Brandstiftung: Stadt setzt Belohnung aus

Luchtenberg-Villa und Haus der Kunst

Von Nadja Lehmann

Der Bürgermeister ist sauer. „Ärgerliche Umstände, die der Stadt und damit den Steuerzahler nicht nur viel Geld, sondern auch unnötigen hohen Personalaufwand kosten, fordern ungewöhnliche Gegenmaßnahmen“, sagt Stefan Caplan. Im Visier hat er dabei die mutmaßliche Brandstiftung, die am Samstag, 12. Dezember, zwischen 20.15 und 20.30 Uhr erheblichen Sachschaden an dem städtischen Gebäude Haus der Begegnung, Montanusstraße 8, anrichtete. Die Stadtverwaltung setzt eine Belohnung aus – für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen.

Wie die Stadt mitteilt, sind die Mülltonnen fast komplett abgebrannt und die Hauswand ist stark verrußt. Außer starkem Rauchgeruch sind im Innenraum keine Schäden entstanden. Feuerwehr und Polizei waren rechtzeitig vor Ort, heißt es. Ein weiterer Feuerschaden wurde erst am folgenden Montagmorgen vom Hausmeister am Haus der Kunst entdeckt. Auch dort wurden Mülltonnen, die an der Hauswand abgestellt waren, in Brand gesteckt. Offensichtlich erloschen dort die Flammen von selbst: So seien lediglich die Müllbehälter verbrannt sowie Hauswand und eine große Fensterscheibe erheblich beschädigt worden, bilanziert die Verwaltung, die die Sachschäden „erheblich“ nennt und auf eine fünfstellige Höhe taxiert. „Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen, aber die Beschädigungen sind so erheblich, dass umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich werden“, kündigt das Rathaus an. Die Stadtverwaltung sowie die Paul-Luchtenberg-Stiftung als Eigentümer des Haus der Kunst haben Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

In Abstimmung mit der örtlichen Polizeidienststelle setzt die Stadtverwaltung eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. „Wir hatten schon einmal Erfolg mit dieser für eine Stadt außergewöhnlichen Maßnahme“, sagt Caplan. So ging es beispielsweise 2012 um unerlaubte Graffiti. „Ich verspreche mir von dieser Art des Vorgehens viel und bitte die Burscheider Bevölkerung wieder um Mithilfe“, sagt Caplan.

Hinweise nehmen die Stadtverwaltung unter Tel. (0 21 74) 670-103 (Büro des Bürgermeisters) und jede Polizeidienststelle (Polizeiwache Burscheid, Tel. 0 21 74/6 48 10) entgegen.

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