Corona-Lockerungen

Einzelhändler genießen Kontakt mit den Kunden

Neuer Lesestoff im Vierbeiner-Sektor: Da riskiert auch Beagle-Dame Elli gemeinsam mit Buchhändlerin Ute Hentschel einen Blick. Fotos: Doro Siewert
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Neuer Lesestoff im Vierbeiner-Sektor: Da riskiert auch Beagle-Dame Elli gemeinsam mit Buchhändlerin Ute Hentschel einen Blick.

Die Inzidenzwerte machen es möglich: Die Geschäfte haben wieder geöffnet – Ganz analog

Von Ursula Hellmann

Burscheid. Pumuckl im Schaufenster der Foto-Factory macht seit Montagvormittag ein besonders lustiges Gesicht. Er freut sich über Kundenberatungen von Angesicht zu Angesicht. Sie sind nun einmal für jeden angenehmer als ein Informationsaustausch über die digitalen Medien. Der Mitarbeiter im Geschäftsraum war bereits im intensiven Kundengespräch. Fallende Inzidenzzahlen und das endlich schöne Frühlingswetter zogen in dieser Woche viele Burscheider ins Freie.

Maryam Khashroum, die Inhaberin und Chefin der „Stoff-Zaubermaus“, Hauptstraße 15, kann ihren Kundinnen und Kunden endlich wieder gestatten, ihre Stoffe, Kurzwaren und Garne außer mit den Augen auch mit den Händen anzuschauen. „Unser bekanntes Sortiment für Näh-Experten blieb natürlich durchgehend erhalten und war in den entsprechenden Medien stets präsent. Trotzdem genieße ich die persönliche Begegnung und finde es sehr gut, wenn schöne Dinge zu spontanen Entschlüssen führen.“

Was sonst einfach über den Ladentisch ging, musste nun ausgesucht, verpackt und ausgeliefert werden

Auf der anderen Straßenseite wurden kurz nach 9 Uhr weitere Verkaufsständer in die Sonne geholt. Andrea Lunau, Mitarbeiterin der Buchhandlung Hentschel, gab gerne ein ausführliches Resümee über die vergangenen Monate, die Zeit während der Pandemie und nun die Lockerung. „Vielleicht könnte die Meinung bestehen, dass der Lockdown unseren Einsatz leichter gemacht hätte. Das Gegenteil ist der Fall. Was sonst von Hand zu Hand über den Ladentisch ging, musste nun ausgesucht, verpackt und logischerweise an die Besteller ausgeliefert werden. Zusätzlich zu unserer normalen Geschäftszeit forderte die neue Situation einen weit höheren Einsatz an Arbeitsstunden.“

Dies bestätigte in allem sofort die gerade anwesende treue Stammkundin Martina Ehrle. Sie forschte in Ruhe nach neuem Lesestoff. Lunau ergänzte noch: „Außerdem liefen unsere regelmäßigen Buchlesungen weiter, nun mit einem größeren Aufwand an Vorbereitung für die Online-Schiene. Und das sowohl für Kinder wie für Erwachsene. Wir sind dankbar, wie verständnisvoll unsere Kunden selbst die zuerst so strengen Maßnahmen akzeptierten. So wie es aussieht, werden wir unsere Strategie wohl doppelgleisig beibehalten.“

Endlich dürfen die Kunden die Stoffe auch wieder anfassen: Das freut auch Maryam Khashroum von der Stoff-Zaubermaus.

Ladeninhaberin hofft auf weitere sonnige Tage

Andere Töne, was die Folgen der Coronazeit betrifft, kamen von Eleni Moutsia. Ihre Änderungsschneiderei und Reinigungsbetrieb bewegte sich in den beiden vergangenen Jahren im unteren Existenzbereich. Ihre Erfahrung: „Alle großen Feiern fielen weg, darum blieb die Festtagskleidung in den Schränken. Selbst Berufskleidung brauchte sehr viel weniger Pflege. Nachfragen, gute Textilstücke umzuarbeiten, gab es nur äußerst selten.“

Was die seit 25 Jahren in Burscheid ansässige Unternehmerin am stärksten schockierte, war die unerwartete Änderung in der staatlichen Corona-Hilfe. Ihre Sorge: „Aus der Unterstützung, die nicht zurückerstattet werden brauchte, könnte für viele Empfänger inzwischen das genaue Gegenteil werden.“

Bei Bella Moden hofft Barbara Weiser mit ihren Kolleginnen auf sommerliches Ambiente, in dem die Burscheider gerne in ihre Auslagen sehen.

Barbara Weiser und ihre Kollegin vom Modehaus „Bella Moden“ an der Montanusstraße sehen die nächste Zeit in heiterem Licht. „Die lang erhoffte freie Ladenöffnung kam zwar jetzt überraschend kurzfristig, aber wir haben es trotzdem geschafft, unsere Frühjahrskollektion allen Passanten und näheren Interessenten rechtzeitig und vollständig zeigen zu können. Nachdem die Pfingstfeiertage leider nicht zum Spazierengehen einluden, hoffen wir nun auf sommerliche Stunden und damit auf viele Besucher unserer Auslagen. Die ersten Juni-Tage waren ja mit Sonne pur bestückt. Das lässt doch hoffen!“ Aber die Maske bleibt? „Das stört uns nicht und ist sicher noch lange angebracht.“

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