Bürgerbus rollt an vier Tagen in der Woche

Der Verein hat seinen Fahrplan angepasst.Foto:Bürgerbusverein
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Der Verein hat seinen Fahrplan angepasst.Foto:Bürgerbusverein

Verein konnte drei neue Fahrer gewinnen

Von Jennifer Preuss

Der Burscheider Bürgerbusverein kommt gut durch die Corona-Krise. Während der Betrieb zu Beginn der Pandemie aus Sicherheitsgründen eingestellt werden musste, ist der gelbe Bus der Ehrenamtler nun vier Mal in der Woche morgens unterwegs. Jeweils fünf Fahrten stehen auf dem Programm und somit weniger als vor der Pandemie.

Von den acht verfügbaren Sitzplätzen dürfen nur vier besetzt werden, damit die Fahrgäste Abstand halten können. Wer wegen der coronabedingten Sitzplatzbeschränkung an der Bushaltestelle warten muss, der wird bei einer zweiten Fahrt mitgenommen. Der Verein hat sich an die aktuelle Situation angepasst. Das bedeutet auch, dass der Fahrplan eingestampft werden musste, um auch dem Personalmangel Rechnung zu tragen. „Einige Fahrer wollen wegen Corona nicht fahren“, sagt Vereinsvorsitzender Hans-Joachim Scheurlen. „Von insgesamt 30 Fahrern sind 18 unterwegs.“

Konkret wirkt sich das so aus, dass die Fahrten dienstags und donnerstags ausgesetzt wurden. Ebenso ist der Bürgerbus vorerst nachmittags nicht unterwegs. Sobald wie möglich will der Verein wieder mehr Fahrten durchs Burscheider Stadtgebiet anbieten – auch vermehrt im Burscheider Süden. Ein gutes Vorzeichen: Der Verein hat drei neue Fahrer gewinnen können. „Das sind Menschen, die nun in Rente sind und gesellschaftlich etwas beitragen möchten“, so Scheurlen.

Dazu muss man wissen, dass die Fahrgäste meist ältere Herrschaften sind, die mit ihrem Geld haushalten müssen. Für sie sei es nicht möglich, mal eben mit dem Taxi vom Griesberg aus in die Burscheider Innenstadt zu fahren – eine Fahrt, die, wie Hans-Joachim Scheurlen schätzt, für unter 20 Euro kaum zu haben ist.

In der Pandemie wurden Überschüsse erzielt

Im Vergleich dazu kostet die gleiche Strecke als eine Einzelfahrt mit dem Bürgerbus 1,50 Euro. Mit den kleinen Beträgen kann der Bürgerbusverein selbstredend keine großen Sprünge machen. Aber bislang reichte es aus, um eine solide Vereinskasse zu haben. Selbst in der Pandemie wurden Überschüsse erzielt. „Wir haben schon vor Corona erkannt, dass wir deutlich weniger Fahrgäste als noch vor fünf Jahren haben. Und gerade jetzt in der Corona-Krise scheuen viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Scheurlen.

Die solide Finanzlage erklärt sich der Vorsitzende dadurch, dass der Verein den Fahrplan angepasst hat und somit Kosten einspart, die vor allem durch Leerfahrten entstehen würden. „Wir fahren nicht auf Verlust“, betont Hans-Joachim Scheurlen. „Aber: Wir sind aber auch nicht angetreten, um Sprit zu sparen. Wir haben einen Beförderungsauftrag.“

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