Fest

Burscheid: Interkulturelles Leben ist intakt

„Internationales Burscheid“ mit vielen Stars: Amber und Laura van den Elzen und Mark Hoffmann machten alle bei „DSDS“ mit. Der Verein „Burscheid live“ konnte sie für einen Auftritt gewinnen.
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„Internationales Burscheid“ mit vielen Stars: Amber und Laura van den Elzen und Mark Hoffmann machten alle bei „DSDS“ mit. Der Verein „Burscheid live“ konnte sie für einen Auftritt gewinnen.

Der Verein „Burscheid live“ stellte mit dem Kommunalen Integrationszentrum Rhein-Berg ein Fest auf die Beine.

Von Peter Klohs

Das russische Tanzpaar Renate und Valentin Lusin begeisterten gestern mit zwei Auftritten.

„Sie hier in Burscheid bekommen ja eine ganze Menge auf die Reihe“, sagte Landrat Stephan Santelmann zur Eröffnung von „Internationales Burscheid“, einer zweitägigen Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfand. „Zweimal ist Tradition, dreimal ist Brauchtum“, scherzte der Landrat und bestärkte den Verein Burscheid Live und seinen 1. Vorsitzenden Uwe Graetke in seinem Tun. „Das interkulturelle Leben in Burscheid ist absolut intakt“, schloss er seine kurze Absprache.

„Wir können im kommenden Jahr noch zulegen.“

Uwe Graetke, Vorsitzender

Recht schnell waren die Sitzplätze, die vor der großen Bühne auf dem Marktplatz aufgebaut waren, besetzt. Das Bühnenprogramm wartete mit vielfältigen und spannenden Beiträgen auf. Dazu waren in der unteren Hauptstraße diverse Stände von Vereinen und Institutionen aufgebaut worden, die alle eins gemeinsam haben: den Wunsch, mit allen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam und friedlich zu leben. Am deutlichsten zeigte sich dies am Stand des Kommunalen Integrationszentrums Rheinisch-Bergischer Kreis, das zudem als Mitorganisator fungierte. Kinder aus erkennbar unterschiedlichen Kulturkreisen spielten, malten und bastelten zusammen, dass es eine helle Freude war, ihnen dabei zuzusehen: Asiaten, Kinder aus nahöstlichen Familien, arabischstämmige, Afrikaner, Deutsche. Es schönerer Beweis, dass Rassismus eine Erfindung von Erwachsenen sein muss, kann es eigentlich nicht geben.

Mark Hoffmann und Laura van den Elzen ließen die Zuhörerherzen schmelzen.

Findet auch Uwe Graetke, der als 1. Vorsitzender von Burscheid live mit seinem kleinen Verein den Löwenanteil an Vorarbeit erledigt hatte. „Die Menschen sollen und wollen trotz des Angriffskriegs in der Ukraine möglichst unbeschwert untereinander und miteinander feiern. Und dass wir das in diesem Jahr zum zweiten Mal auf die Beine gestellt haben, ist für einen solch kleinen Verein wie unseren eine Herkulesaufgabe. Wir haben uns im Vergleich zum Vorjahr noch etwas vergrößert, obwohl fünf Stände wegen Corona kurzfristig absagen mussten. Wir können im kommenden Jahr noch etwas zulegen, aber irgendwann sind uns mit der Burscheider Innenstadt auch Grenzen gesetzt. Und wir wollen sehr gerne hier bleiben und zur Belebung der Stadtmitte beitragen.“
Dass dies mit diesem Fest als gelungen zu betrachten ist, dafür sorgte auch das Bühnenprogramm, dass durch die Tänzerinnen des Burscheider Tanzstudios Diwan El Shark eröffnet wurde.

Die Niederländerin Amber van den Elzen, Zweite bei der diesjährigen „DSDS“-Ausgabe, hatte sich angekündigt, das russische Profitanzpaar Renate und Valentin Lusin („Let's Dance“) ebenso. Unterschiedliche Musikgruppen gaben Kostproben ihres Könnens: Fado Trio Geracoes aus Portugal, AFIR (Anatolische Folklore im Ruhrpott), Amigos de Bolivia, Manuel Ragué (Spanien) und Nacia, die als deutsche Sängerin französische Lieder darbrachte, sind nur einige Beispiele dafür. Die Stände zeigten eine enorme Bandbreite der in Burscheid tätigen Organisationen, zu denen der Integrationsrat, der Kinderschutzbund, der spanische Elternverein und eine interkulturelle Kochgruppe gehören.

Das russische Tanzpaar Renate und Valentin Lusin (linkes Foto) begeisterten gestern mit zwei Auftritten. Mark Hoffmann und Laura van den Elzen ließen die Zuhörerherzen schmelzen.

Hintergrund

„Die Planungen für das 3. Fest ‚Internationales Burscheid‘ 2023, beginnen quasi am Montagmorgen“, sagt Uwe Graetke, der für die grobe Planung somit ein Jahr veranschlagt. Sein Verein Burscheid Live habe zwar etwas mehr als 30 Mitglieder, aktiv seien aber nur acht bis zehn.

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