Veranstaltung am Wochenende

Herbert Reul besucht Burscheider Osterfeuer

Das Osterfeuer kam nach zweijähriger Corona-Zwangspause bestens bei den Besuchern an. Fotos: Michael Schütz
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Das Osterfeuer kam nach zweijähriger Corona-Zwangspause bestens bei den Besuchern an.

Die CDU-Mitglieder waren als Veranstalter erfreut über die große Anzahl an Besuchern.

Von Anja Wollschläger

Burscheid. Zuletzt gab es in Burscheid im Jahr 2019 insgesamt 25 genehmigte Brauchtumsfeuer. In diesem Jahr konnte nach der Corona-Pause die Burscheider CDU zum vierten Mal an die Montanusstraße auf die Balkantrasse einladen. Zwei Jahre musste sie wegen der Pandemie nun pausieren.

Angekommen war das Osterfeuer immer gut in Burscheid. Und so hatten die Gastgeber auch dieses Mal mit einem regen Zuspruch gerechnet. Dass es dann aber so viele waren, die dabei sein wollten, das hat sie dann doch erstaunt. Die Burscheider CDU-Parteivorsitzende Erika Gewehr zeigte sich jedenfalls für das Organisationsteam positiv überrascht vom Besucherzuspruch am Rande der Balkantrasse: „Wir konnten gar nicht einschätzen, wie viele Gäste kommen würden. Jetzt sind wir doch ein wenig überwältigt von der großen Zahl“.

Bei der Veranstaltung, die gegen 19 Uhr noch während der hellen Abendstunden angefangen hatte, waren den Gastgebern zwei Stunden später in der Dämmerung bereits die Brötchen ausgegangen. Luis Tilmans hatte bis dahin schon mehr als 200 Würstchen gegrillt und Ratsfrau Susanne Lüssem hatte als Teil des Catering-Teams sämtliche von der Bäckerei Kretzer gelieferten Brötchen verteilt. Da lag manch einem das Sprichwort: „In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot“ auf den Lippen.

Das ist eine tolle Type. Von solchen Ehrenamtlern profitiert die Gesellschaft.

NRW-Innenminister Herbert Reul über Erika Gewehr (CDU)

Geld verlangte die Partei weder für Bier, Limo oder Würstchen. Eine Spendendose stand neben einer Schale Schokoladeneier parat. An dem Feuer aus Palettenholz feierten die CDU-Freunde familiär mit mehreren Generationen und Gästen die Osternacht.

Stargast des Abends war NRW-Innenminister Herbert Reul. Im Wahlkampf hatte er am Morgen davor schon Station in Wermelskirchen, später in Leichlingen, Overath und Kürten gemacht. In Burscheid mischte er sich unter die Menschen an der Balkantrasse. Er kam ins Gespräch mit dem kleinen Mika, ließ sich mit erwachsenen Fans auf Erinnerungsfotos festhalten und sich auch von dem vorbeispazierenden Buchhandlungs-Hund beschnüffeln.

Ein großes Lob richtete Innenminister Herbert Reul am Samstagabend noch an Erika Gewehr: „Die ist eine tolle Type. Sie packt mit an und ist sich für nix zu schade. Von solchen Ehrenamtlern profitiert die Gesellschaft.“

Der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) kam gut gelaunt nach Burscheid.

Nicht nur der in Leichlingen lebende Landespolitiker, auch andere Gäste freuten sich, dass das beliebte Osterfeuer wieder stattfinden konnte. So sagte Petra Wagner: „Immer, wenn wir meinen Schwager und meine Schwägerin in Bergisch Gladbach besuchen, fahren wir hier von der Autobahn ab. Zum ersten Mal sehen wir uns dieses Mal aber bewusst die Stadt Burscheid an. Es ist wirklich schön hier.“

Ihr Schwager Robert Wagner fand es gut, „dass die Burscheider als einzige weit und breit ein offizielles Osterfeuer machen. Da fühlt man sich auch als Nicht-Burscheider willkommen.“ Und seine Familie aus Berlin war erstaunt, dass sogar ein Minister ins kleine Burscheid kommt. Stefan Dürdoth aus Burscheid genoss den Abend: „Das Wetter ist super und ich habe schon viele Leute hier getroffen, mit denen ich das eine oder andere erzählen konnte.“

Um 22 Uhr war dann Schluss mit der Feier rund ums Feuer. Gerüchteweise hieß es in der Runde, zu dieser Uhrzeit wünschten sich die Anwohner auf der Schützeneich Ruhe.

NRW-Wahl am 15. Mai

Am 15. Mai 2022 sind auch die Bürger in Burscheid zur Landtagswahl aufgerufen. Den Termin hatte Innenminister Herbert Reul im Mai 2021 dem Landtag vorgeschlagen. Die Kandidaten sind Herbert Reul (CDU), Sebastian Lemmer (SPD), Jürgen Langebucher (Grüne), Marco Frommenkord (FDP), Mike Galow (Die Linke), Simon Pugnaghi (Volt) und Carlo Clemens (AfD). Am 25. Oktober hatte sich Reul in Burscheid als Direktkandidat bei seiner Partei zur Wahl gestellt. In der Aula der Johannes-Löh-Schule bekam er bei der parteiinternen Versammlung 71 Prozent der 227 Stimmen. Bei der Aufstellung von Dirk Runge als Bürgermeisterkandidat in Hilgen stellte Reul sein Programm vor. Reul resümierte im Januar, dass die Stimmung innerhalb der CDU nach der verlorenen Bundestagswahl „nicht so dolle“ sei. „Aber das ist ja auch kein Wunder.“

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