Neue Fachkräfte unterstützen die Arbeit

Diakonie-Sozialstation ist auf Wachstumskurs

Lenken die Geschicke der Diakonie-Sozialstation: Susanne Vierkötter, Denise Andersen, Sonja Cholewa und Leiter Andreas Hasenclever (von links). Foto: Nadja Lehmann
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Lenken die Geschicke der Diakonie-Sozialstation: Susanne Vierkötter, Denise Andersen, Sonja Cholewa und Leiter Andreas Hasenclever (von links).
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Zum 1. April hat die Einrichtung an der Hauptstraße drei neue Fachkräfte eingestellt – Seit zehn Jahren ist sie am Standort

Burscheid. Die Diakonie-Sozialstation ist auf Wachstumskurs. „Wir haben zum 1. April drei neue Pflegefachkräfte eingestellt“, berichtet Andreas Hasenclever. Ein Erfolg, der den Einrichtungsleiter besonders freut, weil er in Zeiten erreicht wurde, in denen Pflegekräfte am Rand der Erschöpfung arbeiten und der erste anfängliche Corona-Applaus fast verstummt ist. „Wir können so unsere Warteliste leeren und neue Kapazitäten schaffen“, sagt Hasenclever. Das Erfolgsrezept der Einrichtung in der Hauptstraße 64: „Wir bilden selbst aus und bemühen uns immer, unsere Azubis zu übernehmen.“

Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Denise Andersen (Teamleitung der beiden Wohngruppen), Susanne Vierkötter (Teamleiterin Ambulante Betreuung und stellvertretende Pflegedienstleitung), und Sonja Cholewa (Pflegedienstleitung) bildet Hasenclever das Führungsquartett der Diakonie-Sozialstation. Ein Quartett, dem gleich noch ein paar mehr Gründe für die erfolgreiche Personal-Akquise einfällt: „Wir haben ja auch externe Praktikanten. Die lernen uns kennen und bewerben sich bei uns“, sagt Susanne Vierkötter. „Und ganz viel geht über Mundpropaganda.“

Persönliche Note wird in der Villa Frühn groß geschrieben

Auf sympathisch-überzeugende Weise sind sich die Vier ohnehin einig, dass sie einen guten Arbeitgeber haben. Das ist die Rheinische Gesellschaft für Diakonie. „Wir haben ganz tolle Fortbildungsmöglichkeiten“, sagt Denise Andersen. Sie ist außerdem alleinerziehende Mutter und schätzt die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, auch im Homeoffice tätig zu sein. „Das haben wir schon immer forciert. Schon weit vor Corona“, bestätigt Andreas Hasenclever. Denn viele der insgesamt rund 60 Mitarbeiter seien Mütter – und froh über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dass es sich in Burscheid wohlfühlt, beweist das Quartett durch seine berufliche Treue: Kürzer als sieben Jahre ist keiner am Haus, Sonja Cholewa ist bereits seit elf Jahren dabei.

Der Aufgabenbereich der Diakonie ist komplex

Sie alle sind bestens ausgebildete und spezialisierte Fachkräfte. „Wir haben einen hohen Fachkraftanteil im Personal“, bestätigt Andreas Hasenclever. Denn der Aufgabenbereich ist komplex. Die Diakonie-Station ist beispielsweise seit zehn Jahren in der „Spezialisierten Ambulanten Palliativ-Versorgung“ tätig und ist aktuell erneut in die „Allgemeinde Ambulante Palliativ-Versorgung“ eingestiegen. „Wir hatten dafür nicht genug Personal und deshalb den Vertrag ruhen lassen“, sagt Susanne Vierkötter. Das ändert sich nun durch die drei neuen Fachkräfte. Die Allgemeine Ambulante Palliativ-Versorgung wird durch die Hausärzte organisiert. „Sie haben auch den Anstoß gegeben, dass wir wieder einsteigen“, sagt Hasenclever. So sei der Patient davor gefeit, sich bei einem Wechsel von „Allgemein“ auf „Spezialisiert“ und umgekehrt auf neue Gesichter einlassen zu müssen. „Der Bedarf ist groß.“ Die Diakonie-Sozialstation gehört damit zu den Einrichtungen, die schwerkranken Menschen ermöglichen, im vertrauten Rahmen, im eigenen Zuhause zu sterben – eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Es geht aber auch ums Leben. Um ein gutes Leben, das im Zeichen des Miteinanders steht: Das verkörpern die beiden Wohngruppen, die zur Sozialstation gehören. Seit neun Jahren gibt es das „Haus Regenbogen“, das Platz für zwölf Bewohner bietet. Vor zwei Jahren ist die denkmalgeschützte „Villa Frühn“ dazugekommen, in der zehn Bewohner eine Heimat gefunden haben.

Jeder darf so sein, wie er ist.

Denise Andersen über die WGs

„Das sind sehr familiäre Strukturen“, erzählt Denise Andersen. „Die Bewohner werden in den Tagesablauf miteinbezogen und können ihn mitgestalten und -bestimmen.“ So darf, wer will, auch selbst kochen: Wie die Bewohnerin, die jüngst die anderen mit ihrem Apfelkuchen überraschte. Wer es schon immer so hielt, darf auch morgens lange schlummern. „Jeder darf so sein, wie er ist“, beschreibt Andersen. „Das fördert ein selbstbestimmtes Leben.“ So kann jeder und jede beim Einzug die eigenen Möbel mitbringen – in die Zimmer, die 36 bis 48 Quadratmeter groß sind und um die sich die Gemeinschaftsräume gruppieren. Voraussetzung für die WG ist mindestens Pflegestufe 2. Nicht jeder sei aber schwerst gehandicapt, macht Denise Andersen deutlich: „Der eine kann dies noch, der andere das. Da ist eine schöne Gemeinschaft entstanden. Eine schöne Atmosphäre.“

Die persönliche Note wird auch in der Villa Frühn groß geschrieben. Dort sei kürzlich ein Ehepaar eingezogen. „Mit seinem Hund“, sagt Andersen. „Einen Vogel hatten wir auch schon“, wirft Sonja Cholewa lächelnd ein.

Anfragen von Investoren gibt es bereits

Das Quartett blickt optimistisch nach vorn. Die WGs sollen ausgebaut werden. „Wir brauchen dazu Investoren, von denen wir ein Gebäude entweder anmieten oder wo wir dann einfach als Anbieter auftreten“, sagt Andreas Hasenclever. Noch sei nichts spruchreif, aber: „Wir haben von Investoren schon Anfragen.“

Derzeit freuen sich Andersen, Vierkötter, Cholewa und Hasenclever über ihr Diakonie-Jubiläum: Seit zehn Jahren ist man nun an der Hauptstraße. Sie freuen sich, dass Bewohner und Mitarbeiter geimpft sind: „Die Bereitschaft war sehr groß.“ Und sie freuen sich, in Burscheid zu arbeiten: „Der Standort ist super. Das Seniorennetzwerk ist stark, und der Bürgermeister steht der Pflege nahe. Perfekt.“

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