Förderantrag

Bronze-Skulptur soll Kulturbadehaus verschönern

Auf diesem Foto steht die Plastik von Groeg noch auf dem Gelände des Kulturbadehauses.
+
Auf diesem Foto steht die Plastik von Groeg noch auf dem Gelände des Kulturbadehauses.
  • VonNadja Lehmann
    schließen

Arbeit des Burscheider Bildhauers Heinz-Peter Knoop folgt auf die Plastik von Groeg – Förderantrag gestellt.

Burscheid. Auf unserem Foto steht sie noch auf dem Gelände des Kulturbadehauses: Die Plastik von Groeg, der in seinem Atelier mit Schrott und Holz arbeitet und damit seiner Faszination für die Industriegeschichte des Bergischen Lands Gestalt verleiht. Vor ungefähr zehn Jahren stellte er im Kulturbadehaus aus und zeigte besagte Plastik.

„Anschließend vergaß er sie“, berichtete nun im Kulturausschuss die Vorsitzende des Kulturvereins, Jelle von Dryander. „Und wir haben uns an sie gewöhnt.“ Mehr noch: Die Skulptur habe den Entreebereich des „Refugiums“, wie von Dryander das Kulturbadehaus liebevoll betitelte, geprägt: „So eine Skulptur macht etwas mit dem Haus.“

Doch nun erinnerte sich Groeg wieder seiner Arbeit, holte sie ab. Skulpturenlos aber wollte der Kulturverein nicht bleiben und sein. Man fand eine Nachfolge-Skulptur und stellte einen Antrag auf Förderung bei der Stadt. „Die Stadt Burscheid hat die Möglichkeit, im Rahmen des Verfügungsfonds über die Städtebauförderung Projekte zu bezuschussen, die einen nachhaltigen Mehrwert bringen und einen Bezug zu den Zielsetzungen des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes (IEHK) 2025 haben.

Mit dem Verfügungsfonds werden Maßnahmen unterstützt, die einen nachweisbaren, nachhaltigen Nutzen für die Innenstadt von Burscheid und den Ortskern von Hilgen haben“, heißt es in der Beschlussvorlage für das Fachgremium. Damit steht nun die Nachfolgerin von Groegs Plastik bereit: Es ist die Bronze-Skulptur „aus sich heraus“. Geschaffen hat sie der Burscheider Bildhauer Heinz-Peter Knoop, der in ihr typische Charakteristika seiner Arbeit wie die harmonische Verbindung von runden und scharfkantigen Formen zeigt. Der gebürtige Solinger hat seit langem sein Atelier in Löh, lebt und arbeitet dort.

Noch als Jugendlicher ertrotzte er sich den Besuch der Kunstschule, erfüllte jedoch den Wunsch der Eltern nach einer soliden Ausbildung und wurde Graveur – um dann schließlich doch Designer zu werden. Im Atelier in Löh sind die Ergebnisse des jahrzehntelangen Schaffens zu sehen: Eine Schere, die sich geschmeidig in die Hand des Friseurs schmiegt. Ein miteinander verzahntes Essbesteck, das sich die argentinischen Gauchos an den Sattel hängen konnten. Messer und Gabel mit organisch geschwungenen Linien. Und: Auszeichnungen überall an den Wänden. Noch immer ist er ein Suchender, der Spinoza und Leibniz liest. „Ich möchte die Seele des Seins finden“, sagt Knoop über sich selbst.

Im Kulturbadehaus soll seine Skulptur nun am ehemaligen Außenbecken aufgestellt werden und so zum speziellen Ambiente beitragen. Noch immer hofft man an der Bürgermeister-Schmidt-Straße auf verschönernde Gestaltungsmaßnahmen des „Refugiums“, die im Rahmen des IEHK erfolgen sollen. Der Haupteingang soll verschoben und mit einer Zuwegung sowie einem Baumtor akzentuiert werden, eine Hecke das Entree abschirmen. Knoops Skulptur schmiegt sich an diese Maßnahmen passgenau an. Ob sie jedoch tatsächlich kommen werden, ist aktuell offen: „Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung muss die Stadtverwaltung insgesamt schauen, wie mit dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Burscheid 2025 (IEHK) künftig umgegangen wird“, erklärte Stadtsprecherin Ann-Kathrin Gusowski bereits im August auf Anfrage des Bergischen Volksboten. Der Hintergrund: Die Förderung für das Gesamtpaket IEHK ist gedeckelt. Wird eine Maßnahme teurer als veranschlagt, muss an anderer Stelle eingespart werden (wir berichteten).

Knoops Skulptur aber soll aufs Außengelände des Kulturbadehauses einziehen. So jedenfalls wünscht es sich der Kulturausschuss, der sein Votum abgeben musste, bevor über den Antrag des Kulturvereins im Entscheidungsgremium Verfügungsfonds gesprochen wird. Die Kosten für Skulptur, Transport und Aufstellung auf einem Basaltsockel betragen rund 12 133 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Betrunkener will vor Polizei flüchten
Betrunkener will vor Polizei flüchten
Betrunkener will vor Polizei flüchten
Teilnehmende feilen an gemeinsamer Kultur
Teilnehmende feilen an gemeinsamer Kultur
Teilnehmende feilen an gemeinsamer Kultur
Boygroup hat´s einfach immer noch drauf
Boygroup hat´s einfach immer noch drauf
Boygroup hat´s einfach immer noch drauf
Penny-Markt öffnet nach Umbau
Penny-Markt öffnet nach Umbau
Penny-Markt öffnet nach Umbau

Kommentare