Politik

Bündnis für Burscheid will weiter mitgestalten

Volker Höttgen (l.) bleibt Vorsitzender des BfB, Michael Baggeler ist Fraktionsvorsitzender.Archivfotos:Doro Siewert
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Volker Höttgen (l.) bleibt Vorsitzender des BfB, Michael Baggeler ist Fraktionsvorsitzender.Archivfotos:Doro Siewert

BfB macht die Kandidatur von Dirk Runge zum Bürgermeisterkandidaten bei der Jahresversammlung offiziell

Von Peter Klohs

Burscheid. Als der Burscheider Bürgermeister Stefan Caplan im Oktober dieses Jahres starb, hinterließ er außer Trauer und Leere auch die Frage, wie es politisch mit der Stadt weitergehen könnte. Natürlich müsste eine Wahl organisiert werden, um das Stadtoberhaupt neu zu bestimmen. Aber die Parteien im Stadtrat waren wahlkampfmüde; die Bundestagswahl hatte die Politiker aller Couleur erschöpft, nicht nur finanziell.

„Das Zusammenlegen mit der Landtagswahl ließ sich aus formellen Gründen nicht realisieren. Jetzt wählen wir am 20. März 2022 Jahr unseren neuen Bürgermeister.“

Michael Baggeler, Fraktionsvorsitzender

Nach einigen Gesprächen über alle Parteigrenzen hinweg, kam es zu einer faszinierenden Idee: Die Parteien könnten sich den Wahlkampf schenken, wenn es gelänge, einen einzigen Kandidaten für alle Parteien zu etablieren. Und auch, wenn dieser Plan zu Beginn als sehr verwegen angesehen werden musste, darf man sagen, dass er abschließend gelungen ist. Die im Stadtrat vertretenden Parteien einigten sich auf Dirk Runge als gemeinsamen Kandidaten.

Am Mittwochabend wurde der Kandidat bei der Jahreshauptversammlung des Bündnisses für Burscheid (BfB) vorgestellt. Gleichzeitig wurden die anwesenden Mitglieder vom BfB gebeten, durch ihre Stimmabgabe die Kandidatur Runges offiziell zu machen. Die Versammlung fand unter den aktuellen Corona-Regeln im Hotel Schützenburg an der Hauptstraße statt.

Bereits im Vorfeld hatte der Fraktionsvorsitzende des BfB, Michael Baggeler, betont, wie erfreut er über die einvernehmliche Lösung des gemeinsamen Kandidaten ist. „Wir hätten die Bürgermeisterwahl gerne mit der Landtagswahl 2022 zusammengelegt“, gab er zu. „Aber das ließ sich aus formellen Gründen nicht realisieren. Jetzt wählen wir im 20. März im nächsten Jahr unseren neuen Bürgermeister.“

Nachdem bei der Jahreshauptversammlung die üblichen Formalitäten wie die Wahl des Versammlungsleiters, die verschiedenen Berichte sowie die Entlastung des Vorstandes abgehakt waren, stellte sich Dirk Runge als Bürgermeisterkandidat vor. Runge, der viele Jahre lang sehr eng mit dem verstorbenen Stefan Caplan zusammengearbeitet hat, war einige Jahre Pressesprecher der Burscheider Verwaltung, einer der Gründe, weshalb ihm Burscheid sehr am Herzen liegt, obwohl er in Köln lebt.

Der 52-jährige Runge ist aktuell Sozialdezernent und begann diese Tätigkeit gleichzeitig mit Stefan Caplans Wahl zum Bürgermeister. Der Kandidat, der unter dem Sternbild Widder geboren ist, hob die Stärken der im Frühling Geborenen hervor: selbstbewusst sein, Zielstrebigkeit, Ehrlichkeit, Tatendrang. „Das meiste davon trifft auf mich zu“, erklärte Runge, der jedoch sehr selbstkritisch auch die den Widdern zugesprochene Schwäche für sich in Anspruch nahm: „Ja, ich kann sehr ungeduldig werden“, gab er zu.

Dem designierten Bürgermeister ist eine solide Finanzpolitik wichtig

Er versprach, die für ihn neue Herausforderung mit großer Dynamik anzugehen. „Eine solide und sichere Finanzpolitik ist mir extrem wichtig“, bekannte der Kandidat. „Unsere Bürger sollen nicht die Lasten der Vergangenheit bezahlen müssen. Burscheid muss weiter digitalisiert werden. Das ist in den Schulen schon gut gelungen, aber das reicht nicht. Der Klimawandel muss bekämpft werden, auch durch ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept. Und vielleicht schaffen wir es in Burscheid auch, einen Ordnungsdienst aufzubauen“, fasste er den Kern seiner Arbeit zusammen.

Nach kurzer Aussprache erfolgte die Wahl von Dirk Runge als Bürgermeisterkandidat. Die 28 anwesenden und wahlberechtigten Mitglieder des BfB wählten ihn einstimmig.

„Wir sind die ersten, die Dirk Runge als Kandidaten bestätigt haben“, schloss Michael Baggeler die Wahl ab. „Es wird keine normale Bürgermeisterwahl werden, bei der man verschiedene Parteien wählen kann. Diesmal wird es nur ein Ja oder ein Nein geben.“ Die anderen im Stadtrat vertretenden Parteien werden ihre Versammlungen zur Bestätigung des Kandidaten zu Beginn des kommenden Jahres durchführen.

Das BfB

Versammlung: Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung der Bürger für Burscheid (BfB) wurde der Vorstand des Vereins neu gewählt.

Vorstand: Als Vorsitzender wurde Volker Höttgen bestätigt, als seine Stellvertreter wurden Stella Ignatz und Bernhard Cremer gewählt. Thomas Kapp bleibt Geschäftsführer, Markus Geurtz Schatzmeister. Als Beisitzer wurden Werner Hambüchen, Hüsne Dogrusöz sowie Roman und Hans-Peter Hansen bestimmt. Alle diese Wahlen erfolgten einstimmig bei eigener Enthaltung der Mitglieder, die gewählt wurden.

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