Bürgermeister Stefan Caplan dankt den Einsatzkräften

Bürgermeister Stefan Caplan. Archivfoto: Doro Siewert
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Bürgermeister Stefan Caplan.

Von Straßenunterspülung bis Brückeneinsturz: Extremwetter hat in Burscheid Spuren hinterlassen

Von Nadja Lehmann

Auch in Burscheid hat der Dauerregen Spuren und Schäden hinterlassen. „Allen Einsatzkräften gilt mein höchster Respekt und Dank für die Dauereinsätze, die seit Mittwoch gefahren werden. Hervorragend geklappt hat die Koordination über die Leitstelle, Stadtalarm wurde ausgelöst. Die Wehrleitung war in ständigem Kontakt mit der Stadtverwaltung und auch mit mir, so dass in allen Fällen schnelle Hilfe geleistet werden konnte“, sagt Bürgermeister Stefan Caplan. „Erfreulicherweise gibt es in Burscheid keine Personenschäden.“

Die Burscheider Feuerwehr half noch am Donnerstag im schwer getroffenen Leichlingen aus. „Mein Mitgefühl gilt allen Burscheiderinnen und Burscheidern, die vom Hochwasser betroffen sind, und natürlich auch den Menschen in unseren Nachbarstädten, die durch das Unwetterereignis viel Leid erfahren mussten. Wir helfen aus, wo wir können“, betont Caplan.

Das Technische Hilfswerk (THW) war seinerseits den Burscheidern zur Hilfe geeilt, um mit 2 500 Sandsäcken am Gut Landscheid das aus dem nahe gelegenen Wiembach übertretende Wasser einzudämmen. Wie Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss mitteilt, haben sich gestern Mitarbeiter der Stadtverwaltung in den betroffenen Ortschaften Hamberg, Niederrepinghofen und Grünscheider Mühle ein Bild von der Lage gemacht. „Es wurden notwendige Sofortmaßnahmen eingeleitet, wie beispielsweise der Bau einer Behelfsbrücke zu einem von der Straße abgeschnittenen Wohnhaus“, so Bergfelder-Weiss.

Sperrung der A 1 sorgt für hohes Verkehrsaufkommen in Burscheid

Das Kreuz Leverkusen stand bis gestern noch immer unter Wasser, deshalb war die A 1 beidseitig zwischen Wermelskirchen und Leverkusen gesperrt: Das Verkehrsaufkommen in Burscheid war deshalb seit Donnerstag extrem hoch und durch die Umleitungen von langen Staus geprägt.

Eine lückenlose Aufzählung der Schäden könne wegen der großflächigen Lage (Flächenereignis) nicht erfolgen, heißt es aus dem Rathaus. Feuerwehr und Technische Werke Burscheid (TWB) stellten jedoch einen Überblick über die größten Schäden zusammen. Der Damm/Bachdurchlass bei Gut Landscheid ist zurzeit noch gesperrt und muss auf Standsicherheit geprüft werden. Es wurden 2500 Sandsäcke aufgestapelt. Im Ortsteil Dürscheid ist die Dürscheider Mühle stark betroffen. Die Brücke stürzte in der Nacht zu Freitag auf einer Fläche von rund drei mal drei Metern ein, als sie vom Regen unterspült wurde. „Nach derzeitigen Erkenntnisstand ist die Brücke nicht mehr tragfähig und muss komplett abgerissen und neu errichtet werden“, sagt TWB-Vorstand Sebastian Nocon. „Wir gehen daher von einer längerfristigen Sperrung aus. Die Leitstelle ist bereits informiert“. Im Bereich zur Lambertsmühle ist der Hang abgerutscht. Es gab Erdrutsche im Bereich Großhamberg. Die Zufahrten sind stark eingeschränkt. Ein Fachberater für Erdfestigkeit und Erdrutsch habe die betroffenen Bereiche bereits begutachtet und sehe bei der derzeitigen Wetterlage keine weiteren Gefahren, teilt die Verwaltung mit. Im Bereich Dohm ist die Straße abgesackt und weggespült.

Fast alle Regenauffangbecken sind vollgelaufen und in den Notüberlauf gegangen. Das Regenversickerungsbecken des Neubaugebietes „An der Rosendelle“ des zuständigen Erschließungsträgers ist stark betroffen: Dort ist ein Damm gebrochen. „Das Wasser ist über die angrenzenden Weideflächen abgelaufen; der Erschließungsträger wurde informiert“, so Bergfelder-Weiss. Rund 50 Prozent der Schmutzwasserpumpwerke seien überstaut; der betriebliche Ablauf sei gestört.

„Auch weiterhin sind alle Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes an verschiedenen Stellen des Stadtgebietes mit Aufräumarbeiten und Sicherungsmaßnahmen beschäftigt“, heißt es aus dem Rathaus.

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