrund

Zusammenkunft: Viele seien nach der Sitzung zum Gespräch geblieben, so Jelle von Dryander. „Man spürt doch vermehrt den Bedarf, sich auszutauschen.“ Vielleicht sei das der langen Pandemiephase geschuldet – und dem aktuellen Anlass in Burscheid, dem Tod des Bürgermeisters. „Und das tut gut und hilft auch bei der Verarbeitung. Wir sind nicht allein, und zusammen schaffen wir mehr: Ich denke, dass genau das in seinem Sinne war“, so die 1. Vorsitzende in ihrer Nachbetrachtung der Hauptversammlung.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Gut Landscheid: Restaurant ist zu
Gut Landscheid: Restaurant ist zu
Gut Landscheid: Restaurant ist zu
Die Gewinner der Foto-Challenge stehen fest
Die Gewinner der Foto-Challenge stehen fest
Die Gewinner der Foto-Challenge stehen fest
Vertrag für Naturschule in Burg ist unterzeichnet
Vertrag für Naturschule in Burg ist unterzeichnet
Vertrag für Naturschule in Burg ist unterzeichnet
BTG startet Volleyball-Kurs
BTG startet Volleyball-Kurs
BTG startet Volleyball-Kurs

Kommentare