Brücke in Dürscheid: Stadt beauftragt Ingenieurbüro

Befahren verboten! Nur Fußgänger und schiebende Radfahrer dürfen die Brücke in Dürscheid noch nutzen. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich vom Rest der Welt abgeschnitten. Archivfoto: Doro Siewert
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Befahren verboten! Nur Fußgänger und schiebende Radfahrer dürfen die Brücke in Dürscheid noch nutzen. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich vom Rest der Welt abgeschnitten. Archivfoto: Doro Siewert

Die Errichtung einer Behelfsbrücke wäre nur zwei Monate früher fertig

Von Nadja Lehmann

Mit dem Starkregen im Juli ging für die Dürscheider eine Zäsur einher: Seitdem ist ihre Brücke unpassierbar und somit die gefühlte Verbindung zur Welt unterbrochen. Nur Fußgänger und Radfahrer dürfen die Brücke aktuell noch nutzen. Für die Dürscheider eine unhaltbare Situation, wie sie noch im vergangenen Jahr auf der Hauptausschusssitzung Ende November deutlich machten: Mit Hilferuf und Positionspapier wandte sich die Dorfgemeinschaft an die Kommunalpolitiker (wir berichteten). Hoffnungen hatten die Bewohner unter anderem auf eine Behelfsbrücke gesetzt.

„Wir haben die Lage prüfen lassen“, sagt Dirk Runge, der als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters derzeit die Amtsgeschäfte führt. „Eine Behelfsbrücke wäre vielleicht zwei Monate früher fertig. Sie zu errichten, ist keineswegs so leicht.“ Das hänge mit der Uferbefestigung zusammen.

Die Dürscheider hatten im November auch die Erreichbarkeit des Ortsteils für Rettungswagen und Feuerwehr angesprochen und ihre Sorge geäußert, dass die derzeit nötige Umleitung über Lambertsmühle und Repinghofen im Ernstfall wichtige Minuten koste. Die Route sei aber keinesfalls neu, sagt Runge: „Rettungswagen und Feuerwehr kommen ohnehin über Lambertsmühle.“ Sollte ein zweiter Löschzug ausrücken müssen, sei das der aus Dierath: „Der braucht dann zwar zwei Minuten länger, ist aber noch innerhalb der gültigen Hilfsfrist.“

„Bitte sprechen Sie mit uns“, hatten die Dürscheider in ihrem Positionspapier die Politiker eindringlich gebeten. Denn aus ihrer Sicht hatten Gespräche und Antworten auf die Hochwasserkatastrophe zu lange auf sich warten lassen. „Wir sind keine Brückenfachleute“, hatte auf der Hauptausschusssitzung Amtsleiter Marc Baack unterstrichen. Deshalb habe man zunächst ein Ingenieurbüro gesucht, das belastbare Zahlen fürs Brückenbauwerk ermitteln kann. Keine leichte Aufgabe, wie auch der Technische Vorstand der Technischen Werke Burscheid, Sebastian Nocon, unterstrichen hatte: „Wir haben auch Absagen kassiert.“ Doch just auf der Ausschusssitzung im November sollten diese Leistungen im nicht-öffentlichen Teil vergeben werden.

Dürscheider haben Angst vor Wetterkapriolen

„Wir können und wollen nicht bis Ende 2022 warten“, hatten die Dürscheider in ihrem Positionspapier geschrieben. Vor allem vor drohenden Wetterkapriolen hatten sie Befürchtungen geäußert: „Wenn bei Sturm oder Hochwasser dann wieder Bäume umfallen, kommen wir aus Dürscheid nicht raus, und das macht allen hier Angst.“

Möglicherweise aber müsse man mit dem Status Quo zunächst leben, sagt Dirk Runge. Nicht allein die Dürscheider seien von Einschränkungen betroffen. Er erinnert an die Anrainer und Nutzer der Kreisstraße 2. Dort wird bis Jahresende zwischen Neuenhaus und der Einmündung Dohm/Irlermühle die Fahrbahn inklusive des Rad- und Gehwegs generalsaniert und der dortige Brückendurchlass im Bereich des Murbachs verbreitert.

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