Bürger kümmern sich um ihre Baumscheiben

Die Beetpatinnen (v.l.) Dagmar Kerst und Danuta Herrmann bekamen Ihre Urkunden von Dagmar Kaufmann.Foto: Quartierstreff
+
Die Beetpatinnen (v.l.) Dagmar Kerst und Danuta Herrmann bekamen Ihre Urkunden von Dagmar Kaufmann.Foto: Quartierstreff

Quartierstreff Ösinghausen zeichnete Beetpaten aus – Weitere Hobbygärtner werden gesucht

Von Markus Schumacher

Eine Idee des Quartierstreffs Ösinghausen scheint Früchte zu tragen: Erneut wurden jetzt in Ösinghausen Beetpaten ausgezeichnet. Hervorgegangen ist diese Idee, bei der sich Bürgerinnen und Bürger um Beete vor ihrer Haustüre kümmern, aus einer Initiative des Quartierstreffs Ösinghausen.

Auch Danuta und Jens Herrmann sowie Dagmar Kerst und eine Familie, die anonym bleiben möchte, haben die Baumareale jeweils nahe ihrer Häuser an der Eschenallee vorbereitet, bepflanzt und kümmern sich nun auch um die weitere Pflege, teilt der Quartierstreff mit.

Die Hobbygärtner erhielten nun für ihr Engagement stellvertretend von Dagmar Kaufmann für den Quartierstreff Ösinghausen jeweils eine schöne Urkunde, unterzeichnet vom Bürgermeister Stefan Caplan, und einen Blumengutschein, gesponsert vom Quartierstreff. Des Weiteren gab es noch ein laminiertes Schild, mit dem die Beetpaten ihr Areal jetzt kennzeichnen können, sofern sie dies möchten.

Die Begründung für diese Auszeichnung fällt dem Quartierstreff leicht: „Die Beetpaten übernahmen freiwillig mit Ihrem Engagement die Verschönerung der teils trostlosen Baumareale für die Allgemeinheit. Damit es schön wird und weiterhin schön anzusehen ist in Ösinghausen.“

„So ein Beet macht sich nicht von alleine.“

Danuta Herrmann, Beetpatin

Danuta Herrmann hatte gerade erst wieder liebevoll „ihr“ Beet neu bepflanzt, weil es durch die Erstellung eines neuen Hauses durch die Bagger- und Bauarbeiten doch stark in Mitleidenschaft gezogen war. Sie beklagt jedoch, dass ihre Dekoration – im Urlaub gekaufte und als Käfer angemalte Steine – leider binnen eines Tages nacheinander neue, bislang unbekannte Besitzer fanden: Sie wurden gestohlen. „Ich möchte es für alle schöner machen, aber es stimmt traurig, dass andere Leute dies offensichtlich nicht so sehen und keinen Respekt mehr haben und sich einfach selbst bedienen“, klagt Danuta Herrmann. Und sie betont: „So ein Beet macht sich nicht von alleine.“

Zumal sich viele Beete – oder Baumscheiben wie sie richtig genannt werden – wegen der ausschweifenden Bewurzelung der Bäume gar nicht gut bepflanzen lassen und dafür erst einige Vorarbeiten zu leisten sind.

Auch weil man gerade derzeit wieder an manchen trostlos mit Unkraut überwuchernden Baumscheiben sehe, hofft der Quartierstreff Ösinghausen auf weitere Nachbarn, die sich ebenfalls an dieser Initiative der Beetpaten beteiligen möchten. „Es soll nicht nur schöner werden in Ösinghausen, auch die Bäume sollen in heißen Sommern ihr Wasser abbekommen“, schreibt der Quartierstreff in einer Pressemitteilung.

Bei Interesse solle man sich bitte per E-Mail beim Quartierstreff Ösinghausen melden.

Q-T-Oe@t-online.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Egerländer spielen in lockerer Atmosphäre im Park auf
Egerländer spielen in lockerer Atmosphäre im Park auf
Egerländer spielen in lockerer Atmosphäre im Park auf
Vertrag für Naturschule in Burg ist unterzeichnet
Vertrag für Naturschule in Burg ist unterzeichnet
Vertrag für Naturschule in Burg ist unterzeichnet

Kommentare