Es wurden wieder Weihnachtspäckchen verteilt

Burscheider helfen Bedürftigen mit 280 Päckchen

Bereits 2020 ließen sich die Ehrenamtlerinnen der Burscheider Tafel von Covid-19 nicht unterkriegen; 2021 galt das ebenso. Es wurden wieder Weihnachtspäckchen verteilt. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Bereits 2020 ließen sich die Ehrenamtlerinnen der Burscheider Tafel von Covid-19 nicht unterkriegen; 2021 galt das ebenso. Es wurden wieder Weihnachtspäckchen verteilt.

Tafel freut sich über großen Erfolg ihrer Aktion.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Dagmar Zimmer ist glücklich. Denn die Burscheider haben Weihnachtspäckchen gepackt wie die Weltmeister. „Wir hatten 280 Päckchen. Das war unfassbar. So viel hatten wir noch nie“, sagt die Vorsitzende der Burscheider Tafel. „Wir haben ausgegeben, was das Zeug hält. Noch am Freitag haben wir Reste verteilt. Denn wir wollten nichts zurückbehalten, sondern alles 1:1 unseren Kunden zukommen lassen.“

Die Aktion ist nicht neu. Erneut hatte die Tafel die Burscheider gebeten, Weihnachtspäckchen zusammenzustellen. Nichts Übertriebenes, kein Schnickschnack, sondern Dinge des täglichen Bedarfs, die jenen helfen sollen, die nicht viel haben. „Packen Sie ein Päckchen nach ihren Wertvorstellungen, womit Sie garantiert Freude auslösen werden“: So hatte es die Burscheider Tafel in ihrem Aufruf formuliert. Und gewusst, dass sie sich auf „ihre“ Burscheider verlassen kann. Denn bereits im vergangenen Jahr hatte es Dagmar Zimmer betont: „Wir sind froh mit den Burscheidern, wir fühlen uns wohl und unterstützt.“

Zum Dreh- und Angelpunkt wurde das Gemeindezentrum der Freikirchlichen-evangelischen Gemeinde an der Weiherstraße: Dort wurden die Pakete entgegengenommen und ausgegeben. Und was übriggeblieben war, folgte einen Tag später, am üblichen Ausgabetag, dem Freitag, im heimatlichen Tafel-Domizil. Wie gesagt: Nichts sollte übrigbleiben.

Für Dagmar Zimmer ist es das richtige Signal, um entspannt die Feiertage und Neujahr genießen zu können. „Wir haben jetzt schließlich erstmal geschlossen. Am 7. Januar sind wir wieder wie gewohnt da.“

Und daran hält die Tafel fest. Corona hin oder her. „Wir sind ja sehr gut aufgestellt“, sagt Zimmer. Umgerüstet aufs Einbahnenstraßensystem hat die Tafel in ihrem Standort an der Montanusstraße schon lange. „Das funktioniert sehr gut“, bestätigt Zimmer. Zudem dürfen immer nur zwei Kunden gleichzeitig im Gebäude sein. Sicherheit geht vor. „Unsere Ehrenamtler sind teilweise schon zum 3. Mal geimpft“, berichtet Zimmer. Wobei sie die älteren Mitstreiter inzwischen aus dem Kundenkontakt heraushält und lieber freitagvormittags in der Aufbereitung der angelieferten Lebensmittel als nachmittags in der Ausgabe einsetzt.

Neue Helfer kamen in der Pandemie dazu

„Wir werden Corona im Auge behalten“, sagt Zimmer. Und deshalb gilt künftig auch für die Kunden 3G (geimpft, getestet, genesen). „Wir haben die Kunden informiert, haben Handzettel auf Deutsch und Englisch verteilt“, erklärt Dagmar Zimmer. Die Kunden hätten positiv reagiert, freut sie sich.

Rund 30 Köpfe zählt das Team der Tafel-Ehrenamtlichen. Während Corona sind sogar ein paar neue dazugekommen. Denn in der Hochzeit der Pandemie setzte die Tafel auf Belieferung der Kunden und fuhr diese direkt an. „Damals haben wir ein Fahrerteam aus Burscheidern gegründet, die in der Pandemie im Homeoffice waren und sich ihre Zeit anders einteilen konnten“, erzählt Zimmer. Inzwischen ist das Tafel-Team wieder zum gewohnten Prozedere der freitäglichen Ausgabe zurückgekehrt – vier Leute aus dem Fahrer-Lager sind der Tafel aber weiterhin erhalten geblieben. Und zwei weitere (sogar jüngere) Ehrenamtler haben sich eingefunden.

Dennoch: Neue Leute werden gesucht. Zum Beispiel just als Fahrer, die von Mittwoch bis Freitag die Lebensmittel bei Supermärkten, Discountern und Bauern abholen. Oder als Helfer, die bei Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel helfen.

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