Burscheid hat seine Aufnahmeverpflichtung fast komplett erfüllt

Amtsleiter Marco Fuss berichtete im Sozialausschuss über die Situation der Flüchtlinge in der Stadt

Von Nadja Lehmann

Regelmäßig legt Sozialamtsleiter Marco Fuss den Kommunalpolitikern die neuesten Zahlen zu Flüchtlingen und Asylbewerbern vor, die in der Stadt leben. So auch jetzt wieder im Schul- und Sozialausschuss. Hatte er im vergangenen Jahr noch festgestellt, „es ist ruhig geworden“, hört es sich 2021 ein bisschen anders an: „Die Situation ist wieder heikel geworden“, brachte es Fuss auf einen Nenner. Man denke nur an die Zuspitzung an der Grenze Belarus/Polen. „Das wirkt sich auch auf die Zahlen aus.“ Die Zahl der Neuzuweisungen sei indes überschaubar, so Fuss: 2020 habe es sich da gerade mal um drei, im noch laufenden Jahr um sechs Personen gehandelt („innerhalb der letzten Wochen“). „Das ist keine Riesenherausforderung“, sagte Marco Fuss. Insgesamt lebten 56 Menschen in den Unterkünften. Zum Stichtag 14. November habe Burscheid die Aufnahmeverpflichtung damit zu 95 Prozent erfüllt: „Zwei Personen fehlen noch zu 100 Prozent.“ Eine Zuweisung habe er just gerade noch entgegengenommen. Burscheid, das 2019 noch über sieben eigens angemietete Wohnungen verfügte, hat aktuell noch fünf.

Wie viel geduldete Flüchtlinge denn in der Stadt lebten, wollte Ulrich Conrads (FDP) wissen. Zum Hintergrund: Nordrhein-Westfalens Kommunen müssen für Geduldete selbst zahlen. Das Land übernimmt die Kosten nicht. „In Burscheid leben aktuell 23 Geduldete“, listete Marco Fuss auf. Und: Es komme Bewegung ins Spiel. Denn vom Land her sei eine Ausschüttung geplant: „Eine Pauschale von 12 000 Euro pro Fall.“ Fuss’ Applaus fällt dennoch gedämpft aus: „Wenn jemand 20 Jahre von uns finanziert wird, dann sind 12 000 Euro nicht das, was wir uns vorstellen.“

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