Nachhaltigkeitsprojekt

Bis September gibt es insektenfreundliche Saattütchen

Blütenmee(h)r am Raiffeisenplatz.
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Blütenmee(h)r am Raiffeisenplatz.
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Bergisches Blütenmee(h)r: Nachhaltigkeitsprojekt wird verlängert.

Von Nadja Lehmann

Dass die Saat aufgeht, davon haben sich die Burscheider schon an mehreren Stellen in der Stadt überzeugt: am Raiffeisenplatz in Hilgen oder am Kinder- und Jugendzentrum Megafon. Stadt und Initiativkreis „Hilgen lebt“ wurden für ihre Blühflächen im vergangenen Sommer sogar durch die Bergische Agentur für Kulturlandschaft (BAK) gGmbH ausgezeichnet. Denn dahinter verbarg sich ein auf Nachhaltigkeit bedachtes Projekt, zu dem sehr viele Beteiligte ihr Scherflein beigetragen haben: die Bergische Agentur für Kulturlandschaft sowie das EU-Förderprogramm Leader. Erstere hatte Interessierte geschult, die insektenfreundliche Beete anlegen wollten und entsprechende Saattütchen verteilt – im Rahmen des Projekts „Bergisches Blütenmee(h)r“ – und zweitere, indem sie das Geld dafür locker gemacht haben.

Interessierte können kostenlos Saatgut erhalten

Nun gibt es aktuell frohe Kunde vom „Bergischen Blütenmee(h)r“: Es wurde bis Ende September 2023 verlängert. Damit können Interessierte weiterhin bei der BAK kostenlos Saatgut für die Anlage von Blühflächen erhalten. Im Gegensatz zu den in Super- und Baumärkten angebotenen einjährigen Saatgutmischungen, die häufig nur Futterquellen für Honigbienen und Hummeln bieten, enthält das „Bergische Blütenmee(h)r“ auch zahlreiche Nahrungsquellen für die Spezialisten unter den Insekten, wie etwa die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), auf die die Knautien-Sandbiene angewiesen ist. „Gerade für die spezialisierten Insekten, die häufig nur sehr wenige Pflanzenarten nutzen können, sind heimische, mehrjährige Blühmischungen wichtig“, sagt Dr. Bernd Freymann, Geschäftsführer der BAK: „Deshalb freuen wir uns sehr über die Projektverlängerung, denn so haben wir auch in diesem Jahr noch die Möglichkeit, kostenlose Workshops zur richtigen Anlage von Blühflächen zu geben und Aufklärungsarbeit zu leisten.“ „Jeder von uns ist in der Pflicht“, unterstreicht auch Cornelia Lösche, Projektmitarbeiterin der BAK. „Zurzeit zählt jeder Quadratmeter beim Insektenschutz. Wildbienen haben nur einen begrenzten Flugradius, finden sie in der Umgebung keine passenden Blühflächen, können sie sich nicht weiterverbreiten.“

Die BAK ruft daher alle Dorfgemeinschaften, Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen auf, sich am Projekt zu beteiligen und Blühflächen anzulegen. Auch Privatpersonen können sich noch bis Ende September bei der BAK melden und kostenlose Saatguttütchen erhalten.

Zu beziehen sind die Blumensamen nach Einsendung eines mit 85 Cent frankierten Rückumschlags bei der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft – Zweigstelle Rösrath -Kammerbroich 67, 51503 Rösrath.

Für Nachfragen steht Cornelia Lösche zur Verfügung: loesche@agentur-kulturlandschaft.de

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