Zum „Büdchen“-Geburtstag gibt es einen Apfelbaum

Bürgermeister Stefan Caplan überreicht ein Bäumchen Cox Orange ans Team des Burscheider Büdchen: Nicole Wittmann, Martin Schäfer (Katholische Jugendagentur) und Sascha von Schwedler. Foto: Doro Siewert
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Bürgermeister Stefan Caplan überreicht ein Bäumchen Cox Orange ans Team des Burscheider Büdchen: Nicole Wittmann, Martin Schäfer (Katholische Jugendagentur) und Sascha von Schwedler. Foto: Doro Siewert

Nach dem Großreinemachen wurde nun an der Luisenstraße gefeiert

Von Ursula Hellmann

Auf dem festlichen Tisch brennt die erste Jahreskerze, das Krabbelkind zieht sich an Papas Hand hoch und geht seine ersten Schritte durchs Zimmer. Die Gäste staunen, alle klatschen Beifall und freuen sich über die Fortschritte des Geburtstagskindes. Dieses Bild beschreibt in mehrerer Hinsicht auch die Freude, die auf dem Geburtstagsfest vom „Burscheider Büdchen“ vorherrschte.

Zu den verantwortlichen Müttern und Vätern gehört Martin Schäfer, Referatsleiter der katholischen Jugendagentur. Er griff die Ergebnisse einer Umfrage im Kreis auf und fand sofort die richtigen Partner, um die Idee einer Begegnungs- und Vermittlungsstelle Wirklichkeit werden zu lassen.

2016 erwarb Familie Idoudi Bechattagqui das Haus Luisenstraße 23 D und schuf dort ein gemütliches Zuhause. Der ehemalige Kiosk im Parterre stand viele Jahre nicht sonderlich im Blickpunkt. Diese Räume bekamen Anfang 2020 eine neue Bestimmung. Mit Elan wurde innen wie außen gewerkelt, renoviert und eingerichtet. Das geschieht am effektivsten, wenn ein gut durchdachtes Konzept von engagierten Mitarbeitern geleitet wird. Nicole Wittmann und Sascha von Schwedler teilen sich die Vollzeitstelle und ergänzen sich ideal in ihrer Aufgabenfülle. In heiterer Weise zeigte von Schwedler die gute Zusammenarbeit durch ein lustiges Wortspiel. Ein Schiffchen aus Papier, darin zwei lange Zündhölzer als Steuerleute - und fertig war die symbolische Kurzform für das einjährige Geburtstagskind: „Bu-Bü-Bö“! (Burscheider-Büdchen-Bötchen). „Solch ein Schiff erfüllt nur dann seine Bestimmung, die Klippen zu umfahren, wenn seine Fahrt und Lenkung auf Vertrauen aufgebaut ist“, sagt von Schwedler.

Die kleinen Geburtstagsgäste vergnügten sich gleich nach den offiziellen Begrüßungs- und Dankesworten auf dem Wiesenspielplatz gegenüber oder zogen mit Sportfan Niklas hinunter zum Bolzplatz Burbachstraße. Angeregt im Gespräch waren etwa 50 Besucherinnen und Besucher aus Albanien, Türkei, Marokko, Tunesien, Syrien – bunt gemischt mit den deutschen Anwohnern der umliegenden Hochhäuser. Wie hatten diese sprachlich sehr verschiedene Besucherschar erfahren, was ihnen das „Büdchen“ bieten kann? Darauf kam stets diese Antwort: „Durch Mundpropaganda.“

Stillstand herrschte in den vergangenen Monaten nicht

In den vergangenen Monaten mit gebremsten Aktivitäten herrschte trotzdem kein Stillstand. Besucher konnten am Fenster des Kiosks ihre Fragen stellen und bekamen Antworten auf ihre Anliegen. Norbert Honsel aus dem Nachbarhaus freute sich, einem syrischen Mann Deutsch-Nachhilfe bieten zu können.

„Angedacht ist die Aufstellung eines Info-Pavillons in nächster Nähe der angrenzenden Mietshäuser“, berichtete von Schwedler. Auch läuft ein Antrag, mit dem Anwohner gestattet werden soll, kleine Wiesenflächen zu bewirtschaften.

Symbolisch stand dafür der kleine Apfelbaum. Als Geschenk von Bürgermeister Stefan Caplan trug er zum Fest noch Bonbons an seinen jungen Ästen. Zum nächsten Büdchen-Geburtstag sind es hoffentlich leckere Äpfel.

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