Hochwasserschäden

Bauarbeiten auf Gut Landscheid werden noch zwei Monate dauern

Das ist der Chef auf Gut Landscheid: Kurt Lammert.
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Das ist der Chef auf Gut Landscheid: Kurt Lammert.

Kurt Lammert setzt seine Pläne in die Tat um.

Von Stephan Eppinger

Burscheid. Im vergangenen Jahr wurde das Gut Landscheid vom Jahrhunderthochwasser stark getroffen. Seitdem laufen die Bauarbeiten, um die Schäden zu beseitigen und um das Gut neu zu gestalten. Inhaber Kurt Lammert gibt im Interview einen Überblick über den aktuellen Stand und die Perspektiven für das laufende Jahr.

Die kleine Herde aus Alpakas ist mittlerweile auf Gut Landscheid eingetroffen.
Gerade wurde in der Ministerpräsidenten-Konferenz die 2Gplus-Regel für die Gastronomie beschlossen. Was halten Sie davon?
Kurt Lammert: Ich halte die Entscheidung für richtig und gut. Unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass unsere Gäste sehr viel Wert auf ihre Sicherheit legen. Probleme bei der 2G-Kontrolle am Eingang gab es bei uns nie. Wir haben auch schon bislang freiwillige Tests für die Gäste angeboten, die bei ihrem Besuch alle Zweifel beseitigen wollten. Das wird rege genutzt. Aktuell sehen wir, dass fast alle Gäste bereits geboostert sind.
Wie ist die Situation nach den Hochwasserschäden im Vorjahr?
Lammert: Die Bauarbeiten zur Beseitigung der Schäden sind noch nicht beendet. So können wir den Bereich im Keller nach wie vor nicht nutzen. Da wird gerade der neue Estrich verlegt. Trotzdem geht es uns gut, auch wenn wir noch nicht die Ergebnisse von 2019 erreicht haben. So hatten wir jetzt im Dezember im Vergleich zu 2019 etwa 20 Prozent weniger Umsatz. Ich gehe aber davon aus, dass wir um Ostern herum wieder die alten Umsatzwerte erreichen werden. Ich bin optimistisch, dass wir mit klaren Regeln bis zu diesem Zeitpunkt die Pandemie wieder im Griff haben. Man muss natürlich auch etwas dafür tun. So haben wir etwa ein Jahr lang auf Gut Landscheid ein Testzentrum betrieben und im November konnte man sich bei uns auch impfen lassen. Wir haben den großen Vorteil, dass wir durch den Tagesklinikbetrieb medizinisches Fachpersonal selbst vor Ort haben und direkt einsetzen können.
Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf ihr Personal?
Lammert: Wir konnten unser Personal in allen Bereichen halten bzw. neu aufstellen. Das war im Küchenbereich der Fall, wo wir mit einem neuen, jungen Team unter dem neuen, 30-jährigen Küchenchef Marek Arentz an den Start gegangen sind. Arentz hatte vorher im Bayer-Kasino und in der Kulisse in Leverkusen gearbeitet. Die regionale Ausrichtung der Küche bleibt erhalten, wir konnten aber durch das neue Team die Qualität weiter verbessern. Die jungen Mitarbeiter haben zudem Schwung in unsere Küche gebracht. Insgesamt spüren wir den Personalmangel in der Hotellerie und der Gastronomie gar nicht. Wir haben ständig Anfragen und konnten im Sommer auch fünf neue Auszubildende für Küche, Service und das Hotel einstellen. Hier sind wir auf dem richtigen Weg.
Sie planen umfangreiche Umgestaltungen auf Gut Landscheid.
Lammert: In Kürze werden wir die Zahl unserer Hotelzimmer von 18 auf 27 aufstocken. Damit sind wir dann deutlich besser aufgestellt. Bald abgeschlossen ist auch die Neugestaltung der Scheune, wo wir gerade für Familien, Wanderer und Radfahrer eine große Innen- und Außengastronomie anbieten. Draußen wird es alleine 150 Plätze geben. Angekommen sind inzwischen auch die sechs Alpakas. Ich plane zudem in Zukunft die Ansiedlung weitere heimischer Nutztiere wie Kühe, Esel oder Schafe. So können gerade Kinder aus Großstadtfamilien diese, für sie oft unbekannten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben. In Kürze werden wir zudem auf dem neuen Parkplatz unsere offizielle E-Tankstelle mit vier Plätzen für Autos und acht weiteren für E-Bikes eröffnen. Dieses Angebot kann jeder in der Region nutzen, unabhängig vom Besuch des Restaurants oder des Hotels.
Wie fällt Ihr Ausblick für das noch junge laufende Jahr aus?
Lammert: Ich bin da sehr optimistisch. Wir werden alle Events, die unsere Gäste bei uns kennen, wieder anbieten. Gerade im Dezember sind solche Veranstaltungen sehr gut angenommen worden. In etwa zwei Monaten werden auch die Bauarbeiten komplett abgeschlossen sein. Dann sind wir wieder voll funktionsfähig.

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