Obst- und Gartenbauverein

Die Gartenfreunde melden sich zurück

Vorsitzende Irmtraud Vorkauf bei der Hauptversammlung im Haus der Kunst. Foto: OGV
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Vorsitzende Irmtraud Vorkauf bei der Hauptversammlung im Haus der Kunst.
  • VonNadja Lehmann
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Obst- und Gartenbauverein begrüßte rund 100 Besucherinnen und Besucher zur Hauptversammlung im Haus der Kunst. Der Verein blickt auf die vergangenen Corona-Jahre zurück und möchte in Zukunft neue Wege gehen.

Burscheid. Von Cornwall hätte sie ja noch erzählen müssen, schüttelt Irmtraud Vorkauf über sich selbst den Kopf. Die von der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins organisierte Reise fand zwar schon 2019 statt – aber danach kamen Pandemie, Lockdown und das Erliegen des Vereinslebens. Erst jetzt bat der Obst- und Gartenbauverein seine Mitglieder wieder zur Hauptversammlung ins Haus der Kunst. Mit Aufmunterndem ließ man sich dabei nicht lumpen: (L)a Capella spielte für die rund 100 Besucherinnen und Besucher auf. Und: Die Reise des vergangenen Jahres hatte Irmtraud Vorkauf in ihrem Rückblick nicht vergessen – sie führte nach Bamberg. 2022 soll es im Herbst an den Bodensee gehen.

Der Obst- und Gartenbauverein meldet sich zurück: Auf diesen Nenner könnte man das Treffen bringen. Und der Verein setzte ein Zeichen, indem die Tische gelb-blau eingedeckt waren und eifrig für die Flüchtlinge aus der Ukraine gesammelt wurde: 331 Euro, die der Verein aus eigenen Mitteln auf 700 Euro aufstockte. „Wir möchten gern einen örtlichen Ukraine-Spendenfonds unterstützen“, sagt Irmtraud Vorkauf.

Die Pandemie hat uns gelehrt, zu improvisieren.

Irmtraud Vorkauf

Die eigene Kasse ist dank des Heimatpreises 2019 noch immer gut gefüllt: „Wir hatten ja keinerlei Gelegenheit, es auszugeben“, sagt die Vorsitzende. Vieles fiel sang- und klanglos aus, wie sie in ihrer Rede rekapitulierte. Aber: „Die Pandemie hat uns gelehrt, zu improvisieren.“ Die Pflanzentauschbörse 2020 lief erstmalig online – und sehr gut. „Aber natürlich ist es netter, wenn sich die Gartenfreunde persönlich zu Gespräch und Erfahrungsaustausch treffen“, sagt Vorkauf.

2021 ging so manches schon wieder. Wie der Aufbau der Krippe am Wallace-Brunnen, eines der liebgewonnenen Aufgabenfelder des Vereins. „Die dortige Grünpflege hat nach dem Umbau der Oberen Hauptstraße ja die Sparkasse übernommen“, sagt Vorkauf. „Seinem“ Wallace-Brunnen aber hält der Verein die Treue, stellt die Krippe auf und den Weihnachtsbaum. Ein Kraftakt im wortwörtlichen Sinn für den Obst- und Gartenbauverein, dessen Mitglieder – ohne ihnen zu nahe treten zu wollen – nicht mehr die Jüngsten sind.

Vor der Pandemie hatte der Verein auch ein SOS gesandt, nachdem er nach dem Tod der stellvertretenden Vorsitzenden Christine Lautz seinen Vorstand nicht mehr komplettieren konnte. Das ist nun Geschichte: Die wiedergewählte Irmtraud Vorkauf kann ein vollständiges Team um sich versammeln. Ihre Stellvertreterin ist Elke Mebus. Kassenwart ist erneut Wolfgang Fuhrbach. Das Amt der Schriftführerin nimmt Ursula Pietz wahr, zur Medienfachwartin wurde erneut Hanni Emmers bestimmt. Karl-Heinz Lautz bleibt der wichtige Gerätewart, der verleihbare Schätze wie Vertikulierer und Heckenschere hütet. „Wir sind großzügig. Wir verleihen auch an Nicht-Mitglieder. Gegen eine freiwillige Spende“, verrät Vorkauf.

Apropos Mitglieder: Deren Zahl ist zwar auf rund 350 gesunken, weil 51 fortgezogen oder gestorben sind. Aber: Es gibt 16 Neuzugänge, meist junge zugezogene Familien. Für sie will Irmtraud Vorkauf mutig neue Wege gehen. „Wir denken über einen Gemeinschaftsgarten nach, in dem man Gemüse, Hochbeete und Kräutergarten anlegen könnte“, erzählt sie. Möglich sei auch ein flächenmäßiger Anbau auf einem noch zu findenden Grundstück: „Da stehen wir dann mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Vorkauf und verbessert sich dann mit einem Lachen selbst: „Wohl eher mit Rat.“ Das Alter eben. Am Rat aber soll es nicht fehlen, und an der Erfahrung tut es das gleich dreimal nicht.

Auch zur Verschönerung des Stadtbilds trägt der Obst- und Gartenbauverein entschlossen sein Scherflein bei. Gemeinsam mit der Gärtnerei Steinbach sorgt man für die Bepflanzung der Blumenampeln. Und erfolgreich war man auch mit seinen kostenlosen Schnittkursen. „Die haben uns Zulauf gebracht“, freut sich Irmtraud Vorkauf.

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